Knastschwester

Meine kleine Midlife-Crisis hatte am 3.6. ihren (vorläufigen) Höhepunkt:

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Lange hab ich schon davon geträumt, mein 18 Jahre altes Tattoo (das dunklere in der Mitte) nachstechen und erweitern zu lassen. Nicht überstechen, das wollte ich nicht. Ich hab mich mit 18 dazu entschieden und deshalb sollte es auch bleiben, aber es sah halt nicht mehr schön aus. Also hab ich mir zum Geburtstag nur Geld gewünscht und seither bisschen gespart. Nun sollte es soweit sein, und ich hab es zwar während der 4,5 Stunden Stechzeit bitter bereut, war aber hinterher umso glücklicher und stolzer. Mach ich aber nicht mehr, so einen Mist, echt nicht. Auch nicht in 18 Jahren wieder, da bin ich 54, da ruhe ich hoffentlich genug in mir, um alles hinzunehmen wie es dann ist. ;)

P.S.: Klitzekleine Tattoos auf Mallorca sind vom Vorhaben, sowas nicht mehr zu machen, natürlich ausgenommen. ;)

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Äh… Mai?!

Mein letzter Eintrag war im April, der Mai ist nun schon rum. Wo zum Henker bleibt denn bitte die Zeit? Kommt nur mir das extra-schlimm vor in diesem Jahr? Nun, sei’s drum, wir haben Juni, der Sommer ist so halbherzig da, ich werd mich sicher nicht weniger rar machen als im letzten Jahr… Aber ganz fort bleiben kann ich dann doch nicht. Also, kurz und knapp, der Mai, das wettertechnische Arschloch dieses Jahres:

Er begann so:

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Ging mit einem 4-tägigen Mutter-Sohn-Urlaub im Feriendorf weiter, und zwar hauptsächlich so:

 

(Jap. Schnee.)

Dann hob sich die Stimmung trotz des Wetters, und zwar so:

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Und dann endete der Mai, Gott sei Dank so:

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Wie in jedem Jahr seit Papas Tod verbrachten wir die letzte Maiwoche an der Ostsee. Und ich hab mir fest vorgenommen, davon noch ausführlicher zu berichten. Urlaubsblogeinträge hab ich doch immer irgendwie hingekriegt… :)

Der erste Flug

So, nun ist mein Kind auch endlich mal geflogen. Wir haben bisher noch keine Flugreise unternommen, weil uns Reisen mit Kind immer mit dem Auto lieber waren. Jetzt war es aber an der Zeit: Über Ostern sollte diesmal also nicht die Oma per Flugzeug zu uns kommen, sondern wir per Flurgzeug zur Oma. Karfreitag flogen wir los – erst abends und inklusive einer Stunde Verspätung, sodass wir reichlich spät erst in Dresden ankamen. Die Flugzeit war perfekt, 45 Minuten haben für diese vielen ersten Eindrücke ausgereicht. Der Kleine konnte ja auch sowieso nix sehen, obwohl er einen Fensterplatz hatte, denn er ist einfach noch zu klein. Nun ist er jedenfalls gut gewappnet für den nächsten, etwas längeren Flug. Der geht nämlich im Juni nach Mallotze! :D

Wir hatten zwei wirklich schöne Tage in meiner Heimat, und das endlich auch mal ohne diesen ätzenden Osterverkehr auf den Autobahnen, der meiner Meinung nach der schlimmste im ganzen Jahr ist. Wir waren fast durchweg zusammen in Familie, haben am Feuer gesessen, Ostereier gesucht, getrunken, gegessen, genossen. Vor allem dieses bombastische Wetter.

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Am Ostersonntag ging es schon wieder mit dem Flieger zurück nach Stuttgart, aber auch erst abends. Es war schade, dass wir nur so wenig Zeit zu Hause hatten, aber wir haben sie effektiv genutzt. Und ich freute mich auch sehr auf den Ostermontag, den wir zu dritt und ohne Termine und ohne Autofahrstress in unserem Zuhause hatten. Der Kleine durfte dort auch noch mal suchen, das kleine Trampolin in unserem kleinen Garten hat er natürlich nicht wirklich finden müssen. Der Osterhase war wirklich großzügig – aber was macht man, wenn das Kind 2 Wochen nach Weihnachten Geburtstag hat und im Winter nunmal nichts mit einem Trampolin im Garten anfangen kann? Er hat sich jedenfalls gefreut und wir uns auch. Das Wetter genossen wir auch in Stuggi sehr an diesem Tag, abends haben wir dann auch noch superlecker gegrillt. Es waren sehr schöne und irgendwie entspanntere Feiertage als sonst.

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Besucht Erfurt!!!

Was hatte ich für ein schönes letztes Märzwochenende in was für einer wundervollen Stadt! Also, ich bin wirklich schwer begeistert und schäme mich auch ein bisschen, dass ich so gar keine Ahnung davon hatte, wie toll dieses Erfurt ist!

Ich hatte mein alljährliches (so ist es zumindest mal geplant) Muttiwochenende mit meiner Freundin aus Hamburg. Wir suchten wieder einen Treffpunkt so ungefähr in der Mitte – letztes Jahr wurde es Göttingen. Dieses Jahr entschieden wir uns für Erfurt – ohne große Erwartungen. Wichtig ist uns die Zeit zusammen, egal wo. Trotzdem suchten wir uns ein Hotel mitten in der Altstadt heraus, was sich als sehr sehr gute und praktische Idee entpuppte.

Ich kam am Freitag schon um 15 Uhr an und musste auf meine Freundin bis 20:30 Uhr warten. Das Wetter war toll und nach dem Einchecken stürmte ich sofort nach draußen, um mich schonmal umzuschauen und vor allem auch, um meinen Hunger zu stillen. Was soll ich sagen? Ich war total angetan! Ich streifte ein bisschen durch die Straßen, entdeckte entzückende Läden und Cafés, aß eine köstliche frische Zimtschnecke auf der Krämerbrücke und genoss einfach die Zeit mit mir. Muss man können – ich kann es Gott sei Dank. Das tat so gut! Später schmiss ich mich ins Hotelbett, guckte TV, las, machte im Handy rum, plünderte die Minibar… Herrlich! :D Als meine Freundin kam, gingen wir noch schnell einen Döner essen und streiften noch ein bisschen durch die nunmehr dunklen Straßen. Sie war genauso begeistert und wir freuten uns sehr auf den Samstag, an dem wir bei bestem Wetter alle Zeit der Welt hatten. Und die nutzten wir. Shopping, ein unglaublich leckeres Schokoladeneis (ja, ich möchte sagen, es war das beste Eis das ich jemals gegessen habe), Sektchen, Essen – und vor allem staunen!

Wie konnte es sein, dass wir von dieser Perle mitten in Deutschland nichts wussten? Ein imposantes Gebäude nach dem Anderen, Fachwerk ohne Ende, und, Zitat Freundin: „Alter, jetzt haben die auch noch einen Dom!“ :D Und die Läden! Die Leckereien! Diese wirklich angenehmen, freundlichen Leute! Ich befürchte fast, nächstes Jahr wird es wieder Erfurt für uns – wir sind jetzt schließlich auch in dem Alter angekommen, in dem man immer zum selben Urlaubsort fährt. :D

Den Samstagabend ließen wir bei einem späten und hervorragenden vietnamesischen Essen auklingen – auf den Straßen und in den Kneipen wäre noch genug los gewesen, wenn wir gewollt hätten. Aber wir waren einfach platt vom vielen Laufen und vielen Staunen, sodass es für uns ins Hotelbett ging. Reden können wir ja eh nie genug; selbst nach zwei gemeinsamen Tagen hatten wir das Gefühl, gar nicht alle Themen besprochen zu haben. Ich und meine Freundinnen, immer. ♥

Bisschen Kultur…

…muss auch mal sein. Deshalb geht die gebildete Frau von heute auch ab und an mal auf eine Lesung. Das ist so erwachsen!

Die gebildete Frau, die ich bin, will aber eigentlich gar nicht so erwachsen sein. Kultur ist auch nicht so sehr ihres, es sei denn, es ist irgendwie schräg. Deshalb hab ich nicht nein gesagt, als ich gefragt wurde, ob ich Bock hab, Bela B von den Ärzten beim Lesen zuzuhören. Der hat doch so eine geile Stimme! Und seine Lieder haben so geile Texte! Wenn der ein Buch schreibt, kann es doch nur gut sein. Und lustig. Und seeehr seehr schräg.

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Also, gestern ging es also für mich nach Mannheim. Ich hatte mir frei genommen und verbrachte den Tag mit meiner Ex-Kollegin. Die Stadt ist zum Shoppen und Genießen übrigens auch sehr empfehlenswert! Ich mag den etwas – Verzeihung – abgefuckten Charme von Mannheim sehr. Und den Dialekt. :)

Nun gut, abends traf ich mich mit einer anderen Freundin in der Alten Feuerwache, wo nun also die Lesung stattfinden sollte. Das Buch hatte ich bereits gekauft und angefangen zu lesen, aber besonders weit war ich nicht gekommen. Das fand ich dann eigentlich ganz gut, denn so wurde ich durchaus noch überrascht. Überhaupt nicht überrascht war ich hingegen davon, dass das wirklich witzige anderthalb Stunden waren. Bela B hat jedenfalls das Zeug dazu, das Publikum zum Lachen zu bringen und ist dabei so sympathisch und anziehend wie auch als Bandmitglied der Ärzte.

Übrigens, falls irgendjemand auch, wider besseren Wissens, sich gefühlt mit den Ärzten „etwa in einem Alter“ wähnte, weil er mit ihnen und ihrer Musik aufgewachsen ist: Bela B ist süße 56 Jahre jung. Meine Mutti ist 58. :D

Der erste Bibliotheksbesuch

Neulich hat unser Kind seinen ersten Kinobesuch erlebt. Wer ins Kino gehen kann, ist auch alt genug für die Bibliothek! Also starteten wir eine Woche später am Samstag durch und besuchten zu dritt die eindrucksvolle Stadtbibliothek Stuttgarts.

Ich muss gestehen, das war gar nicht MTEs erster Bibliotheksbesuch so generell, denn die Kita machte schon öfter Ausflüge zur Bibliothek nach Esslingen. Aber in der riesigen Stuttgarter Bücherei war mein Kind noch nicht, und vor allem hatte es bis dahin auch noch keinen eigenen Bibliotheksausweis! ;) Wir meldeten ihn also an und stöberten dann lange durch die Kinderliteratur. Unglaublich, dieser Vorrat an unterschiedlichsten Medien! Und bis zum 18. Geburtstag bezahlt man nicht mal eine Gebühr für den Ausweis. Wenn wir mal nicht wissen, was wir mit dem Kleinen machen sollen, setzen wir uns eben ins Auto oder in die Bahn (liebt er sowieso), machen einen kleinen Ausflug in die Innenstadt, geben Bücher zurück und leihen uns neue aus. Zeitfüllend kann man ja auch dort noch verweilen und lesen/angucken oder im Café oben Kuchen essen oder auf der Terrasse oben in der Sonne bisschen rumkieken. Und falls man was zu erledigen hat, ist Stuttgarts größtes Einkaufszentrum direkt nebenan. Ich mag dieses zugegebenermaßen überhaupt nicht, aber praktisch ist es in diesem Zusammenhang allemal. Also, es hat ja alles seine Vor- und Nachteile, aber ich bin eh überzeugte Stadtleberin und das unter anderem wegen solcher Möglichkeiten. Hashtag Stuggilove. ;)

 

Freitagsfüller

Freitags-Füller Grafik

1. Mein Frühstück heute bestand aus zwei großen Milchkaffee.

2. Ich saß heute auf dem Balkon in der Sonne, und zwar endlich ohne Socken.

3. Unter dem Sofa liegen garantiert die ganzen klitzekleinen Spielzeugteile, die wir ständig suchen.

4. Bausa ist gerade der Favorit auf meiner Playlist.

5. In ungefähr 10 Jahren wird mein Kind wohl in der Pubertät sein – aaah!

6. Eine Reise nach Erfurt wird mein Highlight in der nächsten Woche.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gefüllte und überbackene arabische Fladenbrote, morgen habe ich geplant, nach einem neuen Auto zu schauen, Familienzeit zu verbringen und mir anschließend nachts den Arsch abzufeiern und Sonntag möchte ich mir den Arsch abchillen!

Der erste Kinobesuch

Ich hab es ja schon in einem anderen Eintrag erwähnt: Dieses Alter ist irgendwie echt anstrengend, aber auch sehr toll. Erziehung und Konsequenzen und der ganze Kram nerven echt, aber was muss das muss. Man lernt sich selbst auch ganz neu kennen, was nicht immer besonders toll ist, ehrlich. Und das Kind ist auch so ein herrlicher Spiegel für die Eltern, unglaublich. Oft ist das lustig, oft aber auch irritierend, manchmal beängstigend. Naja, sei’s drum, kommen wir zu den tollen Seiten dieses Kindesalters. Er ist nun über 3 Jahre alt und erlebt ganz viele Dinge zum ersten Mal und ganz intensiv. So zum Beispiel seinen gestrigen ersten Kinobesuch. Ich wäre von alleine jetzt noch gar nicht auf die Idee gekommen, ihn ins Kino zu schleppen – mir sind die meisten aktuellen Filme auch zu dolle irgendwie. Er reagiert z.B. auf dramatische Situationen (große, weinende Disney-Augen, ganz übel) sehr empfindlich und emotional. Aber es gibt ein paar Sachen, die gehen. Das Dschungelbuch (die alte, weniger bunte, weniger dramatische Version) liebt er. Paw Patrol ist super, Fuerwehrmann Sam auch. Und von „Madagaskar“ haben wir inzwischen schon alle 3 Teile geguckt, das lief super – und seither bin ich eigentlich nur noch das Zebra, der Papa ist die Giraffe, er selbst ist der Löwe – und die Oma das Nilpferd. :D

Jedenfalls haben wir hier einen Stadtteil weiter eine kleine, alte Kinothek, die nur ausgewählte Filme zeigt. Es gibt 2 Säle, einer mit Bar und Getränkeabstellfläche und Lampen und so (hier hatte ich vor Ewigkeiten mal davon berichtet). Und ein ganz kleiner, in dem waren wir, denn dort lief „Der kleine Drache Kokosnuss“! Das konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Wir haben bereits ein Buch vom kleinen Drachen Kokosnuss, das lieben wir irgendwie alle. Da macht das Vorlesen richtig Spaß und es wird definitiv nicht unser letztes Buch dieser Reihe sein.

Der Film war wirklich sehr niedlich und wenig aufregend und er wurde auch gehörschonend leise gespielt. Für unser Kind war es ein absolutes Highlight, gemeinsam mit Mama und Papa und auch anderen Leuten im Kino zu sein, Süßigkeiten zu essen und den kleinen Kokosnuss in bewegten Bildern zu sehen. Und wir hatten auch unseren Spaß. :)

Windelfrei

Ich hab mir nicht groß reinreden lassen, was das Windelthema angeht. Und ihr könnt mir glauben, Thema war das Ganze oft genug. Vor allem die ältere Generation fühlt sich ja regelmäßig bemüßigt, ihre Meinung kundzutun. Meine Mutti kann das ruhig machen, sie ist ja meine Mutti, sie ist auch meinen Widerstand gewohnt und kann (und muss) damit umgehen. Sie hat dem Kleinen schon zum 1. Geburtstag einen Klositz und das Buch „Der kleine Klokönig“ geschenkt, um das Ganze mal bisschen voranzutreiben. ;) Dann gibt es aber auch andere nahestehende Personen, die irgendwann meinen, da mal ein bisschen Druck auszuüben. Nichts anderes ist es, wenn man einem Kind ständig vorbetet, dass es Bescheid sagen soll, wenn es pullern muss, obwohl es noch nicht mal ansatzweise ohne Windel ist, noch nicht mal regelmäßig (und gerne) aufs Töpchen, geschweige denn auf das Klo geht. Sehr böse wurde ich auch bei offensichtlich gezeigter Enttäuschung, wenn mal wieder die Kacke in die Windel ging, obwohl beim vorigen Mal das mit dem Töpfchen klappte. Meine Ansicht ist, dass man so gar nichts erreicht, außer Widerstand, Widerwillen und somit das Gegenteil. „Der kann ja wohl mal Bescheid sagen mit Zweieinhalb!“ ist nur eine Aussage, die ich mir anhören durfte. Oder, was ich auch liebe: Das Thema wird vor dem Kind ausgeschlachtet. „Bis er wieder bei mir übernachtet, möchte aber die blöde Windel weg sein, ich hab da keine Lust mehr drauf!“ Ätzend. Klar zweifelt man selbst auch und fragt sich, wie lange das eigene Kind eigentlich noch mit der Windel rumrennen soll. Man fühlt sich unter Druck gesetzt von anderen, schnelleren Kindern, hat Angst dass das beim eigenen NIE funktioniert… Da halfen dann nur noch die Erzieherinnen in der Kita, die das alles völlig entspannt sehen und die Freundinnen, die auch Söhne haben und es nicht nach der Lehre der älteren Generation (Töpfchentraining und früh genug anfangen und so) machten, sondern ebenfalls darauf vertrauten, dass das Kind sein Tempo schon vorgibt und das alles wird. All diese Jungs waren kurz nach dem 3. Geburtstag quasi von heute auf morgen trocken. Als sie bereit waren. Und so war es bei meinem Sohn auch und ich fühle mich in meinen mütterlichen Instinkten bestätigt, das tut mir echt gut. Ich hatte einfach keinen Bock auf Zwang und Stress, was einem ja auch gerne mal als mütterliche Faulheit oder, noch besser, Gleichgültigkeit ausgelegt wird. So wird das nie ausgesprochen, aber in den Diskussionen ist das zwischen den Zeilen klar erkennbar. Darum geht’s doch letztendlich, dass einem „Laissez-faire“ vorgeworfen wird, nur weil man um manche Themen nicht so ein Tamtam macht wie „früher“.

Naja, egal, ich hab die Klo-Entwicklung meines Kindes jedenfalls mal chronologisch festgehalten – so ein bisschen Tamtam muss eben trotzdem sein. ;)

Zwischen 2 und 3 hat er sporadisch mal ins Töpfchen gemacht (mehr klein als groß), aber eigentlich nur, wenn man ihn draufgesetzt hat (und er das zugelassen hat, war auch nicht immer der Fall). In der Kita wurde er monatelang immer wieder gefragt, ob er mit aufs Klo will, was er immer verneinte. Es war da einfach noch kein Interesse da, und das war okay und wurde akzeptiert. Ich denke, das war wichtig. Und dann ging es los:

2 Tage vor seinem 3. Geburtstag:
Zum ersten Mal ging er bei uns auf der Toilette pullern, das Töpfchen war damit (Gott sei Dank) Geschichte. Und er tat es noch 2x an diesem Tag, und hat alleine Bescheid gesagt!

1 Tag nach seinem 3. Geburtstag:
Zum ersten Mal machte er auch groß ins Klo, Meilenstein!

4 Tage nach seinem 3. Geburtstag:
Auf einmal ging er auch in der Kita aufs Klo, zwei Mal sogar! Und so zog es sich einen Monat mit einigen Unfällen und viiieeel Wechselsachen-Wäsche, dass es immer mal klappte mit dem Bescheid sagen, und oft halt auch nicht.

1 Monat nach seinem 3. Geburtstag:
Der erste unfallfreie Tag, sogar beim Mittagsschlaf! Es war ein Samstag, er war also den ganzen Tag zu Hause und mit uns zusammen.

1 Woche später:
Der erste unfallfreie Kitatag!

Und damit war es das dann eigentlich auch. Es hat nur wenige Wochen gedauert und kam uns vor, als wäre das über Nacht passiert. Inzwischen kann er auch gut einhalten, wenn das Klo nicht innerhalb von Sekunden aufgesucht werden kann. Selbst im Schwimmbad hat er brav Bescheid gesagt und eingehalten. Wir hatten schon zwei 6-Stunden-Autofahrten ohne Windel und ohne Malheur. Auch einen ganzen Tag in der Stadt hat er gut mitgemacht, inklusive Toilettengänge im Restaurant und im Buchladen. ;) Natürlich passieren ab und zu trotzdem noch kleine Unfälle, aber das Gröbste ist überstanden. Nachts trägt er zur Sicherheit noch eine Windel, aber ganz oft ist sie morgens trocken und darüber freut er sich genauso wie wir.

 

März!

März mit Ausrufezeichen, weil das Wetter zwar bisher zu wünchen übrig lässt, dafür aber die Highlights nicht. Ich hatte schon ein paar, und es folgen auch noch welche! Was für mich in dieser Zeit natürlich das Größte ist, ist der Höhepunkt der 5. Jahreszeit. Wie immer, verbrachte ich Karnevalsurlaub in meiner Brandenburger Heimat. Früher alleine, jetzt mit meinem Söhnchen. Da meine Mutti eine sehr gute und geliebte Babysitterin ist, kann ich zu Hause Karneval feiern wie eh und je (na gut, wie mit 20 eher nicht mehr, aber ich geb mein Bestes). Und seit 3 Jahren lasse ich sogar den Kinderkarneval nicht aus! ;)

Die schöne Zeit ist immer so schnell vorbei und ein bisschen Trübsal brachte die erste Märzwoche mir auch – nicht wegen Karnevalsende, sondern irgendwie einfach so. Könnte am Vitamin-D-Mangel liegen, der inzwischen bei mir festgestellt wurde. Wer weiß. Geht auch nun schon wieder besser. Und ich hab die Zeit mit guten Freunden, viel Familienzeit und persönlichen wie auch Ferngesprächen überbrückt.

Man muss es sich einfach immer ein bisschen schön machen. Isso.