2!

Am Sonntag, den 7. Januar 2018, war es genau zwei Jahre her, dass mein kleines Wurschtgewitter das Licht der Welt erblickte. Zum 1. Geburtstag war ich sehr emotional, das weiß ich noch. So schlimm war es diesmal nicht mehr, nur noch ein bisschen. ;) Im Vorfeld war ich relativ gestresst, bzw. hab ich mich selber unnötig gestresst. Denn letztlich war alles einfach wunderbar, so wie es war:

Am Freitag reisten meine Tante, mein Onkel und meine Mutti an, um übers Wochenende zu bleiben. Wir haben eine klitzekleine Wohnung, aber trotzdem fand jeder einen Platz zum Schlafen und auf die Füße getreten sind wir uns auch nicht. Der Kleine war total glücklich und ausgeglichen, weil einfach immer jemand da war, der sich intensiv mit ihm beschäftigt hat. Am Samstag kam dann auch noch meine Cousine aus Düsseldorf angereist und dann war das Kind völlig im Himmel. Das Vorbereiten des Geburtstages lief Hand in Hand super, denn es war immer jemand fürs Kind da und auch immer jemand, der helfen konnte beim Schnippeln, Aufbauen usw.. Außerdem hatte ich schon im Vorfeld Aufgaben verteilt: Für den geplanten Brunch am Sonntag hatten Tante und Mutti einiges mitgebracht (Klopse, Käsesuppe, Kartoffelsalat, Kuchen) und meine Cousine war für den Geburtstagskuchen verantwortlich. Ab 10:30 Uhr kamen alle anderen Gäste (10 an der Zahl, alles MTMs Verwandtschaft) und bis dahin hatten wir es hingekriegt, alle nacheinander ins Bad zu gehen und das Buffet herzurichten.

Der Kleine schlief am Vorabend extrem spät für seine Verhältnisse ein (erst 22 Uhr), trotzdem erwachte er pünktlich um 6 Uhr an seinem Geburtstag und stürmte sogleich das Wohnzimmer, um allen „Hajo“ (Hallo) zu sagen. :D Dort erwartete ihn sein Geburtstagstisch, der gleichzeitig unser Geschenk war, gemeinsam mit zwei Stühlen. Dazu gab es noch eine Spieluhr und sein eigenes kleines Fotoalbum mit Menschen, die ihm wichtig sind. Als er aber die Kinderküche mit Pizza im Ofen und Gemüse zum Schneiden erblickte, die seine Oma ihm schenkte, war alles vorbei. Das Kind spielte um sein Leben und alle anderen saßen verschlafen herum. :D

IMAG0053

Die große Gästeschar auf engem Raum nahm MTE erstaunlich gut an. Er war den ganzen Tag total entspannt, spielte mit fast jedem mal und genoss einfach, dass sich alle darum rissen. Als ich mich zum Mittagsschlaf mit ihm hinlegte, um ihm mal kurz eine Pause zu verschaffen, war er sehr empört, sackte aber direkt nach seinem Heulanfall zusammen und schlief tief und fest für eine Stunde. Dann konnte es weitergehen mit dem Spielen und Toben und „kochen“. :) Als meine Familie halb 3 die Segel strich, weil sie noch eine lange Fahrt vor sich hatten, kamen meine Emotionen hoch und ich steckte die anderen damit auch noch an. Wir lagen uns beim Abschied heulend in den Armen und ich war so traurig, dass sie schon wieder gehen mussten nach diesem schönen Wochenende. Ja, ist halt manchmal so, muss auch mal raus, der Unmut über die Entfernung…

Die anderen Gäste gingen dann gegen halb 5 und dann ließen wir erst einmal Ruhe einkehren, räumten ein bisschen auf, spielten mit unserem Geburtstagskind und aßen Abendbrot. Der Kleine wurde dann auch bisschen unausstehlich, wie das eben so ist, bei Mama und Papa kann man es rauslassen. ;) Er schlief aber schnell ein und tief und fest durch (ist nicht mehr so alltäglich bei uns seit geraumer Zeit), sodass wir uns auch noch zu zweit bei Sekt und Rumcola besinnen konnten. Was war das eine krasse Zeit für uns, vor zwei Jahren. Wie hat sich unser Leben verändert, in diesen zwei Jahren. Wie sehr lieben wir doch diesen neuen Menschen in unserer Mitte, seit zwei Jahren. ♥

Wir waren uns einig: Es war ein richtig toller 2. Geburtstag und wir sind rundum zufrieden damit. Und unsere Familien sind beide auf ihren Arten bisschen irre, aber beide auch toll. :)

Advertisements

Dezemberliebe

November

Ich hatte ja hier und da schon erwähnt, dass der Dezember von mir sehr geliebt wird und auch recht ereignisreich bei uns ist. Aber erst mal musste das Ende des Novembers ordentlich über die Bühne gebracht werden, denn das war irgendwie auch nicht ohne dieses Jahr. Mein Kind sah seine Mutter 2,5 Tage gar nicht, weil diese ihren Job, städtische Erledigungen, einen abendlichen Friseurtermin und eine Weihnachtsfeier inklusive spontaner Übernachtung bei der Kollegin bewerkstelligen musste wollte. Unterdessen fiel der erste richtige liegenbleibende Schnee – ich war live dabei, auf der Terrasse meiner Kollegin, nachts um 2, in eine Decke eingemurmelt und mit Rotwein und Zigarette in der Hand. (Ich muss einfach in regelmäßigen Abständen eskalieren, sonst wäre ich nicht mehr ich.) Am 30.11. war dann die Wiedersehensfreude bei meinem Sohn und mir groß, als ich ihn aus der Kita abholte; trotzdem gab es Pflichten zu erfüllen statt einen reinen Spielenachmittag. Wir mussten nämlich unsere Abreise am Folgetag vorbereiten und die Bude in Ordnung bringen, Wäsche abnehmen, packen usw..

Dezember

Am 1.12. hatten mein Mann und ich unseren 5. Hochzeitstag. Fünf Jahre! Welche Veränderungen diese kurze Zeit mit sich brachte, geht auf keine Kuhhaut. Wir hatten viele schöne Momente, sind viel gereist, auch mit meinen Eltern, haben ein Kind bekommen und noch ein Familiengeburtstagswunder erlebt! Aber wir haben auch zwei Jahre lang die Krankheit meines Papas mit ihm verkraften und ertragen und ihn dann gehen lassen müssen. Wir haben mit einer Freundin mitgelitten. Und uns durch Startschwierigkeiten als Eltern durchmanövriert.
Ganz unromantisch starteten wir diesen Tag mit einer langen Autofahrt in meine Heimat, zu meiner Mutti. Dort parkten wir das Kind, das sich riesig über das Wiedersehen mit Oma gefreut hat, und gingen schön essen. So wie jedes Jahr an diesem Tag. Und fast jedes Jahr haben wir bisher auch beim gleichen  Gastronom gegessen, so natürlich auch dieses Mal.

Der 2.12. verlief sehr chillig, wir haben den Tag recht gemütlich verbracht zusammen mit meiner Mutti und dem Kleinen und sind dann nachmittags auf einen Dorfweihnachtsmarkt hier um die Ecke gegangen. Das lief nicht so geil (Kind machte unseren Erwartungen einen Strich durch die Rechnung, wie immer ;)), aber das ist nun nicht der Rede wert. Am Abend ging ich mit meinen Freundinnen in unsere Provinzdisse zur Schlager-Party, um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Die Stimmung war irgendwie nicht sehr  berauschend, aber es wurde dann um 0 Uhr besser, als ich mit einer DJ-Durchsage und einem Song von Roxette überrascht wurde. Bei der folgenden 90er-Runde machten die ganzen Schlagerfreunde am Rand lange Gesichter, aber 5 von uns tanzten fröhlich, auch wenn wir die Einzigen auf der Tanzfläche waren. ;) Um 4 Uhr war ich dann im Bett und halb 8 war ich wieder wach, weil mein Kind zwar bei Oma im Zimmer geschlafen hat, aber trotzdem wach und laut war und zu „Maaamaaa“ wollte. ;)
Nun war ich an diesem 3.12., meinem 35. Geburtstag, ein wenig müde, aber nicht unleidlich. Wir verbrachten einen entspannten Vormittag, gingen mittags dann essen und fuhren weiter nach Berlin. Denn dort wartete mein Geburtstagszwilling auf mich, mein „Pseudoneffe“ (Kind von meiner Großcousine, aber wir tun einfach so als wären unsere Kinder Cousins und damit unsere Neffen). Er wurde ein Jahr alt und da durften wir natürlich nicht fehlen bei dem Geburtstagsfest! Und es war so praktisch, denn ich hab auch gleich mein Geburtstagsfamilienkaffeekränzchen gekriegt. :) Am Abend kamen noch meine Tante und mein Onkel vorbei und wir saßen beisammen und vernichteten ein paar Flaschen Lieblingssekt. Es war ein schöner Geburtstag! ♥
Der 4.12. wurde auch erst mal ruhig angegangen und am Nachmittag machten mein Mann und ich uns dann auf den Weg in meine Herzensstadt: Dresden. Wir besuchten zwei Weihnachtsmärkte, zuerst den an der Frauenkirche, dann natürlich den Striezelmarkt. Es waren schöne und äußerst leckere Stunden und ich habe sogar noch ein ungeplantes Weihnachtsgeschenk gekauft. Für mich. :)

Heute ist nun endlich mal Zeit zum Runterkommen und Bloggen und natürlich auch Stiefelputzen, aber leider auch zum Kofferpacken. Morgen früh reisen wir wieder ab nach Stuttgart,  nachdem wir uns über die Gaben vom Nikolaus gefreut haben. Und dann geht’s für mich abends schon wieder weiter, zum Konzert, und ich bereue es ein bisschen, dass ich da zugestimmt habe. Mit 35 scheint man dann doch auch mal die Nase voll zu haben von dem ganzen Trubel und will nur noch auf die Couch. Naja, ich werd’s überleben. ;)

Undankbarer Job

Jetzt hat es mich auch erwischt, wovon einige Freundinnen mir schon berichteten: Papa ist der Held und Mama ist die olle Pissnelke, die ständig „nein“ sagt und statt permanenter Entertainer zu sein, auch unverschämterweise mal damit zu tun hat den Alltag in geregelten Bahnen zu halten. Und wenn Papa nicht der Held ist, ist es Oma. Mama ist aber irgendwie aus der Mode gekommen in letzter Zeit. Wenn Mama z.B. mit dem Söhnchen in der Wanne sitzt und Papa/Oma mal kurz reinkommt und wieder geht, brüllt der kleine Teufel los wie verrückt. „Papa daaa!“ „Oma daaa!“ Hallo? Mama ist doch da, hömma, zählt das nichts? Oder, wenn abends zu dritt noch ein Buch gelesen wird und Mama es dann wagt, das Kind ins Bett bringen zu wollen, inklusive Dazulegen und Händchenhalten (ja, das macht Mama natürlich, damit das Kind sich behütet und geborgen fühlt). „Neeeeein! Papaaaaa! Heulheulheul.“ Oder, wenn Mama samstags mit dem Kind rausgehen will und der Papa zu Hause bleibt. „Nein! Papaaaaaa! Papa daaa!“ Ey. Wie soll man da noch verständnisvoll und cool reagieren (macht man so heutzutage), wie soll man da nicht genervt sein bei so einem Theater ständig? Übrigens hat später am selben Tag der Papa auch gemeinsam mit dem Kind die Wohnung verlassen und Mama blieb zu Hause. Kind hat fröhlich gewunken. Und tschüss.

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die gerne panisch reagiert. Schwarzmalerisch auch zuweilen. Ich sehe schon eine total kaputte Mutter-Kind-Beziehung vor meinem inneren Auge. Habe ein schlechtes Gewissen und denke an Entfremdung, weil das Kind 3 Tage in der Woche morgens nur den Papa sieht. Denke, dass der Papa ihn vielleicht zu oft abends ins Bett bringt (wir wechseln uns ab). Dass er zu oft mit Papa coole Ausflüge macht und mit mir nur die Alltagsbewältigung mitkriegt. Möchte mich vielleicht irgendjemand freundlicherweise ein bisschen beruhigen und mir ein paar einleuchtende Erklärungsversuche präsentieren? Danke.

Und zum Kompott hab ich jetzt drei völlig vollgepackte Tage und kriege mein Kind gar nicht zu Gesicht: Morgen früh bin ich wahrscheinlich auf dem Weg zur Arbeit, wenn er erwacht. Mein Mann holt den Kleinen ab, während ich ein paar Erledigungen mache und abends zum Friseur gehe. Wenn ich nach Hause komme, pennt das Kind. Mittwochs fahre ich auch zur Arbeit und lasse den Kleinen nachmittags von einer Tante abholen und hüten, bis der Papa kommt. Denn ich hab nach der Arbeit Weihnachtsfeier. Da komme ich auch erst sonstwann nach Hause. Am Donnerstag gehts morgens wieder superfrüh los zur Arbeit, und am Nachmittag hole ich den Kleinen wieder selbst ab. Wahrscheinlich hält er mich dann nur noch für irgendeine flüchtige Bekannte und weigert sich, mitzugehen. ;)

Er plus ich minus Kind

Unser Kleiner soll Mitte Dezember zum ersten Mal bei MTMs Tante übernachten, weil wir zu einer Feier gehen und nicht zu Hause schlafen werden. Da sein letzter Tag allein mit der Tante schon eine Weile her ist, hat sie sich gestern dazu bereit erklärt, den Tag mit ihm zu verbringen. Die Probe aufs Exempel sozusagen. :) Die beiden verstanden sich natürlich prima und wir konnten so mit gutem Gewissen von 10 bis 18 Uhr einen Paartag machen. Und dieser war einfach so wunderbar, weil wir keine Pläne hatten und uns einfach treiben ließen:

Nach zwei kurzen Erledigungen fuhren wir spontan ins VfB-Restaurant beim Stadion, weil wir unbedingt Schnitzel essen und dort sowieso schon lange mal einkehren wollten. Es hat sich gelohnt und wir waren ganz überrascht, dass uns mal eine spontane Entscheidung wirklich geglückt ist. Das passiert echt nicht so oft.
Nach dem Mittagessen fuhren wir in die Stadt, genauer gesagt den Stuttgarter Westen. Dort schlenderten wir umher und fanden ein klitzekleines, sehr alternatives Café, in das wir uns für einen Verdauungskaffee setzten. Dann war noch ein Verdauungsspaziergang in die Innenstadt angesagt und dort angekommen, bummelten wir ein bisschen herum und hatten tatsächlich wieder Glück mit spontanen Eingebungen. So fanden wir ein paar praktische Sachen für den Kleinen, an deren Existenz wir nach bisher vergeblicher Suche schon gezweifelt hatten. Manchmal lohnt sich dann doch die Recherche in den Läden, statt nur im Internet.
Weiter ging unser Spaziergang durch die Stadt auf der Suche nach Glühwein, worauf ich plötzlich richtig Appetit hatte. Nun, hier wurde ich leider enttäuscht, aber so wild ist das dann auch nicht. Stattdessen stellten wir erstaunt fest, dass ein Bauprojekt abgeschlossen und das Ergebnis richtig toll geworden war. Im neuen Dorotheen-Quartier werden wir zwar nicht shoppen gehen, weil die Läden zu luxuriös sind, aber das Flanieren dort war trotzdem schön. Es machte hungrig auf ein „süßes Stückle“ (die Schwaben, süß wa?!), was wir uns bei einem uralten Traditionsbäcker besorgten. Und dann wurde es auch Zeit, den Stadtrundgang zu beenden, denn wir wollten noch ein bisschen Zeit bei Bier und Wein in unserem geliebten Palast der Republik verbringen. Was? Schon nachmittags? Klar, abends ging ja nicht. ;) Es war total schön, zusammenzusitzen, zu quatschen und zu lachen. Da hat mir dann die Bahnfahrt zurück nicht mal mehr was ausgemacht, obwohl mir Bahnfahren wirklich ganz akut auf den Wecker geht.
Unser Kind empfing uns fröhlich und vor allem schon total „abgefertigt“, sogar Abendbrot hatte er schon gegessen. Wir mussten nur noch nach Hause fahren, ihn bisschen waschen, bisschen schmusen und ihn dann ins Bett bringen. Wir machten dann zu zweit noch ein wenig weiter mit Bier und Wein und der Glotze. Und nun sind wir auch optimistischer, was des Kindes Übernachtung bei jener Tante angeht. :)

Jetzt isser wohl endgültig angekommen

Das wird nun vermutlich der letzte Kita-Eintrag, zumindest was die Eingewöhnung angeht. ;) Denn, am gestrigen Mittwoch ist es erstmalig geschehen: Das Kind hat nicht geweint morgens, als ich gegangen bin. Er war ja schon gut eingewöhnt, machte alles super mit, weinte nicht mehr im Laufe des Tages, aber morgens, da hatte er schon noch ein bisschen Herzschmerz. Das scheint nun vorbei zu sein und es fühlt sich so gut an. Denn er hat eindeutig die Kita in seiner täglichen Routine akzeptiert, fühlt sich wohl, hat Spaß. Auch wenn es sehr schwer war, ist es gut, dass er anfangs so doll geweint hat. Es musste einfach auch raus, es musste verarbeitet werden, das muss man ihm (und mir) doch auch zugestehen. So hat er in gewisser Weise auch das Tempo mitbestimmt und im Endeffekt sind wir jetzt alle schlauer: Es wird alles gut, es braucht nur seine Zeit und die entsprechende Geduld dazu.
Gestern hat er schon noch ein bisschen das Gesicht verzogen und Anstalten gemacht, loszuweinen, ich denke auch ein bisschen aus Gewohnheit. Aber er hat es nicht getan, hat sich gleich ablenken lassen und einfach akzeptiert, dass er nun dort ohne mich ist.

Heute kam seine kleine Freundin, vor der er bis vor kurzem noch solche Angst hatte, um die Ecke, als ich ihm gerade die Hausschuhe anzog. Sie war gestern nicht da. Er sah sie und erstrahlte! Er freute sich so sie zu sehen, nahm sie an die Hand und lief davon. Ohne sich nach mir umzudrehen. „Tschüss“ und Küsschen und alles hab ich ihm hinterhergeworfen, aber das brachte heute wohl nur mir etwas. ;)

1 Woche „heeme“

Wir haben Urlaub. Also, MTM hat Urlaub, da ich ja (noch) nicht wieder in Lohn und Brot stehe. Aber für mich ist das auch Urlaub, wenn ich tagsüber nicht mehr allein verantwortlich für den kleinen Pups bin. Und da wir die erste Urlaubswoche auch noch in  meiner Heimat, bei meiner Mutti, verbrachten, war es gleich noch mal mehr wie Urlaub für mich. Da brauche ich dann fast nix machen, Pups‘ Omi kümmert sich liebend gern um frische Windeln, Schlafenlegen, Baden, Bücher angucken, Spazieren usw. usf.. :) Nur am ersten Tag nach unserer Ankunft musste MTM nochmal als alleiniger Babysitter herhalten, ansonsten konnten wir uns entweder zu zweit oder doch zusammen in Familie eine schöne Zeit machen:

Freitag, 11.8.17
Tagsüber war erst einmal ausruhen angesagt, schließlich hatten wir eine schreckliche Nachtfahrt mit 2 Stunden Stau und Ankunft kurz nach 3 Uhr morgens hinter uns. Und für den Abend musste zumindest ich fit sein, denn es ging zum drölfzigsten Mal mit meiner Mutti, Tante und meinen Cousinen zu unserer geliebten Kaisermania ans Dresdner Elbufer. ♥


Samstag, 12.8.17 & Sonntag, 13.8.17
Beide Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit meiner Freundin, die wir am Samstag feierten und am Sonntag verkrafteten. ;) Das Frühstücken und Aufräumen am nächsten Morgen/Mittag war aber auch noch lustig, erst am frühen Abend waren wir wieder zu Hause bei meiner Mutti und unserem Kind.

Montag, 14.8.17
MTMs 37. Geburtstag! Wir hatten einen ruhigen Vormittag und nach dem Mittagsschlaf des Kleinen besuchten wir gemeinsam mit meinem Onkel meine Tante bei der Reha. Dort war die Wiedersehensfreude groß, wir spazierten ein Stück, versuchten mit dem Kleinen Schritt zu halten und gingen sehr lecker italienisch essen. Am Abend gab es noch einen kleinen Umtrunk ganz in Familie auf der Terrasse, während das Kindchen friedlich schlief.


Dienstag, 15.8.17
Wir hatten einen kompletten Tag in Dresden mit meiner Cousine, ihrem Mann und ihrem Baby-Söhnchen vor uns, auf den wir uns sehr freuten. Nach anfänglicher Fremdelei und der üblichen Baby-Kleinkind-Angst wurde unser Kleiner dann auch endgültig warm mit allen Beteiligten, was einfach total schön anzusehen war. Wir trafen uns morgens in der Dresdner Neustadt auf einen leckeren Kaffee und ließen uns danach für ein ausgiebiges Picknick und den Mittagsschlaf der Kinder im Großen Garten nieder. Dann trennten sich unsere Wege nach Geschlechtern: Die Jungs gingen in den Zoo, wir zwei Mädels gingen zu einer Stadtführung. Nach einer Stunde seilten wir uns von dieser mit einer Ausrede ab, weil uns an diesem heißen Tag ein kühles Radler und vor allem ein wenig Zeit zu zweit zum Quatschen plötzlich sehr viel attraktiver erschienen. Erst um 18:30 Uhr verließen wir Dresden, ich ging gleich im Anschluss zu meinem bei jedem Heimataufenthalt obligatorischen „Hühnertreffen“ und MTM ließ sich bei dem Mann einer meiner Hühner mit ein paar Bier im Schlepptau nieder. Das Kindchen blieb gerne bei „Ama“ (=Oma♥).


Mittwoch, 16.8.17
Der Tag begann sehr regnerisch und grau, aber trotzdem erfüllte mein Mann seine Schwiegersohn-Pflichten und ackerte bis nachmittags im Garten (Hecken schneiden, Sträucher absägen & Co.). Am Vormittag fuhren Mutti, Kindchen und ich mal ins neue Outletcenter, um für den Kleinen Klamotten zu kaufen. Im Buchladen besorgte ich noch ein Geschenk und natürlich auch ein Buch für das Kind, davon kriegt er nie genug. Nach dem Mittagsschlaf „half“ auch er dann mit im Garten, denn ganz unerwartet kam die Sonne doch noch raus. Den trockenen Abend nutzten MTM und ich dann noch einmal für uns, denn so schnell werden wir demnächst keinen abendlichen Babysitter haben. Wir besuchten meine Hühnerfreundin und ihren Mann, mit dem MTM schon am Vortag das Vergnügen hatte. Wir hatten einen herrlichen Terrassenabend und mussten uns für die Rückfahrt ein Taxi nehmen. ;)

Donnerstag, 17.8.17
Erstmal passierte nicht viel bei uns. Meine Mutti hat uns diesmal ein richtiges Ausschlafen gegönnt. Sie schlief die ganze Woche zusammen im Zimmer mit unserem Sohn und wir alleine im Schlafzimmer. Aber diesmal ließ sie ihn uns nicht mal um 7:30 Uhr wecken und bestand auch nicht auf ein gemeinsames Frühstück. Das war sehr lieb und uns wirklich nicht unrecht nach dem vorangegangenen Abend. ;) Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam in die nächste Stadt in ein hochgelobtes Eiscafé, und das Kind bekam seinen ersten eigenen Eisbecher. Natürlich von mir zusammengestellt, eine Kugel Eis und Erdbeeren. Ich fand jetzt nicht, dass bei dem geilen Eisgenuss noch Sahne und Smarties und wasweißichnochalles mit drauf mussten, wo er doch gerade erst diese süßen Geschmäcker kennenlernt. Und schließlich bekam er auch ein wenig Sahne vom Papa ab. ;) Abends machten wir ein spontanes Grillerchen auf der Terrasse. Wir zauberten aus ein paar Bratwürsten und den vorhandenen Resten im Kühlschrank ein echt schönes Abendessen.

Und damit hatten wir auch einen schönen Heimaturlaubsabschluss. Am Freitag machten wir uns wieder auf den Weg nach Stuttgart, leider. Ich werde wirklich immer wehmütiger, mit jedem Mal. Wahrscheinlich auch, weil ich bald wieder arbeite und dann nicht mehr so frei längere Heimataufenthalte planen kann. Hilft eigentlich nur ein Umzug, aber wer weiß ob und wann dieser Fall eintritt.

Das Wochenende verbrachten wir recht unspektakulär, denn eigentlich sind wir schon wieder auf dem Sprung. Morgen geht es noch ein paar Tage in die andere Richtung in den Urlaub: MTM bekam von mir 4 Tage am Bodensee geschenkt. Wir freuen uns schon!

Papas Linseneintopf

Mein Papa hat in unserem Leben eine große Lücke hinterlassen, die sich niemals schließen wird, niemals. Manchmal habe ich Momente, da kann ich es auf einmal wieder nicht fassen, was ihm und unserer Familie widerfahren ist. So ein Moment ist gerade, und das ist auch genau der richtige Moment, um meinem Papa hier zu gedenken. Ja, mit einem banalen Rezept. Warum nicht? Wir alle denken ständig an ihn, in jeder Situation, und vor allem in Situationen, die uns dann echt traurig machen. Aber wenn ich Linseneintopf esse, der nach seinem Rezept gekocht ist, dann muss ich mit einem Lächeln an ihn denken. Gut, gerade beim Schreiben jetzt, ist mir gar nicht nach lächeln zumute. Aber so ist es eben, das gehört dazu zum Vermissen und Trauern, wenn man den Menschen so geliebt hat, wie ich meinen Papa geliebt hab.

Zutaten:
1 Stk. Kasseler, 2 Knacker, Suppengrün, 1 Packung Tellerlinsen, Kartoffeln, 1 Zwiebel

Zubereitung:
Den Kasseler mit dem Suppengrün (gewaschen, ungeschnitten) und der Zwiebel (geschält, ungeschnitten) weich kochen. Alles aus der Brühe herausnehmen und die Linsen darin kochen bis sie weich sind. Nebenher ein paar geschälte Kartoffeln in Stückchen bissfest kochen. Die Linsen schon beim Kochen abschmecken mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker. Zum Schluss noch kurz die Knacker in Scheiben mitkochen lassen. Wenn die Linsen weich sind (bei mir sind sie bissfest, ich mag das so), werden das kleingeschnittene Kasselerfleisch sowie die Möhren vom Suppengrün in Scheibchen dazugegegben. Fertig. Mein Papa hatte das ganze noch ein bisschen angedickt mit einer sogenannten „Mehlanbrenne“. Das habe ich aber gelassen, weil es als klarer Eintopf auch lecker und dann nicht ganz so schwer und fettig ist.

So, das war eine typische Beschreibung nach Bellona-Art. Wir sind ja hier nicht bei Chefkoch.de. ;) Und mein Kind liebt dieses Gericht heiß und innig, letztens hat er richtig irre gelacht, als er das vorgesetzt bekam. :D Mein Papa würde vor Stolz platzen!

Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Ostsee – Tag 5

31. Mai 2017. Es wäre Papas 60. Geburtstag gewesen. Wir wollten uns diesen besonderen Tag schön machen und fuhren, wie auch letztes Jahr zu seinem Geburtstag, nach Rövershagen in Karls Erlebnisdorf. Das hätte ihm gefallen!

Nach dem leckeren Mittagessen dort bummelten und shoppten Mutti und ich erstmal ausgiebig und MTM und MTE erkundeten alles, was innen spannend für Kinder war. Der Kleine machte ganz gut mit, er war ja dauerbeschäftigt, und das ist wirklich ein großer Vorteil, den sein Vater mitbringt: Geduld und Entdeckerfreude, auch mit 36 Jahren! :)

Später verschlug es uns nach draußen, dort hatten wir im letzten Jahr schon festgestellt, dass das richtig geil für den Kleinen wird, wenn er laufen kann und das alles auch mitkriegt. Und so war es auch.

DSC03842.JPG

Wir streichelten Ziegen, er rannte von einer zur anderen wie von Sinnen und machte „ei“, bis er auf die Idee kam, an ihren Schwänzen zu ziehen. Ich konnte ihn gerade noch so vor einer Attacke einer angepissten Ziege retten! Wir fuhren auch mit der Traktorbahn und das Kind lenkte schön konzentriert das Gefährt. Wir hatten einfach alle einen schönen und entspannten Tag dort, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Als wir wieder in Kühlungsborn waren, liefen wir an der Strandpromenade entlang, um ein schönes Restaurant für das Abendessen zu finden.

DSC03909

Es verschlug uns ins „Wolkenlos“, wo wir, ganz dem Anlass entsprechend, ein exzellentes Mal genießen konnten. Und was mich restlos überzeugte, war das Kindergericht für den Kleinen! In den meisten Gaststätten stellten wir selbst etwas zusammen (Kartoffeln mit Gemüse und/oder Fisch, Kartoffeln mit Quark, sowas halt), weil mir Pommes rot-weiß oder Spagetthi (Sauerei hoch 10!) einfach nicht recht waren. Hier aber bekam das Kind lila Kartoffelbrei, knackiges Gemüse und ganz zarte Hähnchenbrust – ganz frisch zubereitet. Er hat reingehauen wie Kroll’s Hund (sagt man bei uns so) und uns lief eigentlich auch allen ein bisschen das Wasser im Mund zusammen, so gut sah das aus. :)

Genau wie im letzten Jahr erwarteten wir noch meine Tante, meinen Onkel und meine Cousine, die die Hälfte unserer Urlaubswoche auch in jenem Appatementhaus und mit uns verbrachten. Sie kamen ins Restaurant und lösten uns direkt ab, um auch noch was zu essen. Mutti blieb mit dort und MTM und ich gingen mit dem Kleinen nach Hause, um ihn ins Bett zu bringen und auch noch ein bisschen die Zweisamkeit zu genießen. Der Abend wurde nämlich dann noch trubelig, als die ganze Familie zusammen in unserer Ferienwohnung hockte, die Männer quatschten und die Frauen kniffelten. Schön war es und genau richtig, um den Tag zu feiern, an dem vor 60 Jahren ein ganz wundervoller Mensch geboren wurde. ♥