Schneckentempo

Schnecke

Entdeckt auf dem Stuttgarter Killesberg und festgestellt: Ich hab schon ewig keine Schnecke mit Haus mehr gesehen!

Ich werde jetzt gleich im Schneckentempo Richtung München unterwegs sein. Warum? Zum einen, weil ich wahrscheinlich schön im Feierabendverkehr im Stau stehen werde. Das ist eine echte Plage hier in der Gegend. Zum anderen, weil ich mich heute durch nichts aus der Ruhe bringen lassen werde. Mit dem Auto in die fremde große Stadt – das ist schon mit Aufregung verbunden. Ich möchte mich aber nicht aufregen. Also erlege ich mir selbst einen kühlen Kopf und Ruhe auf, damit ich die Vorfreude richtig genießen kann. Ich freue mich wahnsinnig auf ein mit Sicherheit arschgeiles Weiberwochenende mit meiner ehemaligen Dresdner Mitbewohnerin in München, das wird saucool und toll und überhaupt. JUCHUUUU! :D

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Erkenntnis am Bodensee

Die letzten zwei Tage befand ich mich in einer schönen Urlaubsregion in bester Gesellschaft: Ich besuchte das KSM am Bodensee. Mein letzter Besuch bei ihr ist schon seeeehr lange her, aber trotzdem war es so wie damals, einfach schön! Viele Unternehmungen in dieser tollen Gegend und viele Fotos gab es nicht, da wir eigentlich die meiste Zeit damit beschäftigt waren, wie vernünftige Frauen zu schnacken. Davon abgesehen war das Wetter eher dürftig, aber immerhin war es stets dann trocken und sogar sonnig, wenn wir unter freiem Himmel waren. Sobald wir uns geschützt aufhielten, schüttete es wie aus Eimern. Tja, wenn Engel reisen… ;D

Zumindest ein bisschen was neues gesehen habe ich, so z.B. einen Wasserskipark mit angrenzendem Café, von dem aus wir herrlich zuschauen konnten, wie die Anfänger nacheinander ins Wasser platschten und die Fortgeschrittenen mit Leichtigkeit über’s Wasser sausten.

Wasserskipark

Des Weiteren durfte ich ein Schlössle bestaunen und dazu eine wundervolle Aussicht auf den Bodensee. Hier schwer zu erkennen, aber da hinten am Horizont, da ist er!

Ausblick Bodensee Schloss

Zu einer schwerwiegenden Erkenntnis bin ich während meines Aufenthaltes auch gelangt. Und diese lautet: Keine Katze in der Wohnung! So sehr ich Katzen liebe, ich muss wohl mit der Anschaffung warten, bis ich mal in einem Häuschen wohne.
Kurzum, vier Worte, die mich zu dieser Erkenntnis brachten: Haare (das kleinste Übel), Katzenkotze, Katzenkacke (flüssig) und „MAU“ (ca. alle 15-30min während der GANZEN Nacht)!
Effektiv haben das KSM und ich in dieser Nacht ca. zwei Stunden geschlafen. Der ultimative Ausbruch dieser schrecklichen Stunden stammt von einem völlig resignierenden KSM: „Maaaan, na komm her, Arschloch!“ Ich hab mich totgelacht, sie auch, wenigstens das konnten wir doch noch!
Am gestrigen Dienstag konnten wir dann alle Vorhaben nur seeeehr langsam bewerkstelligen. Das extrem leckere Frühstück bei ihrer Mutti und das tolle Essen, das KSM höchstpersönlich für uns kochte, halfen kein bisschen über diese unglaubliche Müdigkeit hinweg, die uns den ganzen Tag begleitete. Als ich wieder in Stuttgart ankam, wurde ich von meinem Freund entsetzt gefragt, ob ich vielleicht gekifft habe. Meine Augen waren blutunterlaufen. Dementsprechend zeitig verschwand ich im Bett.

Nun fühle ich mich ein bisschen leer, nachdem ich die ungeschminkte Wahrheit über das Halten von einer Katze in der Wohnung erfahren habe. Es gibt einfach Dinge, die bin ich nicht bereit zu opfern, so sehr ich diese Tiere auch liebe. Und dennoch: Alles ist bestens, die Zeit war toll und ich hoffe, das KSM und ich sehen uns bald wieder. Dann aber in meiner Wohnung. Ohne Miez. ;)

Perfection!

Mal was anderes, nämlich mein Wochenende in Bildern. Ohne viel Geplänkel.

Hamburger Fischmarkt in Stuggi bei original norddeutschem Wetter

Knuspergarnelen Labskaus

Stadtgrillmeisterschaft in Stuggi…

Stadtgrillmeisterschaft

…am chilligen Stadtstrand in Stuggi

Stadtstrand Stuttgart

Fazit: Stuggi macht Spaß! :D

Radeln in Stuggi…

hielt ich ja immer für ein Ding der Unmöglichkeit. Als ich noch nicht hier wohnte und immer nur MTM in seinem extrem „hügeligen“ (UNTERTREIBUNG!) Stadtteil besuchte, war mir schnell klar geworden, dass ich mir das Radfahren hier abschminken konnte. Für ein Flachlandkind nicht die beste Neuigkeit. Bei uns in Brandenburg fährt Hinz und Kunz mit dem Rad, und zwar überall hin. Und in Dresden ebenso. So ein Ausmaß des Drahteselns kann man in Stuttgart nicht ansatzweise beobachten. Auf den Straßen sehe ich zumindest sehr selten Radfahrer, geschweige denn Radwege! Kein Wunder, denn egal, welches Ziel man hier hat, man kann sich sicher sein: Es geht bergauf. ;)

Nun wohnen wir ja in einem nicht ganz so hügeligen Stadtteil, was ich sehr begrüße. Der Neckar und an Stuggi angrenzende Kleinstädte und Dörfer sind auch in der Gegend. Bietet sich ja förmlich zum Radeln an, nicht wahr? Ich konnte es kaum glauben, als MTM und ich gestern den Erstversuch starteten: Es gibt hier tatsächlich Radwanderwege! Und zwar recht schöne! Gut, stellenweise zumindest. Unvergleichlich mit der Lausitz oder dem Radeln an der sächsischen Elbe, das muss man sich schon eingestehen. Und dennoch: Am Max-Eyth-See, am Neckar und an vielen Getreide- und Gemüsefeldern entlang radelten wir raus aus der Stadt und so irgendwann auch wieder zurück.

Getreidefeld Stuttgart

Circa 25km haben wir bei der Hitze geschafft, dann waren die Puste aus und die Körper überhitzt, so dass wir uns nur noch nach einer kalten Dusche und Entspannung sehnten. Leider stand zwischen der kühlenden Dusche und uns noch eine kleine Hürde, die es zu bewältigen galt. Na? Weiß es jemand?
Na klar: Vom Radweg bis zu uns nach Hause geht es natürlich bergauf! ;)

Balkon gepimpt

Letzte Woche haben wir endlich mal unseren Balkon ein bisschen hübsch gemacht, damit wir den Sommer schön genießen können. Wichtig ist natürlich in dem Fall auch ein Sonnenschirm, da die Sonne die ganzen Tag auf unseren dachlosen Balkon brettert. Hält ja keine Sau aus, hömma.

Balkon

Ist richtig hübsch geworden, finde ich. Mit ein paar Tricks kann man auch aus so einem kleinen Balkon was machen. Hätte ich auf den ersten Blick damals beim Einzug gar nicht gedacht. Ich kann sogar noch Wäsche draußen trocknen (dann wird’s aber schon recht eng) und auch für eine schöne große Tomatenpflanze habe ich noch Platz gefunden. Das wollte ich schon immer mal machen: Auf meinem Balkon (bisher blieb mir dieser Luxus in meinen Wohnungen verwehrt) irgendwelches Gemüse/Obst heranwachsen lassen.

Tomatenpflanze

Gestern Abend haben dann MTM und ich zum ersten Mal diesen kleinen Luxus eines Balkons in vollen Zügen ausgenutzt. Wir verbrachten den ganzen lauen Sommerabend draußen bei Kerzenschein, einem Cannstatter Trollinger und frischen Erdbeeren. Ab und an redeten wir auch ein paar Worte, aber unsere Hauptbeschäftigung war an diesem Abend das Lesen. Die meiste Zeit saßen wir uns also schweigend gegenüber und schmökerten. Und wisst ihr was? Ich fand’s einfach toll. Sowas miteinander machen zu können, genieße ich in vollen Zügen.

Heute früh nutzten wir den Balkon dann zum ersten Mal für ein Frühstück in der noch „kühlen“ (eigentlich ist dieses Wort ziemlich unangebracht für 25°C) Morgenluft. Dann bunkerten wir uns in in die Wohnung ein. Rollos runter, Fenster zu…und nun sitzen wir seitdem hier und dampfen vor uns hin. Scheiße, ist das HEISS heute! Hier drinnen 28°C, draußen um die 36°C und in der Sonne schätzungsweise 148°C. Das Drinnenhocken ist da ganz und gar nicht schlimm, finde ich. Mein Buch hab ich jetzt fertig (Danke nochmals an Kristinschn für die Leihgabe – ich fand es sehr gut und spannend!), jetzt schmöker ich im Blogland noch ein bisschen rum und später, wenn die Sonne weg ist, brechen wir zu einer sogenannten „Soiree“ (der Gastgeber hat Humor, nicht? ;)) bei Freunden auf. Hoffentlich hatten die heute auch den ganzen Tag die Rollos unten und die Fenster geschlossen…

Was war das denn bitte für eine geile Scheiße?!

Jaja, mal wieder verspätet, aber nicht minder begeistert und euphorisch, Leute!
Der letzte Samstag war ja wohl mal der absolute Brüller. Meine Güte, wer hätte denn so ein saugeiles Spiel erwartet?! Ich bin ja echt nicht mehr geworden.
Meine Eltern (die ein paar Stunden zuvor in Stuggi ankamen), MTM und ich guckten das Spiel im klimatisierten Palm Beach. Draußen hätten wir wahrscheinlich einen Hitzschlag gekriegt.
Trotz der angenehmeren Temperaturen im Innenbereich schlug das Kristallweizen sofort an und zusätzlich gab es für jedes Deutsche Tor einen Jägermeister… Mehr brauche ich nicht zu sagen, oder? Ein ziemlich krasser Tag eben.

Nach dem Spiel fuhren wir Vier mit dem Taxi in die Stadt, um diesen ganzen wunderbaren Wahnsinn mitzuerleben, der sich uns dort bot. Meine Fresse, es war die HÖLLE los! Und wir mittendrin, einfach herrlich.

Autokorso Stuttgart Schlossgarten Stuttgart

Wir liefen dann zur Theo, wo sich die meisten Feierwütigen letztendlich versammelten. Dort tranken wir noch das ein oder andere Bier, trafen mitten in der Menge sogar Bekannte und genossen noch eine Weile die Stimmung. Aufgrund der Temperaturen, des Jägermeisters im Kopp und der ganzen Aufregung des Tages verschlug es uns dennoch schon gegen 21 Uhr nach Hause, um dort noch Spanien gewinnen zu sehen und dann völlig fertig ins Bett zu fallen.