Klassentreffen

Mein erster Blogeintrag als „Bellona“ (vorher hatte ich unter einem anderen Namen auch schon 2 Jahre geblogt) handelte von meinem ersten Klassentreffen. 5 Jahre Abitur hatten wir damals. Nun war ich beim „15-Jahre-Abi-Treffen“. Unglaublich. Ich bin seit 10 Jahren Bellona, die Bloggerin. Und seit fast 12 Jahren so allgemein Bloggerin.

Davon weiß von meinem Abijahrgang natürlich niemand was, außer meine beste Freundin, die das aber nicht sonderlich interessiert. Mit dieser (seit der 7. Klasse Gymnasium kennen wir uns, auch unglaublich) und einer weiteren Freundin, mit der nach wie vor Kontakt besteht und Treffen stattfinden, gingen wir also etwas aufgeregt zum Treffen. Von 75 Mann waren 35 dort, und noch ein paar Lehrer. Es ist so schade, dass man nicht mehr Leute zusammenkriegt, aber was soll’s. Es war trotzdem schön und die Aufregung war eigentlich direkt verflogen. Es war schon ein bisschen wie früher. Wir sind irgendwie nicht so eine Truppe, die sich die Taschen bei solchen Treffen vollhauen muss. Klar fragt jeder und erzählt jeder, aber eigentlich ohne zu verurteilen oder zu rechtfertigen. Es gibt natürlich immer vereinzelte Personen, die da doch ein bisschen anders ticken, die nicht ganz dicht in meinen Augen sind, aber die wird es immer geben und die lassen auch kein Neid bei irgendwem aufkommen, auch wenn sie es vielleicht gerne so hätten.

Wir starteten um 17 Uhr und um 2 Uhr gingen die Letzten nach Hause. Darunter natürlich auch ich, hallo, manche Dinge ändern sich nie. ;) Was sich änderte war, dass wir diesmal keine flotte Sohle aufs Parkett legten, sondern wirklich nur zusammensaßen und quatschten. Das war ein bisschen schade, aber irgendwie auch nicht schlecht. So konnte man sich wirklich mit fast jedem einmal ausführlich unterhalten, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

So hab ich von dem Tratschthema schlechthin gar nichts mitgekriegt, nämlich, dass zwei zusammen auf einmal abgehauen sind, die das echt nicht sollten. Aber Arschloch bleibt einfach Arschloch, und das trifft auf beide zu. Und überrascht hat es mich persönlich auch nicht wirklich.

Ich freu mich jedenfalls schon auf „20 Jahre Abi“! (…und demnach 15 Jahre Blogbellona, hihi)

Schon bessere Ideen gehabt

Gestern hatten wir ja einen Feiertag (Fronleichnam), also war MTM zu Hause. Morgens sind wir wie immer mit den Hühnern aufgestanden, weil das Kind einfach gnadenlos ist, wenn es kurz nach 5 Uhr wach ist. :) Wir entschieden, vormittags was in Familie zu unternehmen und nachmittags getrennte Wege zu gehen, weil ich noch die Koffer für den Kleinen und mich packen musste. Da wir beide Dauerkarten für die Wilhelma, den Stuttgarter Zoo, haben und meine Karte erst ein einziges Mal zum Einsatz kam, schlug ich also einen Vormittag und ein Mittagessen im Zoo vor. Kack Idee. Es war sowas von heiß, die Sonne bretterte gnadenlos runter, es waren natürlich Unmengen von Zoobesuchern vor Ort (Feiertag plus Ferien in Stuttgart, Parkhaus halb 10 schon fast voll, kannste echt knicken) und das Kind war fast durchweg grätig weil müde, schwitzend, überfordert von den Menschen, was weiß ich. Je grätiger das Kind wurde, desto angepisster wurden auch wir. Als die Zeit endlich reif fürs Mittagessen war, ließen wir uns nieder und gönnten uns ein Kantinenessen für 30€. Wasser hatten wir auch vergessen, außer für den Kleinen, da mussten auch noch mal 5€ für zwei kleine Glasflaschen liegenbleiben. Was wir durch die Dauerkarten gespart hatten, haben wir so wieder zunichte gemacht. Als wir endlich im klimatisierten Auto saßen und das Kind fast sofort einschlief, resümierten wir den Vormittag, stellten fest dass wir keinen einzigen schönen Moment hatten (hab dann aber noch ein Bild gefunden worauf der Kleine sich freut, immerhin) und lernten für die Zukunft:

Keine Aktivitäten bei Hitze, außer rumliegen/baden/chillen.

Im Zoo nur noch picknicken mit mitgebrachtem Futter.

Für jeden eine Trinkflasche für unterwegs kaufen und immer befüllt mitnehmen.

Feiertage/Sonntage/Ferien sind einfach kacke im Ballungsraum, weil alle gängigen Anlaufpunkte für Unternehmungen überfüllt sind und wir Drei offenbar Menschen hassen. ;)

Ich war dann echt ein wenig traurig; so richtig hinnehmen konnte ich nicht, dass die Hälfte des Tages so wenig erinnernswert war. Als das Kindchen im Auto schlief, entschieden wir spontan, die Schlafenszeit für eine Fahrt nach „nebenann“ zu nutzen –  auf einen schönen Eisbecher im schönen Ludwigsburg. Und das war dann wieder eine der besseren Ideen. ;) Wir saßen in einem tollen Eiscafé im Schatten, blickten auf den Marktplatz, aßen köstliches Eis und hatten uns alle wieder lieb. So wurde unser „Angrillen 2017“ abends auf dem Balkon auch total schön – der Kleine futterte wie ein Scheunendrescher und uns schmeckte es ebenfalls ganz hervorragend. Das Packen hab ich dann so nebenher erledigt, damit der Kleine und ich heute Morgen schön früh starten konnten. Wohin? Na, schon wieder in meine Heimat, zu meiner Mutti und seiner Omi. ♥

 

 

12 von 12 im Juni

Das war eigentlich ein ganz schöner Tag heute nach dem Wochenende Abstinenz von meinem Kindchen. Dass meine Kamera nach dem dritten Foto den Geist aufgab und der Kleine heute Vormittag einen mir völlig rätselhaften, halbstündigen Schreimarathon hingelegt hat, vergesse ich jetzt einfach mal ganz schnell. ;)

Guten Morgen Rand-Stuggi!

Kindchen im Laufgitter, Mama in der Dusche

Frühstücksvorbereitung

Kaffee trinken und das Kind davon abhalten, zu kosten. ;)

Zwischen Wäschemachen im Keller und besagter Schreiattacke: Mittagessensvorbereitung

1. Aufgabe, wenn das Kindchen selig schlummert: Küchenordnung wieder herstellen.

Ich hatte echt schon schönere Mittagspausen. :/

Nach dem Vesper und einem kurzen Kinderspielsandkauf im Baumarkt: Wäsche abnehmen…

…während der Kleine am Matschtisch spielt. :)

Der Papa kam früh von der Arbeit und hat mich im Garten abgelöst – die Gunst der Stunde muss doch mit einer Restsünde vom Wochenende genutzt werden!

Die Jungs sind wieder oben und die halbe Stunde, bis das Abendbrot gemacht werden muss, wird im einzig ruhigen Raum mit erschütternder Lektüre genutzt.

Heute werden die Rollen getauscht: MTM macht die Küche und ich bringe den Kleinen ins Bett – nicht ohne schäkern und schmusen am Wickeltisch!

Dann Couch. Ohne Foto. Hatte die 12 schon voll. ;)

Die anderen Blgoger, die bei „12 von 12“ mitmachen, findet ihr wie immer bei Caro.

Sturmfreies Wochenende

Am Freitag um 14 Uhr fuhren meine beiden Männer ab für ein Wochenende am Bodensee. Heute gegen 18 Uhr kommen sie zurück. Das waren dann 52 Stunden ohne Kind und Mann in meiner geliebten kleinen Wohnung. Das war Freiheit pur. Das war auch Glück pur. Ich bringe jetzt keine Rechtfertigung, kein „aber“ an. Dass ich mein Kind und auch meinen Mann liebe und gerne um mich habe, versteht sich von selbst. Genauso gerne nehme ich so eine Gelegenheit in Anspruch und genieße sie in den vollsten Zügen und vermisse in diesen vergleichsweise wenigen Stunden nichts und niemanden, solange ich weiß dass es allen gut geht damit.

Und ich so? Was ich gemacht habe? Nun, ich habe in meiner imaginären Liste alles abgehakt, was an diesem Wochenende anlag:

  1. Nichts tun, worauf ich keine Lust habe.
  2. Nicht das Haus verlassen.
  3. Mädelsabend mit einer Freundin.
  4. Statt selbst einzukaufen von Rewe beliefern lassen.
  5. Kalten Wein trinken.
  6. Leckere Sünden essen.
  7. Nackig aufm Balkon sonnen.
  8. Lesen, lesen, lesen.
  9. Bloggen, bloggen, bloggen.
  10. Beide SATC-Filme gucken.
  11. Maniküre und Pediküre
  12. Restkörperbeautyprogramm
  13. Spät ins Bett gehen und spät aufstehen.

So, das war’s. Alles erledigt. Ich bin unglaublich erholt und entspannt und glücklich, dass ich so einen lieben Mann habe und dass meine beiden auch so eine schöne Papa-Sohn-Zeit zusammen hatten. Mit Fotos wurde ich reichlich versorgt. Und auch wenn ich bisschen traurig bin, dass die absolut selbstbestimmte Zeit schon wieder vorüber ist, so freu ich mich auch sehr, mein Kind gleich abzuknutschen. Ja natürlich, meinen Mann auch. ;)

 

Ostsee – Tag 7

Unser letzter voller Tag war nun schon wieder angebrochen, am folgenen Tag, samstags, packten wir nur und gingen etwas zum Mittag essen und fuhren dann auch los. Der Freitag aber war noch mal so richtig urlaubig schön, vom Wetter her und von dem, was wir draus gemacht haben. MTM hat sich vormittags mit dem Kleinen zum Bimmelbahnfahren verdrückt und Mutti und ich gingen zu dem Rest der Familie an den Strand für anderthalb Stunden. Ich überwand mich sogar und ging ins 15 Grad kalte Wasser, mit Kopp untertauchen und allem! ;)

Zum Mittagessen und Mittagsschläfchen trafen MTM, Mutti, der Kleine und ich uns wieder oben in der Wohnung. Am Nachmittag kamen wir dann mit dem Kindchen zurück zum Strand, wo er ausgiebig buddelte, mit den Füßen badete, Sand aß usw.. Zwischendrin bekam er wieder so einen Rappel wie beim letzten Strandbesuch und brüllte alles zusammen. Echt, keine Ahnung. Die Beruhigungstaktik vom letzten Mal half auch wieder und als wir eine Weile aneinandergekuschelt dasaßen und das Meer beobachteten, war auch wieder gut und er fetzte fröhlich durch die Gegend, als wäre nichts gewesen. Ich war dann auch nochmal im eiskalten Meer, diesmal war es schon gar nicht mehr schlimm und ich spazierte rein, als würde ich das täglich machen. ;)

Abends gingen wir dann alle noch mal schön essen in unserem geliebten „Vielmeer“ und danach gingen MTM, MTE und ich schonmal vor, um den Kleinen ins Bett zu bringen, während die anderen noch ein bisschen das Freitagabendpartyleben am Hafen genossen. Dann trafen wir uns alle wieder bei uns und hatten einen feucht-fröhlichen Balkonabend zusammen – so muss ein Urlaubsabschluss aussehen! :)

Ostsee – Tag 6

Kindertag! Und stellt euch vor, diesen Tag haben wir Rabeneltern NICHT mit unserem Kind verbracht! ;) Da nun noch mehr Familie zur Unterstützung meiner Gipsbeinmutti vor Ort war, konnten MTM und ich unseren heiß ersehnten Paartag machen.

Es war sonnig, aber stürmisch und kühl. Deshalb, so zumindest meine Version, liehen wir uns Elektrofahrräder. Wer will schon gegen den Wind ankämpfen? Ich denke, wir hätten uns aber auch bei Windstille solche statt normaler Fahrräder geliehen, weil MTM total scharf drauf war, das auszuprobieren. Als wir dann ein paar Meter gefahren waren, machten wir schon den ersten Zwischenstopp bei meinem Wahnsinnsdaiquiri – ja, noch vor dem Mittagessen! ;) Dieses nahmen wir dann nach wenigen weiteren Kilometern auf dem Rad ein, immer noch in Kühlungsborn, in einem ganz liebevollen, schnuckeligen, kleinen Restaurant. Auch wenn es etwas teurer dort ist – die frische Küche und die Bedienung und die Atmosphäre im „Seeteufel“ sind es allemal wert!

Nach dem Essen hatten wir dann eine etwas weitere Strecke vor uns, denn wir wollten nach Rerik fahren und zu meiner Enttäuschung führte uns der Radweg nicht direkt am Meer entlang. Dennoch sah man es ab und zu mal und die ganze flache Landschaft und die Ruhe und das Grün waren ja auch nicht zu verachten.

In Rerik kamen wir dann zwar zerzaust, aber nicht total fertig (Elektroräder sind leider bisschen geil) am Hafen an und spazierten ein wenig umher, bevor wir uns in einem Strandkorb mit Meerblick niederließen und Kaffee/Wein/Eisbecher genossen. Ok, der Eisbecher war scheiße und nicht so richtig zu genießen, aber immerhin hatten wir das schönste Plätzchen am Hafen, fanden wir. Deshalb saßen wir dort auch ziemlich lange, doch irgendwann wurde es Zeit und wir mussten schon wieder den Heimweg antreten. So ein Paartag geht rum wie nix.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann einen gesperrten Radweg am Meer entlang und da auch andere Radfahrer durch die Absperrung fuhren, machten wir das auch. Und das war der Grund für die Sperrung:

Wir haben es erfreulicherweise überlebt und kamen wohlbehalten wieder in Kühlungsborn an, wo wir gerade noch so unsere Räder abgeben konnten, bevor wir schon wieder mit der Familie zum Abendessen verabredet waren. Der Kleine hatte einen schönen Tag mit den Großen und freute sich trotzdem sichtlich, uns wieder bei sich zu haben. Total süß. ♥ Aber im Restaurant war er dann wieder nicht so süß, als sein Essen kochend heiß serviert wurde und ich ihn deshalb erstmal nicht allein essen lassen konnte. Das hat ihn zur Weißglut getrieben und er hat kurz mal die ganze Bude zusammengebrüllt (also wirklich kurz, das uferte nicht aus ins Unermessliche). Aber er hätte auch so gebrüllt wenn er heißes Essen im Mund gehabt hätte. Am Nachbartisch fühlte man sich sehr gestört und die Kellnerin sagte beim Aufnehmen der Bestellung an ebenjenem Tisch: „Das Kind brüllt so laut, ich verstehe sie nicht!“ Gut, sorry, ich bin jetzt aber auch keine Mutter, die mit ihrem Kind bei jeder Unstimmigkeit raus rennt (wenn das jetzt länger angedauert hätte, wäre ich schon mit ihm rausgegangen, aber ich wusste ja woran es liegt und dass es wieder gut ist, sobald er endlich sein Essen essen kann). Und im Übrigen musste ich als kinderlose Frau in Flugzeugen und in Restaurants und sonstwo auch schon oft dieses Gebrüll ertragen und saß nicht offensichtlich kopfschüttelnd da. Klar war ich dann auch genervt und hab die Augen gerollt, aber doch nicht so dass die das mitgekriegt haben! Mich können die alle mal, ehrlich. Da fühlt man sich schon zum Kotzen, wenn das eigene Kind die anderen Leute stört und natürlich auch, weil man selbst ein schönes Abendessen will, und dann geben solche Leute einem auch noch zusätzlich ein scheiß Gefühl. Dann muss man eben drauf achten, dass man einem Kleinkind kein brandblasenverursachendes Essen serviert, ist ja so schwer auch nicht, oder?! Das hab ich über das Geschrei hinweg auch laut gesagt, die Kellnerin hat es registriert, das habe ich gemerkt. Gut, egal, abgehakt. Der Abend wurde dann wieder sehr schön, wir kniffelten nämlich diesmal alle zusammen, also mit den Männern. Das hat wieder echt Spaß gemacht! :)

 

Ostsee – Tag 5

31. Mai 2017. Es wäre Papas 60. Geburtstag gewesen. Wir wollten uns diesen besonderen Tag schön machen und fuhren, wie auch letztes Jahr zu seinem Geburtstag, nach Rövershagen in Karls Erlebnisdorf. Das hätte ihm gefallen!

Nach dem leckeren Mittagessen dort bummelten und shoppten Mutti und ich erstmal ausgiebig und MTM und MTE erkundeten alles, was innen spannend für Kinder war. Der Kleine machte ganz gut mit, er war ja dauerbeschäftigt, und das ist wirklich ein großer Vorteil, den sein Vater mitbringt: Geduld und Entdeckerfreude, auch mit 36 Jahren! :)

Später verschlug es uns nach draußen, dort hatten wir im letzten Jahr schon festgestellt, dass das richtig geil für den Kleinen wird, wenn er laufen kann und das alles auch mitkriegt. Und so war es auch.

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Wir streichelten Ziegen, er rannte von einer zur anderen wie von Sinnen und machte „ei“, bis er auf die Idee kam, an ihren Schwänzen zu ziehen. Ich konnte ihn gerade noch so vor einer Attacke einer angepissten Ziege retten! Wir fuhren auch mit der Traktorbahn und das Kind lenkte schön konzentriert das Gefährt. Wir hatten einfach alle einen schönen und entspannten Tag dort, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Als wir wieder in Kühlungsborn waren, liefen wir an der Strandpromenade entlang, um ein schönes Restaurant für das Abendessen zu finden.

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Es verschlug uns ins „Wolkenlos“, wo wir, ganz dem Anlass entsprechend, ein exzellentes Mal genießen konnten. Und was mich restlos überzeugte, war das Kindergericht für den Kleinen! In den meisten Gaststätten stellten wir selbst etwas zusammen (Kartoffeln mit Gemüse und/oder Fisch, Kartoffeln mit Quark, sowas halt), weil mir Pommes rot-weiß oder Spagetthi (Sauerei hoch 10!) einfach nicht recht waren. Hier aber bekam das Kind lila Kartoffelbrei, knackiges Gemüse und ganz zarte Hähnchenbrust – ganz frisch zubereitet. Er hat reingehauen wie Kroll’s Hund (sagt man bei uns so) und uns lief eigentlich auch allen ein bisschen das Wasser im Mund zusammen, so gut sah das aus. :)

Genau wie im letzten Jahr erwarteten wir noch meine Tante, meinen Onkel und meine Cousine, die die Hälfte unserer Urlaubswoche auch in jenem Appatementhaus und mit uns verbrachten. Sie kamen ins Restaurant und lösten uns direkt ab, um auch noch was zu essen. Mutti blieb mit dort und MTM und ich gingen mit dem Kleinen nach Hause, um ihn ins Bett zu bringen und auch noch ein bisschen die Zweisamkeit zu genießen. Der Abend wurde nämlich dann noch trubelig, als die ganze Familie zusammen in unserer Ferienwohnung hockte, die Männer quatschten und die Frauen kniffelten. Schön war es und genau richtig, um den Tag zu feiern, an dem vor 60 Jahren ein ganz wundervoller Mensch geboren wurde. ♥

 

 

Ostsee – Tag 4

Der Dienstag startete ungemütlich mit ordentlich Wind, Regen und Gewitter. Ich finde ja, dass sowas irgendwie auch zum Sommerurlaub dazugehört, mal einen Tag oder so. Das macht das Ganze bisschen kuschelig. :)

Wir entschieden morgens, in das Meerwasserbad gleich nebenan zu gehen. Wir waren zu Beginn die einzigen Gäste in einem wirklich sehr schönen, kleinen Hallenbad. Es kamen währen der Dauer unseres Aufenthaltes auch nur eine Handvoll Leute nach, das war schon ganz angenehm. Der Kleine jauchzte und zappelte auf meinem Arm, wie immer, wenn er ein Wasserbecken sieht. Wir plantschten zu dritt eine Stunde herum (MTE fand es besonders witzig, Salzwasser zu schlucken) und meine Mutti lag auf einer Liege am Beckenrand und beobachtete das Schauspiel. Sein Stullchen zum Mittagessen bekam das Kind dann auch noch dort, im Handtuch eingewickelt und schon ganz schön müde. Wir hatten es ja nicht weit und brachten ihn dann schnell in sein Bett für den Mittagsschlaf. Unterdessen aßen wir Pizza, die MTM besorgt hatte, und chillten in unserem Appartement. Bis der Kleine wieder wach war, war auch die Sonne dann wieder da und der Himmel strahlte in einem Blau, als hätte es das Unwetter von vor ein paar Stunden gar nicht gegeben!

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Wir zogen unser geplantes Vorhaben trotz etwas kühlerer Temperaturen durch: Wir gingen mit MTE und diesmal mit Badesachen an den Strand. Es war wirklich schön, den Kleinen so aufgeregt und entdeckerisch zu erleben, das ist ja wirklich entzückend bei so Knirpsen, die immer wieder neues erforschen und untersuchen und lernen. Er war natürlich auch wieder recht schmerzfrei, was das arschkalte Wasser anging. Wichtiger war es, dort Muscheln und allerhand anderes schleimiges Zeug rauszufischen. ;)

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Irgendwann hatte er scheinbar genug und fing unvermittelt an, bitterlich zu weinen. Das sind die Momente, in denen man echt nicht so richtig weiß, was man tun soll und was los ist. Die gibt es immer noch und die wird es geben, bis er endlich reden und sagen kann, wo der Schuh drückt. Vielleicht hat er gefroren, vielleicht war ihm alles auf einmal zu viel, vielleicht störte ihn plötzlich der Sand in der Buchse, wer weiß das schon?! Der Schnuller ist in solchen Momenten (leider) unser bester Freund und zusammen mit einkuscheln in ein Handtuch und auf meinem Schoss sitzen und meine Hände halten beruhigte der Kleine sich dann. Wir saßen eine Weile so da und schauten aufs Meer, das war eigentlich dann wieder ganz schön. MTM nahm MTE dann mit hoch in die Wohnung zum Duschen und umziehen und holte noch Räucherfisch fürs Abendbrot. Ich nutzte diese Stunde, um einfach im warmen Sand zu liegen und mir die frühe Abendsonne auf die noch bäckermützenbraune Haut scheinen zu lassen. Dazu das Meeresrauschen, das war einfach total schön.

Zum Abendessen blieben wir also zu Hause, statt in ein Restaurant zu gehen, das war uns nach diesem Bade- und Strandtag einfach am liebsten. Den Abend verbrachten wir Erwachsenen drinnen, weil es zu windig und kalt für den Balkon war. Diesmal kniffelten wir nicht, sondern spielten Name-Stadt-Land(-Fluss-Pflanze-Tier-Beruf) und im Anschluss Essen-Trinken-Küchenuntensilien(-Stars-Politiker-Kleidung). Die zweite Version hatte MTM angeregt, weil bei der ersten meine Mutti so oft so schnell fertig war (außer, wenn ihr kein Fluss einfiel), dass wir echt schon verzweifelten. Bei der zweiten war sie aber meistens auch so schnell und wir lachten uns den halben Abend ziemlich schlapp über diverse Ergebnisse (Stadt mit H? Natürlich Hessen!). Keine Glotze, kein Handy, kein Buch, kein Tablet, dafür Stift, Papier und Wein – das ist das Rezept für herrlich lustige Stunden! :D

 

Ostsee – Tag 3

Der Tag begann bewölkt, aber immerhin trocken. Wir entschieden morgens spontan, mit der Molli-Bahn (oder mit MTMs Worten: „Zügle“) zu fahren – diesmal mit Mutti und ihren Krücken im Schlepptau, Zug fahren kann man schließlich auch mit Gips. Das sollte MTEs erste Zugfahrt sein und sein Vater war deshalb besonders aufgeregt. MTE war leider, wie immer vormittags, ziemlich müde. So richtig viel Begeisterung zeigte er zunächst nicht, eher wäre er fast in meinem Arm eingenickt. Wir fuhren nur bis Bad Doberan und wieder zurück, ohne auszusteigen. Im Zug machten wir mit dem Kind ein Picknick zum Mittagessen und danach drehte es auch wieder bisschen auf und guckte mit seinem Papa alles genau an. Als wir dann wieder in Kühlungsborn aus dem „Zügle“ ausstiegen, dauerte es nicht lange und MTE schlief selig im Buggy. Wir Erwachsenen verbrachten diese Mittagspause mit belegten Brötchen auf einer Bank an der Strandpromenade und genossen die Sonnenstrahlen, die dann doch noch rauskamen. Wir gingen weiter in ein Eiscafé und pünktlich, als unsere Eisbecher kamen erwachte der Kleine und verlangte Kostproben.

Nachdem wir uns alle in der Wohnung frisch gemacht hatten, gingen wir ohne Mutti nochmal raus, und zwar ins „Vielmeer“, unsere liebste Lokalität vor Ort. Dort genossen MTM und ich ein leckeres Getränk im Strandkorb und unser Kind spielte im Sand. (Er blieb natürlich nicht so brav im Schatten sitzen die ganze Zeit und war dann wegen der vielen Sonnencreme regelrecht paniert. :D)

Zum Abendessen holten wir meine Mutti wieder ab und als wir danach den Kleinen im Bett hatten, brachen MTM und ich noch einmal auf.

Wieder ging es ins „Vielmeer“ für einen Abend zu zweit im Strandkorb. Der Erdbeer-Daiquiri dort macht süchtig, ich sag’s euch! Lange hielten wir nicht durch, wir waren einfach hundemüde. Zwar schlief der Kleine die ganze (!) Woche bei seiner Oma im Zimmer und wir hatten demnach absolut erholsame Nächte, doch wir kamen meistens eher spät ins Bett und die Nacht war trotzdem spätestens kurz nach 7 vorbei. Und da hatte meine Mutti die Kuschelei mit dem Kleinen schon ordentlich rausgezogen, er war halt auch im Urlaub meistens um 6 rum wach. Zum Glück hat sie das nicht gestört, im Gegenteil, sie bestand auf die Nächte und Morgen mit ihrem kleinen „Pupsi“. :)

Ostsee – Tag 2

Sonntag. Es herrschte ganz schöner Andrang; ich stand morgens beim Bäcker in einer ellenlangen Schlange und auch sonst waren die Straßen und die Strandpromenade voller Wochenendurlauber. Mein lieber Mann hat sich nach dem Frühstück mit dem Kleinen verdrückt, um die Gegend nach Spielplätzen zu erkunden. In der Zeit konnte Mutti bisschen Ordnung in die Bude nach ihrem Gusto bringen und lesen und ich legte zwei Beautystunden im Bad ein. Nach dem Mittagsschlaf des Kleinen zogen MTM, MTE und ich los. Meine Mutti war ja durch ihren Gips eingeschränkt, aber sie hatte nachmittags die pralle Sonne auf dem Balkon und hat das auch genossen.

Wir spazierten herum, gingen auf den Spielplatz und dann auch das erste Mal an den Strand. Der Kleine hatte ja letztes Jahr schon seine Babyfüßchen im Sand und im Wasser, aber daran wird er sich vermutlich nicht mehr erinnern. ;) Diesmal gab’s gar kein Halten mehr, er ist ja schon immer wie von Sinnen, wenn er nur SAND sieht, aber diesmal gab’s auch noch WASSER dazu! Die Kälte an den Füßen machte ihm nichts aus und wir hatten echt zu tun, ihn an der Hand zu behalten. Er hatte ja gar keine Badesachen an und sollte schon erstmal trocken bleiben, wir wollten doch nur mal gucken… Das Geschrei war natürlich riesengroß, als wir den Strand wieder verließen und ich finde es ja dann immer sehr geil, wie die Leute einen so richtig undezent anglotzen. Da fehlt manchmal nur noch das Kopfschütteln – entweder weil man sein Kind offenbar falsch behandelt ODER weil dieses Kind ein besonders ungezogenes Exemplar ist. Lächerlich. :D

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Nun gut, wir holten am frühen Abend dann meine Mutti ab, um gemeinsam zum Abendessen in die „Hafenkneipe“ zu gehen. Das Abendessen findet nun immer etwas früher statt, weil der Kleine dann halt Hunger hat (und wir auch, schließlich essen wir ja auch mit ihm um halb 12 zu Mittag) und damit er nicht zu spät ins Bett kommt. Im Urlaub kann es schon mal etwas später sein, war es auch eigentlich fast jeden Abend. Aber ich persönlich will ihn trotzdem zu einer noch vernünftigen Zeit im Bett haben, weil er eben auch müde ist und wir ja abends auch gerne unsere Ruhe haben, vor allem wenn die Tage mit ihm so anstrengend sind. Also, so grob haben wir unsere Essens- und Schlafenzeiten ganz gut eingehalten in der Urlaubszeit.

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Zurück zum Thema: Nach dem Abendessen waren wir noch mal kurz auf der Seebrücke und tankten etwas Abendsonne. Dann ging es ab in die Wohnung, ab ins Bett mit MTE und dann ab auf den Balkon zum Kniffeln im Sonnenuntergang. Wir Drei hatten echt Spaß und ich hatte eine Glückssträhne. ;)