Am Aschermittwoch ist alles vorbei :(

Seit Aschermittwoch 2015 hatte ich nichts mehr mit Karneval am Hut. Ich wurde schwanger, bekam mein Kind und wurde so langsam wieder karnevalsgeil. In meiner brandenburgischen Heimat gibt es schon im November Karnevalsveranstaltungen, auf die ich aber noch schweren Herzens verzichtete – einfach weil es zeitlich nicht passte, die Strecke von 560km auf mich zu nehmen. Jetzt im Februar passte es perfekt. Ich ließ mal wieder meinen Mann zu Hause und reiste allein mit Kind heute vor einer Woche hier bei Mutti an. Weiberfastnacht ist hier nicht, diesen Tag nutzte ich noch wenig karnevalistisch, um mit einer Freundin mittags essen zu gehen und dann für Muttis Geburtstag einzukaufen. Diesen feierten wir dann am Freitag, auch noch sehr unkarnevalistisch. Aber dann ging es am Samstag los. Tagsüber führte ich meinen Sohn in die närrische Welt ein, indem ich mit ihm einen der traditionellen, kleinen Karnevalsumzüge in einem Dorf in der Nähe besuchte. Sein Vater ist ein großer Karnevalsmuffel und sowas lasse ich beim Kleinen gar nicht erst einreißen. Wenn er dann irgendwann auch mal die ganzen Kamelle futtern darf, ist er garantiert richtig angefixt. (Alter Falter, was man mit Kind im Arm bei so’nem Dorfumzug abstaubt, ist echt nicht zu verachten.) Am Abend dann machte ich mich mit meiner langjährigen Karnevalsfreundin endlich mal wieder auf zu „unserem“ Karnevalsverein, dessen Veranstaltungen wir schon besuchen, seit wir 16 sind. Es ist wie es ist, wir sind älter und das Publikum jünger, wir kennen die Songs der Jugend nicht mehr („Stoff und Schnaps“? Hä?), wir sind vernünftiger geworden. Auch wenn ich dieses Jahr die Treppe runtergeklatscht bin und mir übelst die Hämatome zugezogen habe, war ich nicht ansatzweise so raus wie in den vielen Jahren vorher. Wir haben schön Radler getrunken und die Veranstaltung klaren Kopfes noch vorm Ende verlassen. Wir Muttis, ey. ;) Es war trotzdem schön und wir werden weiterhin dorthin gehen, aber dann wohl eher zu der Veranstaltung freitags, bei der der Altersdurchschnitt gewöhnlich höher als 22 ist.
Nun gut, der Sonntag blieb ruhig, aber am Abend durfte die Karnevalsgala aus der Heimat im Fernsehen nicht fehlen. Und dann kam der Rosenmontag. Meine Freundin und ich gingen fremd, weil „unser“ Verein an diesem Tag keine normale Party mehr feiert, sondern nur noch den Seniorenkarneval. Nix für uns, trotz Radler und Unkenntnis der jugendlichen Musik. ;)  Also ab zum anderen Verein, wo wir einen wirklich schönen Freundinnenabend hatten – auch wenn uns dort das Publikum und die zugehörige Musikauswahl wiederum zu alt war. So’n Mittelding sind wir offenbar, schwierig mit Mitte 30, ich sag’s euch. Wieder ohne Kopfschmerzen startete ich in den Veilchendienstag. Bisschen müde war ich, aber pünktlich zum Kinderkarneval war ich fit. Mit meinem Kleinen den Trubel dort zu erleben, fand ich richtig schön. Er hat auch gut mitgemacht, ich glaube er ist auf einem guten Weg zum Karnevalismus. :D

Und heute ist nun alles wieder vorbei. Ich fand diese Saison schön, habe viel vom heimatlichen Karneval mitgenommen und freue mich schon auf die nächste 5. Jahreszeit. Aber jetzt kommt erstmal die Fastenzeit. Ich wünsche euch viel Erfolg dabei – ich faste nüscht.

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Karneval?!

Oh mein Gott. Ich alte Karnevalskanone, ich hab es nicht gepackt, einen 11.11.-11Uhr11-Eintrag zu machen. Aber ich WOLLTE es. Ich hatte alles schon geplant. Ich wollte schreiben, dass ich in diesem Jahr bisschen sehnsüchtig in die brandenburgische Heimat schaue zu meinen karnevalistischen Freunden. Dass ich ziemlichen Bock hätte auf’ne richtig fette, versoffene Karnevalsparty mit schmerzenden Füßen vom Tanzen und verschwitzter Schnute, in der die Schminke morgens um 5 auf halb 8 hängt. Ich erinnere mich mit Freuden an einen 11.11., ich glaube da war ich Anfang 20, in den haben meine Freundin und ihre Karnevalsvereinskollegen und ich reingefeiert. Ich war Studentin, die anderen hatten Urlaub genommen. Wir haben den Vorabend schon ordentlich ins Glas geleuchtet und am 11.11. um 11Uhr11 ging es weiter mit Pfannkuchen (Berliner, Krapfen, wie auch immer ihr das nennt) und natürlich diversen Alkoholika. Am Abend wurde abgefeiert bei einer Karnevalsveranstaltung und am folgenden Wochenende wieder. Damals fanden noch echt viele Veranstaltungen statt und dem Verein ging es super. Es lässt inzwischen alles nach, am 11.11. gibt es keine Veranstaltung mehr, wenn der Tag nicht auf ein Wochenende fällt. Am Wochenende gibt es nur noch einen karnevalistischen Samstagabend, früher gab es zwei aufeinanderfolgende und ich glaube sogar noch Freitage dazu. Und immer rappelvoll die Bude. Hach, das waren Zeiten.

Aber gut, diesmal kann ich mich nicht an einer fetten Party und bunten Kostümen erfreuen, aber auch das kommt ja wieder. Im Februar nicht, aber im November 2016 dann aller Wahrscheinlichkeit nach. Und bis dahin erfreue ich mich einfach an anderen Sachen, zur Zeit zum Beispiel an dem bunten Kostüm, das der Herbst sich angezogen hat. Ich komme zwar auf keine Partys gerade, aber dafür viel an die Luft! ;)

Weinberge StuttgartHier war ich direkt vor unserer Haustür spazieren, es ist echt ganz wunderbar, so ländlich und doch im „Städtle“ zu wohnen.

Bärenseen StuttgartUnd hier verschlug es mich zu den Stuttgarter Bärenseen. Ein Träumle. ;)

Karnevalsnachlese

Herrje, Aschermittwoch ist längst vorbei, die Fasterei ist in vollem Gange, und ich habe noch nicht mal vom Karneval geschrieben. Ja gut, die schwäbisch-alemannische Fasnet habe ich kürzlich im Blog behandelt, aber den Karneval, wie ich ihn kenne, habe ich sträflich vernachlässigt. Es war einfach so wenig Zeit, denn am letzten Freitag sind wir ewig in meine Heimat gefahren und nach unserer Ankunft zog ich kurz in Erwägung, die heimische Karnevalsveranstaltung noch zu besuchen. Ich hatte sooo einen Bock drauf! Aber ich war auch sooo müde und hatte mir eigentlich auch schon einen gemütlichen Abend mit Mutti ausgemacht. Letztlich war es besser so, denn am Samstag ging’s dann richtig ab und wenn ich daran denke, wie es mir sonntags ging…das hätte ich gar nicht zwei Tage hintereinander durchgestanden. Läuft halt nicht mehr wie früher, 5 Tage Halligallidrecksauparty innerhalb einer Woche und so. ;)

Karneval in Brandenburg

Jedenfalls hatte ich am Valentinstag einen herrlichen Karnevalsabend mit meiner Freundin, den wir beide übelst genossen haben. Wir waren schon immer ein gutes Karnevalsteam und freuen uns beide jedes Mal drauf, wenn es wieder soweit ist. Wir gehörten wie immer zu dem kleinen, ausgewählten Kreis der Letzten, die man aus dem Saal fegen muss und MTM ertrug uns mit Gelassenheit, als er uns um 4 Uhr vor dem Clubhaus aufgabelte. Scheen war’s!

Ich war übrigens eine Hexe, das Kostüm fühlte sich sehr natürlich für mich an. ;) Am nächsten Tag sah ich auch immer noch wie eine Hexe aus, aber wie eine alte, zerknirschte. Muss ich nicht ständig haben, solche Tage, echt nicht. MTM und ich mussten ja auch noch die elendig lange Rückreise nach Stuggi antreten und erst kurz nach 9 kamen wir endlich an. Jaja, ein kurzes, heftiges Wochenende, das mir bis gestern eigentlich noch in den Gliedern hing.

Und trotzdem: Ich liebe den Karneval. Er ist verrückt, lustig, bescheuert, geil. Er ist Party, er ist Verkleiden und ganz anders aussehen, er ist Leute (wieder)treffen und kennenlernen. Er ist schräg und ich finde schräge Sachen wunderbar. Und trotzdem habe ich auch außerhalb der 5. Jahreszeit gute Laune und nicht nur zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch „Spaß auf Knopfdruck“. Dieses beknackte Argument diverser Karnevalshasser geht mir vollends auf den Zwirn. Wenn man WEGEN Karneval gute Laune hat, ist das etwa so schlimm? Es wird ja auch nicht gezetert, wenn man wegen des Sommers gute Laune hat. Oder wegen eines Konzerts. Oder wegen einer Urlaubsreise. Also bitte, Klappe halten jedem das Seine! ♥ ;)

So, seit gestern ist ja auch wieder Sense und der Ernst des Lebens – die Fastenzeit – hat begonnen. Ich faste nicht aus religiösen Gründen, sondern weil ich quasi die „Gunst der Stunde“ nutzen will. Ich schwimme mit im Strom, gönne meinem Körper ein bisschen Verzicht, stelle ihn auf die Probe. Das tut auch mal gut. Bei uns werden bis kurz vor Ostern Alkohol, Süßigkeiten/Kuchen/Knabberzeug und Fast Food gefastet. Und ich faste auch die Couch 30 Minuten am Tag. Will heißen: Wenn ich mich eigentlich draufsetzen würde, bewege ich erstmal für 30 Minuten meinen Arsch. Und ihr so?

Karneval statt Freitagsfüller

Nee, eigentlich nicht Karneval, sondern „Fasnet“. Das ist die schwäbisch-alemannische Fastnacht, die zur Zeit hier in der Gegend zugange ist. Und als wir letzten Sonntag nach dem Gammelsamstag Hummeln im Hintern hatten, suchten wir uns einen Fasnet-Umzug aus und fuhren einfach mal hin. Unsere Wahl fiel auf den „Ulmzug“ in, Überraschung, ULM! :D

Ulmer Münster

Der „Narrensprung“, wie der Umzug auch genannt wird, bestand aus beachtlichen 102 Gruppen, die dort mitliefen. Nicht nur Fastnachtsvereine, sondern auch etliche Guggenmusikanten waren vor Ort und die gingen richtig gut in die Ohren. Ich liebe diese Musik, denn auch mein brandenburgischer Lieblingskarnevalsverein hat sich das aus der Schweiz abgeguckt und hat schon seit vielen Jahren solche Guggenmusiker.

Narrensprung

Ich war selbst das erste Mal überhaupt bei einem Fastnet-Umzug, bisher hörte ich immer nur davon: Hexen und andere Gestalten mit aufwändig gestalteten Holzmasken ziehen durch die Straßen und spielen den Zuschauern Streiche. Und so war es auch: Da wurden Frisuren zerzaust, Leute mit Stroh eingerieben, Mützen geklaut, es wurde Konfetti in alle Jackenöffnungen gestopft, junge Mädels wurden ein paar Meter mitgezerrt und – ohne Scheiß – Menschen wie Tannenbäume in Netze gehüllt! :)) Es war sehr sehr lustig mit anzusehen, vor allem da sich an MTM und mich keiner rangetraut hat. Nur eine Kapuze voll Konfetti habe ich abgekriegt. :D

Ulmzug

Es war ein lustiger Tagesausflug bei absoluter Arschkälte, aber es gab ja warme Bratwurst und Glühwein und Musik zum Mittanzen. Jetzt überlege ich schon, welchen Umzug wir dieses Wochenende besuchen, ich muss nur noch MTM überreden, dem eine Karnevals-/Faschings-/Fastnachtsveranstaltung im Jahr tendenziell reichen würde. Mir aber nicht. ;)

Ich bin eine Närrin!

Gestern Morgen um 7 setzte ich mich in den Flieger, der mich „heeme“ brachte, zu Mutti und Papa und meinem Lieblingskarnevalsverein. Seit Wochen sind schon die Narren los, sogar in Stuttgart und Umgebung gab und gibt es einige Veranstaltungen. Aber ich blieb diesen fern und freute mich lieber auf dieses verlängerte Wochenende. Es ist zu lange her, schließlich habe ich die Veranstaltungen im November verpasst wegen dieser Blinddarm-OP und auch der bevorstehenden Hochzeit.

Gestern Abend zum „Brigadekarneval“ hatte die Abstinenz eeeendlich ein Ende. Meine Freundin und ich, wir haben’s uns dreckig gegeben und es war ein herrlicher Abend, schon weil WIR endlich wieder zusammen steil gehen konnten. Hach! :D

Meine Freundin ist so irre und besucht die heutige Veranstaltung „Heißer Samstag“ auch. Ich könnte heute keinen Schluck Alkohol runterkriegen, aber sie ist da offenbar nicht so zimperlich. Ich gehe lieber mit einer anderen Freundin zum Griechen und trinke Apfelschorle zu dem ganzen geilen knoblauchgetränkten Futter. Dann wird es mir morgen sicher wieder blendend gehen und am Rosenmontag kann ich den regenerierten Körper wieder zunichte machen. Da geht’s dann nochmal schön ab, ick freu mir! :D

*Tusch*

So, mit diesem Feierabend ist mein Kaaaaaaarnevalsurlaub angebrochen! MTM lasse ich in Stuggi, während ich in meiner Heimat derbe die Sau rauslassen werde! :D Ick freu ma wie bleede!

So und jetzt entschuldigt mich, ich bin hier schließlich mitten in der Einstimmungsphase…

Platt aber glücklich

Leute, ich hatte einen grandiosen Rosenmontagabend! Meine Freundin und ich haben uns die Seele aus dem Leib getanzt, gehottet wie blöde, bebrüllt (sie immer: „Scheiße, ist das GEEEEEIIIIIL!“), völlig exzessiv gefeiert, ehrlich mal. Am Samstag war das nicht ganz so krass, aber da war es auch eine andere Freundin und andere Mucke irgendwie und viel mehr los und daher viel weniger Platz und so… Naja, wie dem auch sei: Ich liebe diesen verdammten Karneval!

Heute dann schön mit besagter Scheiße-ist-das-geil-Freundin abgekeimt und gemeinsam leise gelitten. Wobei es ihr sehr viel schlechter ging, weil die blöde Kuh alles durcheinander in sich reingeschüttet hat. Ich war da irgendwie vernünftiger und eher müde als verkatert. Braves Mädchen. ;)

Kaaaaaarneval!

So, der Urlaub fing hervorragend an. Nix mit Entspannung oder so Schnarchnasenkram! Samstag nach der 5-stündigen Fahrt in die Heimat ab zum Karneval, gestern Weiberkaffeeklatsch, heute wieder Karneval. Zwischendrin noch mit einer alten Freundin heute tagsüber getroffen und über die guten alten Zeiten philosophiert bei Cappu und Spagetthi. Ich komm hier nicht zur Ruhe, aber ich liebe es genau so! Morgen allerdings werde ich wohl mal ein bisschen runterfahren (wird auch nötig sein, ich sag’s gerne noch mal: KAAAAAARNEVAL! :D), ich hab mir jedenfalls vorsorglich nichts vorgenommen.

Nun bin ich schon ganz aufgeregt, weil mich gleich ein verrückter Abend mit meiner Pseudoschwesterfreundin erwartet. Die Nägel sind schon gemacht, nun gehts gleich dem Rest an den Kragen. Und dann wird abgehottet wie bekloppt auf dem hiesigen Rosenmontagsball. Jawoll!

Am Aschermittwoch ist’s vorbei…

Gestern, am Aschermittwoch, war also mal wieder die 5. Jahreszeit beendet. Bisschen schade ist es, finde ich. Vor allem, weil ich für meinen Geschmack ein bisschen zu wenig Karneval hatte diesen Februar. ;) Gut, dafür war ich am Anfang der Saison, im November, ja ganz gut dabei.
Aber es gibt keinen Grund, traurig zu sein, denn nach dem Karneval ist vor dem Karneval. Und die paar Monate lassen sich sicher ganz gut überbrücken. Mit einem bestimmt herrlichen Frühling, einem sicherlich ordentlichen Sommer und hoffentlich wieder einem goldenen Herbst.

Am Rosenmontag feierte ich meinen persönlichen Karnevalsabschluss in der Heimat, und es war natürlich wieder einmal bzw. wie immer grandios. Ich liebe genau diesen Karnevalstag. Da ist nicht zu viel los aufm Saal, aber auch nicht zu wenig. Und weil es die letzte richtige Abendveranstaltung der Saison ist, ist es auch immer ordentlich exzessiv. ;D
Meine Cousine/Freundin und ich hatten also einen wahnsinnig schönen und extrem spaßigen Abend. Perfekt, sozusagen. :)

Am Veilchendienstag startete ich die Regeneration mit einem Mittagessen in einem wunderbaren Restaurant mit der besten Freundin. Sie kriegt ein Baby, weshalb es besonders schade ist, dass man sich kaum noch sieht. So kann ich als Freundin die Entwicklung des Bäuchleins überhaupt nicht mitverfolgen und bin jedesmal beim Wiedersehen total überrascht, wie es schon wieder gewachsen ist.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann mit der Familie und einer anderen guten Freundin.

Gestern ging es morgens nach Dresden für ein kurzes Pläuschchen mit meiner Magister-Leidensgenossin, bevor ich meinen Weg „nach Hause“ antrat. Nun bin ich wieder hier in meinen eigenen 4 Wänden. Mein Freund hat während meiner Abwesenheit freundlicherweise die Wohnzimmermöbel aufgebaut, weshalb es jetzt schon wieder ein bisschen weniger nackig in der Bude aussieht. Nun fehlen nur noch Pflanzen ohne Ende, und natürlich auch noch einiges an Deko. Aber das kommt nach und nach… Ah, und unser Bett sowie der Esstisch und die Stühle lassen auch noch auf sich warten, fällt mir gerade ein. Haben aber gute Übergangslösungen. Also, das ist alles auszuhalten, denn wohnlich haben wir es schon und wir fühlen uns auch nach wie vor sehr wohl hier.