Schon bessere Ideen gehabt

Gestern hatten wir ja einen Feiertag (Fronleichnam), also war MTM zu Hause. Morgens sind wir wie immer mit den Hühnern aufgestanden, weil das Kind einfach gnadenlos ist, wenn es kurz nach 5 Uhr wach ist. :) Wir entschieden, vormittags was in Familie zu unternehmen und nachmittags getrennte Wege zu gehen, weil ich noch die Koffer für den Kleinen und mich packen musste. Da wir beide Dauerkarten für die Wilhelma, den Stuttgarter Zoo, haben und meine Karte erst ein einziges Mal zum Einsatz kam, schlug ich also einen Vormittag und ein Mittagessen im Zoo vor. Kack Idee. Es war sowas von heiß, die Sonne bretterte gnadenlos runter, es waren natürlich Unmengen von Zoobesuchern vor Ort (Feiertag plus Ferien in Stuttgart, Parkhaus halb 10 schon fast voll, kannste echt knicken) und das Kind war fast durchweg grätig weil müde, schwitzend, überfordert von den Menschen, was weiß ich. Je grätiger das Kind wurde, desto angepisster wurden auch wir. Als die Zeit endlich reif fürs Mittagessen war, ließen wir uns nieder und gönnten uns ein Kantinenessen für 30€. Wasser hatten wir auch vergessen, außer für den Kleinen, da mussten auch noch mal 5€ für zwei kleine Glasflaschen liegenbleiben. Was wir durch die Dauerkarten gespart hatten, haben wir so wieder zunichte gemacht. Als wir endlich im klimatisierten Auto saßen und das Kind fast sofort einschlief, resümierten wir den Vormittag, stellten fest dass wir keinen einzigen schönen Moment hatten (hab dann aber noch ein Bild gefunden worauf der Kleine sich freut, immerhin) und lernten für die Zukunft:

Keine Aktivitäten bei Hitze, außer rumliegen/baden/chillen.

Im Zoo nur noch picknicken mit mitgebrachtem Futter.

Für jeden eine Trinkflasche für unterwegs kaufen und immer befüllt mitnehmen.

Feiertage/Sonntage/Ferien sind einfach kacke im Ballungsraum, weil alle gängigen Anlaufpunkte für Unternehmungen überfüllt sind und wir Drei offenbar Menschen hassen. ;)

Ich war dann echt ein wenig traurig; so richtig hinnehmen konnte ich nicht, dass die Hälfte des Tages so wenig erinnernswert war. Als das Kindchen im Auto schlief, entschieden wir spontan, die Schlafenszeit für eine Fahrt nach „nebenan“ zu nutzen –  auf einen schönen Eisbecher im schönen Ludwigsburg. Und das war dann wieder eine der besseren Ideen. ;) Wir saßen in einem tollen Eiscafé im Schatten, blickten auf den Marktplatz, aßen köstliches Eis und hatten uns alle wieder lieb. So wurde unser „Angrillen 2017“ abends auf dem Balkon auch total schön – der Kleine futterte wie ein Scheunendrescher und uns schmeckte es ebenfalls ganz hervorragend. Das Packen hab ich dann so nebenher erledigt, damit der Kleine und ich heute Morgen schön früh starten konnten. Wohin? Na, schon wieder in meine Heimat, zu meiner Mutti und seiner Omi. ♥

 

 

Abriss: Ostertage / Heimatwoche

Blogmäßig war ich die letzten Tage ja ordentlich ausgeknockt. Freunde und Familie dürfen nicht zu kurz kommen, wenn ich in der Heimat bin. Also kommen andere Hobbys zu kurz, damit kann ich leben. Auch wenn ich in unserem schönen Gemeinschaftsblog der Ex-Blog.de-Blogger so viel verpasst habe. Da ist ganz schön was los zur Zeit (guckt ruhig mal rein), und ich kriege alles gerade nur am Rande mit. Doch erst einmal möchte ich meinen eigenen kleinen, geliebten Blog auf den neuesten Stand bringen, wenn auch nur mit einem kurzen und prägnanten Abriss. ;)

Zeit zu zweit: Restaurantbesuch zum Abendessen mit MTM; ruhige Nächte durch Zimmertausch mit meiner Mutti.
Familienoverkill: Karfreitagskaffee; Karfreitagsfeuer im Garten; Grillen am Samstag; Ostersonntagsbrunch bis nachmittags.
Party: Erster Besuch der heimatlichen Provinzdisse seit 2,5 Jahren (schräg).
Küchenfreuden: Täglich gemeinsam frühstücken und mittagessen mit Mutti, MTM und MTE; Muttis überraschende Kochkünste genießen (Spargel mit Schnitzel, Sauerbraten und DDR-Kindergartennudeln – ein Traum!); selbst die Familie verköstigen und gelobt werden.
Zeit für Freunde: Sechsstündiges Frühstück mit der Hühnergruppe; Samstagsfeuer bei einer Freundin; Familientreffen mit einer anderen Freundin; mit Letzterer noch ein Ewig-nicht-gesehen-Abend zu zweit von 18 bis 3 Uhr nachts (Sie redet wie ein Maschinengewehr und ich bin auch nicht ohne. :D).
Schönes mit Kind: Total spaßiges Radfahren mit Kind vorne im Sitz; Schaukel und Sandkasten ausprobieren; ständig Spielbesuch bekommen; mit Matschsachen den Garten unsicher machen; eeendlich Laufenlernen (sooo süß!).
Es ist nicht immer alles blumig: Lange Autofahrten mit dem Kleinen sind auch nicht mehr das was sie mal waren; mehrmals in den Regen/Hagel gekommen; Feiertagsstress ohne Familienfoto aber mit Tränen; Trotz- und Wutphasen des Kindes vom Feinsten; „aggressive Grundstimmung“ (O-Ton MTM) auch bei den zwei weiblichen Erwachsenen im Haus vertreten; Papa fehlt nun fast schon ein Jahr.

Die sieben Heimattage vergingen wie im Flug, wie immer. Ich freue mich, trotz des letzten Punktes, auf die nächste gemeinsame Zeit mit meiner kleinen Familie und meiner Mutti, dann sogar an der wundervollen Ostsee. Man kann immer etwas besser machen und was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren. ♥

Silvesterchillen

MTM und ich hatten ja schon drei Silvesterabende nur zu zweit, weil wir einfach keinen Bock auf großes Halligalli (und die elende Planerei im Vorfeld) hatten. Wir haben es jedes Mal sehr genossen, auch letztes Jahr, als ich hochschwanger war und der Geburtstermin (1.1.) direkt vor der Tür stand. Ich war allerdings scheiße erkältet und wäre am liebsten schon vor 24 Uhr ins Bett gegangen, das weiß ich noch. :)
Mir macht es generell nichts aus, zu Silvester nicht groß zu feiern. Deshalb finde ich es auch nicht tragisch, dass ich nun mit Kind erst recht nicht mehr groß dazu kommen werde. Ich freue mich vielmehr drauf, irgendwann mit dem Kleinen zu feiern, ihm zu erlauben, so lange wach zu bleiben und dann mit ihm das Feuerwerk anzugucken.
Wir sind seit Weihnachten in meiner Heimat und planten zum Jahreswechsel einen Raclette-Abend zu zwei ein, da meine Mutti bis 22 Uhr arbeiten musste. Es ergab sich dann, dass noch Tante, Onkel, Cousine und ihr Freund sich einklinkten. Es wurde ein gemütlicher, schöner, stressfreier Abend, so wie ich das mag. :) Wir haben lecker gespeist, bisschen gespielt, bisschen getrunken und mit Mutti eine Rakete für Papa in den Himmel geschossen. Unser Sohn hat uns machen lassen und alles verpennt, was für mich unglaublich ist, da die Knallerei auf den Straßen auch im Haus zu hören war, aber wie!

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Chillig ins neue Jahr starten – ich kann das nur empfehlen. :)

Urbaner Jahresabschluss

Berlin – Hamburg – Berlin

Nach den sehr familiären und recht ruhigen Weihnachtsfeiertagen ging es Schlag auf Schlag wieder los. Ich hab ja keine richtige Ruhe, wenn ich in meiner Heimat bin. Ich bin immer ganz schön verplant, weil ich einfach nicht anders kann. Zur Ruhe komme ich eher in Stuttgart, aber hier will ich jeden sehen, der mir wichtig ist, und ich will natürlich auch ein paar Sachen machen, die man ohne Babysitter nicht machen kann.
Am 27.12. verschlug es meine Mutti, meine Tante, meine zwei Cousinchen und mich nach Berlin. Ja, hier vom Brandenburger Land aus geht’s ratz fatz in die Großstadt, muss man nicht drauf verzichten. ;) Wir besuchten zunächst den kleinen neuen Erdenbürger, der an meinem Geburtstag zur Welt kam. Und dann ging es schon weiter, mit richtiger Kultur! Wir besuchten die „Märchenhütte“ in Berlin-Mitte. Man stelle sich mitten in der Großstadt eine urige Holzhütte vor, in der Märchen von Theaterschauspielern modern interpretiert aufgeführt werden. Das war schon was Besonderes, und unsere „Prinzessinnengruppe“ (ein Name, der aus WhatsApp entstand) war mal einheitlich unterwegs auf Weibertour, das fand ich schön.
Den 29.12. verbrachte ich dann ohne Anhang in Hamburg. Richtig, vom Brandenburger Land aus ist diese Großstadt nun nicht sooo schnell zu erreichen, aber immerhin schneller als von Stuttgart aus. Und ich hatte ja meinen Mann und meine Mutti, in deren liebevollen Händen ich mein Kind wusste. So konnte ich frühmorgens im Dunkeln ins Auto steigen, die Musik laut aufdrehen und losdüsen. In 4 Stunden war ich bei meiner Freundin und ihrer kleinen Tochter, die ebenfalls erst kürzlich zur Welt kam. Wir hatten quasi einen Mädelstag, der uns allen sowas von gut tat! Doch wie immer verging die Zeit viel zu schnell; um 20 Uhr fuhr ich wieder zurück zu meinen Lieben.
Schließlich war heute schon das nächste Abenteuer angesagt: Diesmal fuhr ich mit meiner kleinen Familie nochmals nach Berlin, denn mein kleiner Geburtstagszwilling ist schließlich auch der Großgroßcousin meines Sohnes (der Einfachheit halber haben meine Großcousine und ich entschieden, dass die beiden für uns Cousins sind, so wie wir uns immer schon als Cousinen bezeichnen)! Erstmalig trafen wir also alle als Mütter/Väter/Cousins aufeinander und hatten natürlich einen schönen Tag zusammen. Ich bin ganz selig, weil ich das Würmchen friedlich schlafend im Arm hielt und mich so sehr zurückversetzt fühlte zum letzten Januar. Gleichwohl ich nicht glauben kann, dass mein Sohn echt auch mal so winzig war.

Endjahresstimmung

Nun ist morgen schon der letzte Tag des Jahres. Ich kann’s irgendwie nicht fassen. Das Jahr bezeichnen viele Menschen in den sozialen Netzwerken als Katastrophe. Menschlich gesehen ist das sicherlich so, aber diese ganze Scheiße in der Welt passiert doch nicht nach Jahren, die passiert SEIT Jahren. Und wenn mir jetzt einer kommt mit den ganzen berühmten Persönlichkeiten, die in diesem Jahr starben, dann kann ich mir gerade noch folgendes abverlangen: ‚Ja. Krass, so geballt.‘ Aber deshalb ist dieses Jahr gewiss kein beschissenes für mich, die ich weder Mutter noch Kind noch Freundin von einem der Verstorbenen war. Ich bin Kind eines in diesem Jahr Verstorbenen und das ist eine tiefe Trauer, die ich doch für keine mir fremde Person empfinden kann, nur weil sie berühmt ist. Und auch wenn ich im Jahr 2016 meinen Papa verloren habe und mir dieser Verlust mein Herz zerrissen hat, so kann ich dem Jahr doch trotzdem nicht die Schuld geben?! Eine Beschwerde über dieses Jahr kommt mir schon gar nicht über die Lippen, hat es mir doch nicht nur einen Menschen genommen, sondern auch Menschen geschenkt?! Mein Sohn ist geboren. Und der Sohn meiner Cousine ist geboren. Und die Tochter meiner Freundin ist geboren. Wir hatten schöne Erlebnisse und Zeiten mit Famlie und Freunden. Wir haben unser Kind wachsen und gedeihen sehen. Wir haben so viel geweint aber auch so viel gelacht. Wir haben uns!

Zu guter Letzt: Eine Tradition hier in meinem Blog ist es, meine Jahresleseliste zu präsentieren. Wenn man sich die letzten Jahre so anschaut (2015, 2014, 2013, 2012, 2011) und mit dem heutigen Bücherlistenfoto vergleicht, ist die große Veränderung in meinem Leben ganz deutlich zu erkennen. Ein Kind verändert einfach alles, nicht nur Bücherlisten. :) (Häkchen bei „Honigtot“ bitte denken, das Buch habe ich noch geschafft dank des Heimataufenthalts und vieler Vollbäder.)

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Ich wünsche euch, lieben Lesern und Blogfreunden, einen schönen Jahresausklang, ganz wie ihr ihn euch vorstellt. Rutscht gut rein und macht das Beste aus 2017, das Leben ist zu kurz um zu hadern und zu grummeln und für Pessimismus erst recht.

Das erste Weihnachten…

…ohne meinen Papa aber mit meinem Sohn. Es waren schöne Tage. Und anstrengende Tage. Das „Baby“ forderte uns alle eigentlich unentwegt, sodass hier wenig Raum war zum Nachdenken. So war es gut – auch wenn mein Kind plötzlich extrem fremdelt, auch bei altbekannten Gesichtern, und das immer mal wieder mit urplötzlich auftretenden Schreiattacken mitteilt, da muss nur ein Lachen besonders laut und irritierend für ihn sein. Komisch. Ich versuche mal, mir nicht zu viele Gedanken drum zu machen. Fällt schwer, ich hab nämlich ständig Schiss, dass ich nicht richtig mit sowas umgehe und er’ne Macke kriegt oder so. ;)

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Heilig Abend machten wir die Bescherung zu viert mit meiner Mutti recht kurzfristig bevor der Rest der Familienbande kam. Wir haben gemerkt, dass das mit Kind schon alles bisschen anders laufen muss in Zukunft. Diesmal hat der Kleine natürlich nicht viel geschnallt, fand das Geschenkpapier cooler als die Geschenke und steuerte immer mal wieder gefährlich auf den Baum zu. ;) Aber in Zukunft muss da einfach mehr Zeit sein, damit nicht ein Geschenk nach dem anderen aufgerissen wird, ohne die Zeit damit zu spielen. Und es müssen ja nunmal alle mitspielen mit so einem kleinen Kind, wenn es alleine unter Erwachsenen ist! Gut, das Abendessen war lecker, Würstchen, Kartoffelsalat, Kasseler. Für den Kleinen gab’s Toast ohne alles, Tomaten und seinen Abendbrei. Alle waren zufrieden, und als ich das Kind dann im Bett hatte, konnte ich mich auch entspannen. Es wurde ein feucht-fröhlicher Familienabend.

Gestern aßen wir in der gleichen Familienkonstellation auswärts zu Mittag. Früher fand der erste Feiertag immer bei meiner Oma und meinem Opa statt, wir haben uns die Bäuche vollgeschlagen und dann dort bis abends rumgehangen und Fernsehen geguckt. Zum Abendbrot servierte Oma Schnittchen. Es waren schöne Zeiten, aber auch solche Zeiten sind irgendwann vorbei. Nun gehen wir immer essen an diesem Tag, ist auch okay, machen scheinbar viele Leute. Diesmal gingen wir in ein Nachbardorf in den Gasthof, ein bisschen war es wie in der „Zone“, so altbacken der Saal und das Geschirr, so einfach aber auch lecker die Suppe und der Gänsebraten. Die Bude war voll, viele Gesichter kannte man. Es war ein gutes Weihnachtsmahl. :) Den Rest des Tages verbrachten wir mit Märchen vor der Glotze oder spielnd auf dem Boden.

Und der heutige Tag ist der traditionelle Gammeltag. Keine Schminke, keine tageslichttauglichen Klamotten, keine Verpflichtungen. Wenn man mal von der Kinderbetreuung absieht. Es gab Hirschgulasch zum Mittagessen, Spielbesuch für den Kleinen kam am Nachmittag (den er leider mit mehreren Heulkrämpfen quittierte), und als es dunkel war, wagten wir uns mal kurz raus für einen Spaziergang. Die Weihnachtsdeko der Anderen interessiert uns nämlich immer sehr. ;)

 

Tja

Ich finde ständig neue, interessante Blogs, denen ich auch folge um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Aber ich schaffe es ja nicht mal, die ganzen anderen, „alten“ Blogfreunde zu lesen. Den Reader nutze ich nicht, ich bekomme alle Einträge per Mail für eine bessere Übersicht und damit nichts verloren geht. Das heißt, IRGENDWANN lese ich eure Einträge, ihr habt sicher auch schon ein Kommentiermuster erkannt: Ich lese natürlich von hinten nach vorne und da ich so selten dazu komme, kommentiere ich eben auch erstmal recht alte Einträge. ;) Aber nun, es ist wie es ist, ich packe es gerade nicht. MTM hat Elternzeit und ich hab echt viele kindfreie Stunden, aber ich hab auch so viel anderes Zeugs geplant und halt auch diverse Pflichten zu erledigen. Und wenn ich dann auch noch, wie gestern, einen ganzen Tag komplett ausgeknockt bin (Noro, fragt nicht…), dann komme ich sogar richtig in Stress, weil mir dieser Tag fehlt bezüglich meiner To-Do-Liste. Ja, ich bin eine Listenschreiberin und brauche das wirklich für meinen Seelenfrieden, hab ich von meiner Mutti geerbt. ;) Und zu dieser fahren wir morgen, deshalb bin ich eigentlich auch schon wieder auf dem Sprung. Ich frage mich gerade noch, wie wir alle Geschenke und den ganzen anderen Kram ins Auto kriegen wollen, denn mit Kind reist man ja als ob man auswandert. Aber ich muss mich jetzt von den Gedanken loseisen, ins Bett gehen und hoffen, dass das Kindchen weiterhin so friedlich schlummert. Wir wollen nämlich echt mal zur Abwechslung früh loskommen, bin gespannt.

Ich wünsche allen neuen und alten „Blogfreunden“ (so nennen wir, die von blog.de hierherkamen, das) nun erstmal gemütliche, besinnliche, glückliche Feiertage. Ich hoffe, ihr schafft es, den Moment zu genießen und den ganzen Scheißdreck dieser Welt einmal auszublenden. Ich werde das so machen.

 

Der besondere Monat

Der Dezember hat für mich eine besondere Bedeutung. Er ist irgendwie mein Lieblingsmonat, was nicht nur an meinem Geburtstag liegt. Ja, ich mag meinen Geburtstag, ich mag Glückwünsche, ich mag das Zusammensein mit meiner Familie und meinen Freunden, ich mag liebevolle Geschenke. Aber das ist ja längst noch nicht alles, was den Dezember für mich ausmacht.

Ich liebe nämlich die Adventszeit sehr, die Lichter, die Deko, die Gemütlichkeit, die Plätzchen, die Musik, die Besinnlichkeit. Ich liebe kaltes, winterliches Wetter. Ich finde, die 12 ist eine ansehnliche, harmonische Zahl. Ich liebe Adventskalender. Ich liebe den Nikolaustag und Geschenke in den Schuhen meiner Lieben und natürlich auch in meinen. Ich finde Weihnachtsfeiern toll. Ich liebe die Weihnachtstage, das Essen, das Beisammensein, die Bescherung, die Freude. Das Einzige, worauf ich verzichten könnte, wäre Silvester, Silvester ist mir schnuppe.

Und weil ich den Dezember so gerne habe, habe ich natürlich auch im Dezember geheiratet, am 1.12.12. Das Datum war perfekt: Es war ein Samstag im Lieblingsmonat, ich konnte langärmelig heiraten, musste nicht schwitzen und war sogar noch unter 30. :D Der Tag selbst war wundervoll, arschkalt aber sonnig und trocken, emotional, freudig, schön. Gut, wir hatten beide Angina, aber verglichen mit einer Hochzeit bei 38 Grad ist das auch heute noch in meinen Augen das kleinere Übel. ;) (War natürlich total ärgerlich, aber was willste machen, außer das Beste draus?!)
Unsere Hochzeitsreise ging nach Island, ja, im Dezember, bei 4 Tageslichtstunden und klirrender Kälte. Aber den Adventsmonat und auch meinen Geburtstag unter Palmen konnte und kann ich mir einfach nicht vorstellen. Zum Glück habe ich MTM gefunden, der sowas mit mir mitmacht.

Aber zurück in die nähere Vergangenheit: Gestern hatten wir unseren 4. Hochzeitstag. Und den ersten mit MTE an unserer Seite. ♥ Er hat sich vorbildlich verhalten, eigentlich den ganzen Tag. Wir wurden von meinem Mann morgens um 7 mit einem Hochzeitstagsfrühstück überrascht; auf meinem Teller lag noch ein Duschgel mit der Aufschrift „Hallo Sonnenschein“, was ziemlich witzig ist, weil ich morgens alles bin aber garantiert kein Sonnenschein. ;D  Kurz nach 9 Uhr saßen wir dann im Auto und begaben uns auf die Reise in meine Heimat, die trotz recht langer Fahrt sehr entspannt war (braves Baby!). Den Abend durften wir dann zu zweit verbringen, da meine Mutti den Babydienst übernahm. Wir besuchten das neue Restaurant desjenigen Betreibers, der uns damals schon zur standesamtlichen Trauung (und zum 1. Hochzeitstag) verköstigte und speisten wirklich sehr sehr fein. Es war, trotz der langen Fahrt, ein schönes Jubiläum.

Dieser Dezember 2016 hat natürlich eine besondere Bedeutung. Es ist der erste Advent und es wird das erste Weihnachten sein, an dem mein Papa an unserer Seite fehlt. Das treibt mir oft die Tränen in die Augen und kommt immer mal wieder daher wie ein Schlag in die Magengrube. Wir vermissen ihn alle unheimlich. Und dennoch: Es ist auch der erste Advent und es wird das erste Weihnachten sein, an dem unser Kind an unserer Seite ist. Ich hab das schon oft gesagt: Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander. Ich liebe den Dezember weiterhin und ich beobachte gerade mit Freude, wie sich alles zugunsten dieses kleinen, süßen Hosenscheißers verändert. Die Schenkerei, Adventskalender, Weihnachtslieder, alles hat wieder die kindliche Bedeutung, die es auch für uns als Kinder hatte. Und auch wir werden wieder Kind, spielen mit Duplosteinen (ich hab die Eisenbahn auf dem Foto zusammengestellt und hatte SO eine Freude daran, schade dass es das zu DDR-Zeiten nicht gab ;D), öffnen selbst ganz gespannt die Adventskalender mit dem Kleinen und singen mit ihm.

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Oben links neben der hübschen, echt erzgebirgischen Spieluhr, der „Weihnachtsaussteuer“ für MTE von meiner Mutti, steht mein Adventskalender von meiner Mutti. Die Zeiten der selbst befüllten Söckchen sind vorbei, MTE ist der Mittelpunkt, aber ich bin damit einverstanden und zufrieden mit einem schönen Sprüchlein jeden Tag. Außerdem hat MTM dieses Jahr tatsächlich dran gedacht und mir den Adventskalender von IKEA besorgt. Er hat einen von Star Wars. Also, alle happy, alle irgendwie doch noch Kind. Ich liebe den Dezember. :)

Tun wir doch einfach mal so, als wäre heute Freitag.

…ich weiß, das fällt nicht so leicht an einem Montag, aber wisst ihr, meine Mutti hat den Freitagsfüller von letzter Woche ausgefüllt und ich will das einfach festhalten. Schließlich ist dieser auch eine super Überleitung zum nächsten großen Erlebnis: Der Taufe meine Sohnes. Aber seht erstmal selbst, der Freitagsfüller by Mutti:

  1. Es reicht jetzt langsam mit der Hitze.
  2. Beikost ist meine neueste Entdeckung im Bereich leckeres Essen.
  3. Wiederholt sich eigentlich nur Schlechtes?
  4. Aperol Sprizz ist ein echt cooles Sommergetränk.
  5. Mit der linken Hand gelingt mir nichts.
  6. Gewalt an Kindern finde ich echt fies.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Omapflichten, morgen habe ich einen aufregenden Fußballabend geplant und Sonntag möchte ich in der Kirche bei der Taufe meins Enkels möglichst nicht so viel heulen!

Richtig, unser kleiner MTE ist nun ein kleiner Katholik. Meinem Mann ist das sehr wichtig und auch wenn ich konfessionslos bin, so bin ich nicht gottlos und habe eingewilligt. ;)

Ich war sehr aufgeregt, weil ich mich in der Kirche nicht so gut auskenne. Aber es lief alles gut, ich habe mich nicht blamiert und MTE hat nicht einmal gemeckert oder geweint. Im Gegenteil, die Sache mit dem Weihwasser fand er irgendwie recht amüsant. :D

Dieser Tag war aber auch ziemlich traurig für Mutti und mich, weil wir meinen Papa schmerzlichst vermisst haben. Das tun wir ja immer, aber bei der ersten Familienfeier ohne ihn ist es nochmal anders. Er war nicht kirchlich, aber er wäre trotzdem stolz gewesen wie verrückt auf seinen Kleinen. Puh, es ist nicht leicht.

Nach dem kirchlichen Teil feierten wir mit MTMs und meiner Familie in einer Sportgaststätte, aßen superlecker griechisches Mittagessen und sündigten mit tollen Kuchen, von diversen Familienangehörigen gebacken. Gegen 18 Uhr war die Feier dann vorbei und MTM, ich und MTE rechtschaffen müde, erledigt und glücklich, weil alle einen schönen Tag hatten. ♥

 

Ostern noch schnell ;)

Die Zeit rennt mir davon und ich komme zu nüscht. Zum Beispiel wollte ich doch noch kurz über Ostern berichten. Wollte erzählen, dass die 560km-Fahrt in die Brandenburger Heimat am Gründonnerstag super klappte, weil wir abends 19:30 losfuhren. Unser Kind hat durchgepennt in seiner Liegewanne, herrlich. Die Rückfahrt am Ostermontag war aber schrecklich, tagsüber, über 9 Stunden, da hatte dann auch das Baby bald keinen Bock mehr.

Wir verbrachten eigentlich alle Tage in Dresden, da mein Papa derzeit dort im Krankenhaus liegt. Ganz typisch für uns und unsere Situation haben wir einfach das Beste draus gemacht. Gut, dass wir das können.

Wir waren am Karfreitag blasphemischerweise ordentlich Fleisch essen in einem Restaurant. Später kam noch mehr Verwandtschaft ins Krankenhaus zum Kaffeetrinken und es wurde ein sehr lustiger Nachmittag. Der Karfreitag war eigentlich der schönste der Feiertage. Es war mit uns allen irgendwie wie immer, nur eben im Krankenhaus. Wir haben schöne Stunden verlebt und ich denke, jeder hatte so ein paar Minuten, immerhin, in denen er mal kurz vergessen hat, wieso wir dort sind.

Den Samstag haben wir ruhiger angehen lassen, ohne den Rest der Verwandtschaft. Wir haben den Osterbraten einfach vorgezogen und Kaninchen, Rotkohl und Kartoffeln in einer Wärmebox ins Krankenhaus bugsiert. Die Zeit zu fünft haben wir genossen, vor allem meinen Papa mit seinem Enkel zu sehen, war schön. Und wichtig für uns alle. Der Samstagabend gehörte mir und MTM. Meine Mutti hat zum ersten Mal auf MTE aufpassen dürfen, hat ihn alleine gebadet und ins Bettchen gebracht, alles ohne Probleme. Da ist man auch gleich mal bisschen stolz, auf Kind und Omi. ;) MTM und ich waren in einer Gaststätte ein paar Ortschaften weiter und haben es bisschen krachen lassen. Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise und diverse Wein/Bier/Longdrinks (hatten uns meine Cousine als Taxi organisiert). Das tat so gut. Und war so schön. Und der Hammer: An unserem ersten Ausgehabend zu zwei seit der Geburt unseres Kindes haben wir die Hälfte der Zeit über selbiges gesprochen. So ändern sich die Themen, so ändert sich das Leben… :)

Am Ostersonntag waren wir wieder mit Papa essen, diesmal Sushi, ganz unkonventionell (hätte am Karfreitag besser gepasst, wa). Am Nachmittag kam wieder die Verwandtschaft zum Kaffee ins Krankenhaus. Und am Abend saßen wir alle, außer eben Papa, bei uns zu Hause und haben Sektchen geschlürft und uralte Fotos von Oma und Opa und Uroma und Mutti und Tante und sonstwem angeguckt. Zeitreise total, und so lustig und schön! Und unser Baby? Hat uns freundlicherweise gewähren lassen und friedlich gepennt. Da haben wir ganz schön Glück mit ihm. Und so ist es eben. Freud und Leid liegen viel zu nah beieinander. ♥

Blog

 

 

Guten Rutsch, bis nächstes Jahr!

Wie in jedem Jahr habe ich auch im Jahr 2015 meine Bücherliste geführt und heute, gerade vor wenigen Stunden, habe ich das letzte Buch der Liste ausgelesen. Das heißt, ich nehme nichts mit „rüber“, das nächste Buch fange ich dann morgen erst an. Die Bilanz ist ganz gut, finde ich. Meine Mutti lacht sich vielleicht jetzt kaputt, ich glaube sie liest mehr als doppelt so viele Bücher in einem Jahr. Aber jeder wie er kann und will. ;)

Hm, auf einen Jahresrückblick habe ich eigentlich keine Lust, man kann sich ja kinderleicht durch den Blog klicken, wenn man wissen will, was so los war. Ich mache das auch so, manchmal bisschen stöbern in meinem Leben, das geht mit dem Blog ganz gut. Deshalb bin ich auch weit davon entfernt, das Bloggen sein zu lassen. Das geht einfach nicht, auch wenn das Jahr aus meiner Bloggersicht nicht besonders schön war. Zumindest, wenn man von Blog.de hierher übersiedeln musste und sich einfach nicht mit WordPress anfreunden kann, so richtig dolle meine ich. Es geht schon hier, aber naja, schön isses trotzdem nicht.

Heute wird ein sehr ruhiges Silvester für MTM und mich. Grundsätzlich ist das nichts neues und vor allem auch kein Problem. Wir hatten schon zwei Silvester hier in Stuggi, einmal in der alten Bude und einmal in der jetzigen, an denen wir zu Hause blieben zu zweit, gegessen, getrunken und die super Feuerwerk-Sicht vom Balkon aus genossen haben. Wir fanden das schön und haben das beide Male gemacht, weil uns die Silvester-Rumeierei auf den Geist ging. Ständig ist man auf der Suche nach dem ultimativen Fest, alles ist sauteuer oder ausgebucht und viele Freunde rundherum eiern eben rum, machen keine konkreten Ansagen, halten sich alles offen, um am Ende das Beste herauszupicken. Das nervt.

Dieses Jahr sind wir eben zur Ruhe gezwungen, sogar Alkohol kommt für uns beide heute nicht in Frage. Es sieht nun nicht so aus, dass ich mein Kind noch in diesem Jahr entbinden werde, aber morgen ist nunmal der errechnete Termin und man weiß ja einfach gaaar nicht, wann es wie losgeht. Irgendwie schräg, aber wir sind aus unerfindlichen Gründen sehr entspannt, entspannter als alle Leute um uns herum, scheinbar, mein Handy läuft jedenfalls heiß. ;)

Gestern haben wir nochmal einen Stadtbummel gemacht, waren essen und shoppen vom Weihnachtsgeld (ein großer, geiler Fernseher musste endlich her, im neuen Jahr werden Kinogänge und Partys ja nicht mehr so einfach umzusetzen sein). Ich habe mir bei der Gelegenheit noch eine Silvester-Badebombe gekauft und gehe mit dieser gleich in die Wanne. Später machen wir selber Burger und stoßen mit alkoholfreiem Bier und Sekt an. Bisschen Feuerwerk gucken und dann ins Bett, wir sind beide erkältet und brauchen unsere Kräfte für den unbestimmten Tag, an dem wir die Geburt unseres kleinen Scheißerchens bewältigen müssen.

Was geht bei euch so?
Ich hoffe, ihr rutscht gut rein, liebe Leser und Freunde, so wie es für euch am schönsten ist! :)