Moussaka. Oder: Wenn man sich für ein Mittagessen den Arsch aufreißt.

Also, ich wollte schon immer mal Moussaka machen. Wenn wir zum Griechen gehen, wähle ich fast immer dieses Gericht, weil ich es einfach geil finde. Vorletzten Samstag hatte ich mir dann eben endlich mal ein Herz gefasst und mich rangetraut. Dass es ein „bisschen“ aufwändig ist, wusste ich ja schon, aber dass ich 2,5 Stunden in der Küche stehen würde für einen AUFLAUF, hatte ich so irgendwie nicht erwartet. Aber hey, es war wirklich unglaublich lecker und mir persönlich hat es sogar besser geschmeckt, als beim Griechen. Wir waren nämlich direkt am Sonntag dann beim Griechen essen (Timing ist nicht so meine Stärke) und ich hab den Direktvergleich gehabt. Und damit ich nicht vergesse, wie mir mein Moussaka so gut gelungen ist, versuche ich mal, meine Anstrengungen hier Revue passieren zu lassen. ;) Ich hatte nämlich zwei Rezepte bei Chefkoch.de rausgesucht und die so’n bisschen nach Gutdünken kombiniert…

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Zutaten (ca. 6 Portionen):
600g Kartoffeln, 400g Auberginen, 500g Hackfleisch gemischt, 2 Schalotten, 3 Knoblauchzehen, 1 große Dose geschälte Tomaten, 2 Eier, 180g Schafskäse, 40g Butter, 40g Mehl, 375ml Milch, 1 Zitrone, 1 Lorbeerblatt, 1/4 TL Zimt, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Muskat, Petersilie, Tomatenmark, Oregano, Zucker, Cayennepfeffer, Paprikapulver

Zubereitung:
Auberginen in Scheiben schneiden, mit etwas Salz würzen und mit Olivenöl beträufeln. Erst bei 160°C Umluft etwas trocknen lassen (20 min), dann ganz nach oben schieben und nochmals 15 min bräunen lassen (mit der Grillfunktion geht’s am besten). Zeitgleich die Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden und in Olivenöl braten, bis sie eine gute Bräune erreicht haben.
Alles beiseite stellen und nun in einem Topf etwas Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten, dann das Hackfleisch zufügen und anbraten, bis es krümelig ist. Dosentomaten etwas zerkleinern und hinzufügen. Mit Lorbeer, Zimt, Salz, Pfeffer, etwas Cayennpfeffer, Paprikapulver, 1 Prise Zucker und Muskat würzen. So lange köcheln, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Dann fein gehackte Petersilie und etwas Tomatenmark unter das Fleisch rühren. Das Lorbeerblatt entfernen, den Topf vom Herd nehmen und 1 Ei unterrühren.
In einem weiteren Topf die Butter zerlassen. Mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Die Milch zugießen und unter Rühren einkochen lassen, bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Muskat abschmecken. Den Schafskäse zerbröckeln und in die Bechamelsauce einrühren. Den Topf vom Herd nehmen und 1 Ei unterrühren.
Den Boden einer Auflaufform mit einer Schicht Auberginen auslegen, salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Dann Kartoffelscheiben auf die Auberginen schichten. Darauf die Hackfleischmasse geben, sowie nochmals mit Auberginenscheiben belegen, diese wieder salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Die restlichen Kartoffelscheiben darauf schichten und alles mit der Soße übergießen.
Mittlere Schiene, 180°C, 45 Minuten. Herrlich! :)

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Papas Linseneintopf

Mein Papa hat in unserem Leben eine große Lücke hinterlassen, die sich niemals schließen wird, niemals. Manchmal habe ich Momente, da kann ich es auf einmal wieder nicht fassen, was ihm und unserer Familie widerfahren ist. So ein Moment ist gerade, und das ist auch genau der richtige Moment, um meinem Papa hier zu gedenken. Ja, mit einem banalen Rezept. Warum nicht? Wir alle denken ständig an ihn, in jeder Situation, und vor allem in Situationen, die uns dann echt traurig machen. Aber wenn ich Linseneintopf esse, der nach seinem Rezept gekocht ist, dann muss ich mit einem Lächeln an ihn denken. Gut, gerade beim Schreiben jetzt, ist mir gar nicht nach lächeln zumute. Aber so ist es eben, das gehört dazu zum Vermissen und Trauern, wenn man den Menschen so geliebt hat, wie ich meinen Papa geliebt hab.

Zutaten:
1 Stk. Kasseler, 2 Knacker, Suppengrün, 1 Packung Tellerlinsen, Kartoffeln, 1 Zwiebel

Zubereitung:
Den Kasseler mit dem Suppengrün (gewaschen, ungeschnitten) und der Zwiebel (geschält, ungeschnitten) weich kochen. Alles aus der Brühe herausnehmen und die Linsen darin kochen bis sie weich sind. Nebenher ein paar geschälte Kartoffeln in Stückchen bissfest kochen. Die Linsen schon beim Kochen abschmecken mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker. Zum Schluss noch kurz die Knacker in Scheiben mitkochen lassen. Wenn die Linsen weich sind (bei mir sind sie bissfest, ich mag das so), werden das kleingeschnittene Kasselerfleisch sowie die Möhren vom Suppengrün in Scheibchen dazugegegben. Fertig. Mein Papa hatte das ganze noch ein bisschen angedickt mit einer sogenannten „Mehlanbrenne“. Das habe ich aber gelassen, weil es als klarer Eintopf auch lecker und dann nicht ganz so schwer und fettig ist.

So, das war eine typische Beschreibung nach Bellona-Art. Wir sind ja hier nicht bei Chefkoch.de. ;) Und mein Kind liebt dieses Gericht heiß und innig, letztens hat er richtig irre gelacht, als er das vorgesetzt bekam. :D Mein Papa würde vor Stolz platzen!

Bellona informiert: Ideensammlung Familienkost

So, jetzt mache ich mich endlich mal an den Eintrag, den ich schon so lange schreiben wollte. Meine Blogfreundin Sternenkratzer hat das schon vorgemacht und mal in einem Eintrag Tipps gegeben für das Kochen für Kleinkinder. Ich verspreche mir jetzt davon einerseits natürlich, dass der Eintrag irgendeinem Leser etwas nützt, andererseits schreibe ich ihn auch ein bisschen für mich als meine Ideensammlung. Hattu Kopp wie Sieb muttu aufschreiben! ;)

Mein Sohn ist nun fast 16 Monate alt und kann grundsätzlich alles am Tisch mitessen. Er tut’s natürlich nicht pauschal, aber er probiert erfreulicherweise erstmal alles. Ich koche eigentlich immer frisch zum Mittagessen oder serviere etwas, das ich mal frisch gekocht und eingefroren hatte. Die hier aufgelisteten Gerichte kamen allesamt gut an und sind natürlich für Groß und Klein etwas. Ich koche so gut wie nie irgendwas extra für den Kleinen; wenn es mal Döner o.ä. gibt, was er nicht isst, dann kriegt er etwas aus der Tiefkühltruhe aufgewärmt. Ich würze nun das Essen gar nicht mehr mit Salz, sondern nur mit Pfeffer und Kräutern und so. Wir Erwachsenen salzen unsere Portionen dann separat auf dem Teller.

Ich zähle hier einfach mal auf, was auf den Tisch kommt und was drin ist – die meisten Sachen gehen schnell und sind einfach zuzubereiten. Wenn jemanden explizit ein Rezept interessiert, kann er das gerne erfragen. Ich bin aber eher freestyle in der Küche unterwegs, vernünftige Mengenangaben darf man von mir nicht erwarten. ;)

Suppen
(Bei Suppen müssen zwingend Stückchen auf jedem Löffel sein, findet mein Kind. Nur Suppe, egal ob cremig oder nicht, führt gerne mal zu einem Wutanfall. Das Kind will kauen! Brühe machen wir immer selbst, kann man auch gut auf Vorrat kochen und einfrieren.)
Kartoffelsuppe
(Suppengrün und Kartoffeln püriert, Blumenkohl und Wiener in Stückchen, Majoran, Petersilie)
Nudelsüppchen
(Hühnerbrühe, Suppennudeln, TK-Suppengemüse, ggf. Ei)
Baskischer Fischeintopf
(Kabeljau, Lachs, Kartoffeln, Dosentomaten, Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl, versch. Kräuter)
Pastinaken-Kartoffel-Suppe mit Hackbällchen
(Pastinaken, Kartoffeln, Zwiebel, gekochte Hackbällchen mit Ei, Brot, Kräutern)
Omas Hochzeitssuppe
(Hühnerbrühe, Suppennudeln, Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Konserven-Champignons und -Spargel, Ei)
Gaisburger Marsch (urschwäbisch, seltsam, saulecker!)
(Fleischbrühe, Spätzle, Kartoffeln, Tafelspitz, Bockwurstscheiben)

Fleisch
(Ist bei MTE noch schwierig. Er mag die Konsistenz oft nicht so ganz, wahrscheinlich weil er noch nicht genug Zähne zum ordentlichen Zermalmen hat. Aber er isst anfangs mit großem Hunger meistens was davon und dann halt drumherum.)
Pasta Bolognese
(Vollkornnudeln, Soße aus Hackfleisch, Tomaten, Olivenöl und Gemüse z.B. Zucchini, Champigons, Möhren, Paprika, Aubergine, Sellerie)
Toskanischer Hähnchenauflauf
(Hähnchenbrustfilet eingelegt, Kartoffeln, Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Olivenöl)
Hühnerfrikassee mit Reis
(Naturreis, Hühnerbrühe, Hähnchenfleisch, Konserven-Champignons und -Spargel, Erbsen, Möhren, Sahne, Zitrone, Mehl, Butter)
Lasagne mit Fleisch und Gemüse
(Lasagneplatten, Hackfleisch-Tomaten-Soße, Möhren, Champignons, Zucchini, Spinat, Olivenöl)
Maultaschen mit Gemüse
(Maultaschen, gedämpftes Gemüse z.B. Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi)
Linsen mit Spätzle und „Saitenwürschtle“ (urschwäbisch, seltsam, lecker ;))
(Linsen angedickt mit Zwiebel, Möhren und Rauchfleisch, Spätzle, Wiener Würstchen)
Pasta mit Hähnchenragout
(Vollkornnudeln, Hähnchenbrustfilet, Tomatensoße, Spinat, Olivenöl)
Hackbällchen mit Kartoffeln und Gemüse
(Hackbällchen mit Ei, Brot und Kräutern, Kartoffeln, gedämpftes Gemüse z.B. Brokkoli, Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi)
Schinkennudeln
(Gabelspaghetti, Erbsen, Mais, Schinken, Sahne, Zitrone)
Pasta mit Zitronencarbonara und Hühnchen
(Vollkornnudeln, Hähnchenbrustfilet, Erbsen, Eier, Zitrone, Parmesan)
Chinakohl-Lasagne
(Lasagneplatten, Chinakohl, Hackfleisch, Frischkäse, versch. Kräuter, Olivenöl)
Hähnchengeschnetzeltes mit Reis
(Naturreis, Hähnchenbrust, Frühlingszwiebeln, Champignongs, saure Sahne, Zitrone, Butterschmalz)

Fisch
(Klappt bei uns meistens super in allen Variationen.)
Lachs mit Kartoffelbrei und Erbsen
(Lachsfilet, Kartoffelbrei mit etwas Milch, TK-Erbsen mit Petersilie und Butter)
Zitronenrisotto mit Lachs und Gemüse
(Lachsfilet, Risottoreis, Schalotte, Gemüsebrühe, Zitrone, Parmesan, gedämpftes Gemüse z.B. Möhren)
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Gemüse
(Fischstäbchen mit Vollkornpanade, Kartoffelbrei mit etwas Milch und Butter, gedämpftes Gemüse z.B. Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi)
Reis mit Garnelen-Tomatensoße
(Naturreis, Garnelen, Tomatensoße mit Zucchini, Olivenöl)

Vegetarisch
(Von unserem Kind werden diese Gerichte eigentlich immer im Affenzahn verschlungen, die gibt’s auch viel öfter, weil sie am schnellsten zuzubereiten sind.)
Pellkartoffeln mit Quark
(Pellkartoffeln, Quark, Petersilie, Schnittlauch, Leinöl)
Spinat mit Kartoffeln und Rührei
(Spinat gehackt, Kartoffeln, Ei)
Pasta mit Tomatensoße
(Vollkornnudeln, Tomatensoße mit oder ohne Gemüse wie Zucchini, Möhren etc.., Olivenöl)
Pasta mit Brokkoli
(Vollkornnudeln, Brokkoli, Milch, Rapsöl)
(Petersilien-)Kartoffeln mit Gemüse
(Kartoffeln, evtl. frische Petersilie, gedämpftes Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Erbsen, Möhren, Bohnen, Butter)
Risi-Bisi
(Naturreis, Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Petersilie, Milch, Rapsöl)
Rote-Linsen-Curry mit Reis
(Naturreis, rote Linsen, Süßkartoffel, Frühlingszwiebel, Kokosmilch, Tomatenmark, Kurkuma, Olivenöl)
Grießauflauf mit Brokkoli
(Grieß, Brokkoli, Hüttenkäse, Ei, Milch, geriebener Käse)

Geplant
(Aus Kochbüchern/dem Internet/meinem Hirn rausgefischt und auf die To-cook-Liste gesetzt.)
Kichererbsen-Gemüse-Muffins
Nudeln mit Bärlauchpesto
Fischfrikadellen mit Kartoffelbrei
Möhrenrisotto
Pannfisch
Wirsingrouladen mit Kartoffelbrei
Zucchini-Schinken-Pfannkuchen
Brotsalat mit Feta, Oliven, Tomaten und Gurken
Kartoffelbrei mit Rührei und Gurkensalat
Kartoffeln mit Frankfurter Grüner Soße und Ei
Eierfrikassee

Lasagne, pornös

Guck mal, das Wort „pornös“ hab ich schon sooo lange nicht mehr benutzt, dabei fand ich das immer sehr witzig. Biste Mutti, biste halt nicht mehr pornös, nicht mal in Gedanken! :D

So, das war die Einleitung. Heute geht’s ums Essen. ;) Auf den Freitagsfüller hatte ich keine Lust, aber die Fotos dieser Kochorgie schlummerten noch im Archiv und da dachte ich, zeig ich sie euch mal. Mit bisschen Text natürlich.

Und zwar trug es sich vor ein paar Wochen zu, dass ich auf Instagram ein Video sah. Jemand, dem ich folge, machte eine Lasagne auf seine Art und zeigte diese im Schnelldurchlauf. Es war abends, ich lag auf der Couch und mir tropfte augenblicklich der Zahn. Wenige Tage später folgte ich dem Beispiel und bereitete meine eigene Gemüse-Fleisch-Porno-Lasagne zu. Es ist nicht so, dass ich sonst nur normale Lasagne gemacht hätte. Oft war auch viel Gemüse dabei, aber alles halt direkt in die Soße geschnippelt und ohne den Spinat. Meine Lasagne schmeckte auch immer gut, aber diesmal haben Kochen und Essen noch mehr Spaß gemacht:

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Zuerst machte ich die Soße aus Hackfleisch, passierten Tomaten und Karotten. Und dann ging es schon ans Schichten, total freestyle. Keine Ahnung ob es da eine bestimmte Reihenfolge gibt damit es perfekt wird, ich finde nicht dass Essen perfekt sein muss. Bei mir gab es zum Schichten neben Lasagneplatten und der Soße: Zucchini, frische Champignons, Blattspinat und Creme fraiche. Ich mag nämlich Bechamelsoße nicht. Obendrauf Mozzarella. Und das Ergebnis haben sich alle, auch der Kleinste (mein wichtigster Kritiker ;D), absolut schmecken lassen.

Lasagne

Vielleicht ist das ein guter Startschuss für den nächsten noch ausstehenden Eintrag: Die Ideensammlung für große und vor allem auch klitzekleine Leckermäuler. Wollte ich schon längst geschrieben haben, aber lieber leg ich mich mittags zusammen mit dem Kleinen hin und schmuse mit ihm. Und wenn nicht, dann hab ich haufenweise andere, weniger schöne Dinge zu tun während er pennt. :)

 

Pläne sind dazu da, verworfen zu werden!

…oder zumindest umgewurschtelt. Denn es gibt zwei wichtige Naturgewalten, die Pläne mir nichts, dir nichts durcheinanderwirbeln können: Das Wetter und das Kind.

Beim Freitagsfüller hörte sich alles noch sehr gut durchdacht an. Wir wollten Freitagabend chillen, samstags zum Babyschwimmen und sonntags in den Zoo. Das Einzige, was so ablief wie geplant, war der Freitagabend. Ich als liebende Ehefrau willigte ein, mit meinem Mann den allerersten „Star Wars“-Film zu schauen, obwohl ich eigentlich damit nichts am Hut habe. Ich hatte MTM im Dezember schon einmal meine Liebe auf diese Art bewiesen, als ich mit ihm bei Star Wars im Kino war. Nun wünscht er sich, dass das beim kommenden Teil wieder passiert und ist der Meinung, ich müsse aber vorher erst mal ALLE anderen Teile sehen, um das alles besser zu verstehen. Na gut, was tut man nicht alles. ;) Letztlich fand ich es sowohl im Dezember, als auch am Freitag gar nicht sooo doof.

Am Samstag wurde aus dem morgendlichen Babyschwimmen nichts, weil mein Kind es vorzog, das erste Mal überhaupt bis 8:15 Uhr durchzuschlafen! Quasi. Also, eigentlich war er 5:30 Uhr das erste Mal wach in seinem Bett, ich holte ihn dann zu uns ins Bett und plötzlich wachten wir alle so spät wieder auf. Um 8 oder 9 wollten wir beim Schwimmen sein, daraus wurde nun nichts. Stattdessen frühstückten wir ausgiebig zusammen, was auch total schön war, weil es so selten vorkommt. Und dann stellten wir fest, dass das Wetter nur noch JETZT ein bisschen gut sein würde und ab Samstagnachmittag dauerhaft kacke. Also fuhren wir in die Wilhelma, was eigentlich für Sonntag geplant war. Ich bin jetzt nicht so der Zoofreund, MTM fährt aber voll drauf ab und freut sich des Lebens, dass wir nun ein Kind und damit einen Grund haben, vermutlich auch noch eine Dauerkarte zu kaufen. ;) Eigentlich könnten die beiden ja auch alleine gehen, aber MTM wollte eine Familienunternehmung machen und die Entscheidung dazu war auch genau richtig. Wir hatten einen wunderschönen Tag im Zoo und haben das Wetter optimal ausgenutzt. Als die dicken Wolken kamen, war es später Nachmittag und wir waren bereit zum Aufbruch.

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Am Abend verzog ich mich in die Küche und frönte mal wieder dem Kochen. Mache ich gerne, aber hab ich kaum noch die Ruhe dazu. Umso mehr Spaß machte es mir, und ich probierte auch ein völlig neues Rezept, weil ich es irgendwie ätzend finde, dass man immer das Gleiche kauft und kocht. Der Toskanische Hähnchenauflauf war vorzüglich und passte super zum entspannten Abendprogramm: Star Wars, Teil 2. Jap. MTM hat mich gekriegt.

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Am Sonntag, der ja eigentlich für die Wilhelma reserviert war, machten wir nun nicht nichts, sondern einfach was anderes. Ursprünglich waren wir nämlich für den Zoo mit einem befreundeten Paar verabredet. Mit diesem gingen wir nun zum Chinesen unseres Vertrauens essen. Ich mag so Buffets nicht wirklich, aber im New Shanghai könnte ich mich wirklich reinlegen. Wir waren dort kurz vor der Geburt von MTE mehrmals hintereinander und unser erster Restaurantbesuch überhaupt mit Kind fand ebenfalls dort statt. Uns verbindet viel mit dem Schuppen. ;D Wir hatten nun auch wieder einen sehr leckeren und schönen Mittag und Nachmittag, MTE machte ganz gut mit und mit unseren Freunden ist es sowieso immer sehr nett. Und sie fahren dermaßen auf das Kind ab, das ist echt rührend. So lange kennen wir uns noch nicht, sie war eigentlich meine Kollegin, aber es passt einfach mit uns Fünfen. :)

Und Sonntagabend? Und im Übrigen auch gestern Abend? Klar, Star Wars. Teil 3 und Teil 4. Ich fürchte, ich bin angefixt. Und ich fürchte, heut geht’s weiter. ;D

Melonen-Gurken-Bowle

Am Sonntag haben wir endlich mal angegrillt! Wir hatten Besuch von einem Kumpel mit Freundin, haben schön auf dem Balkon gesessen und lecker gegessen, lecker getrunken und sogar das „Unwetter“ (also, paar Tropfen Regen) dank unserer neuen Markise super überstanden.

Aufgrund regen Interesses möchte ich euch nun meine Melonen-Gurken-Bowle präsentieren, die ich für das Angrillen gemacht habe. Unsere Gäste hielten sich komischerweise arg zurück, also mussten MTM und ich bisschen mehr davon trinken. Also, aus Erfahrung kann ich sagen: Vorsicht. Bowle ist immer bisschen schlecht für den Kopf am nächsten Tag. ;)

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Man löse 5 EL Zucker in 100ml Weißwein auf (kurz köcheln) und fülle diesen Sud in ein Bowle-Gefäß. Dazu gieße man weitere 200ml Weißwein, 250ml Wodka, 1 L Ginger Ale und 500ml Tonic Water. Eine halbe Gurke schneide man in Scheiben und eine Galia-Melone in Stückchen (ohne Schale und Kerne natürlich), der Kram kommt auch in die Bowle. Und schlussendlich schäle und stückle man 1,5 Gurken sowie eine weitere Galia-Melone. Die Gurken- und Melonen-Stückchen werden püriert und das Pürree durch ein Sieb gestrichen, auch in die Bowle rein. Noch ein paar Eiswürfel, fertsch. ;)

Bellonas bombastisches Bärlauchpesto

(Wenn man „Pesto“ mit „B“ schreiben würde, wäre die Alliteration perfekt, schade!)

Ich bin in die Lebensmittelproduktion gegangen! Kürzlich entdeckte ich auf dem Wochenmarkt Bärlauch und fabrizierte mein erstes Pesto. Eine Woche später kaufte ich den Edeka leer (also nur das Bärlauchfach) und eröffnete die Pestomanufaktur. Die ganze Wohnung stank roch herrlich nach dem Grünzeug und am Ende konnte ich sieben Gläschen mit der Masse befüllen, die man als Pesto, als Brotaufstich oder auf Grillfleisch genießen kann. Und was einem sonst noch so einfällt. Ich habe den größten Teil eingefroren und nur zwei Gläschen im Kühlschrank. Der Vorrat wird nicht lange währen, weil es erstens so geil schmeckt und zweitens noch verschenkt wird an diverse Abnehmer aus dem Familienkreis.

Bärlauchpesto

Zutaten (frei Schnauze, sorry):
Frischer Bärlauch
Sonnenblumenkerne
Olivenöl
Parmesan
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Den Bärlauch klein schneiden und in einer Schüssel mit reichlich Olivenöl vermengen. Sonnenblumenkerne im Mörser mörsern ;) und dazugeben. Mit dem Pürrierstab zu einem Brei verarbeiten. Geriebenen Parmesan unterrühren, mit ein wenig Pfeffer und Salz abschmecken. Fertig. Bombe!

Küchenzauber

Zu der strahlenden Sonne und den warmen Temperaturen passt doch heute ein leckeres, frisches Gericht mit karibischem Einschlag, oder?!

Karibischer Bratreis

Zutaten für etliche Portionen (wir kochen immer vor bzw. frieren ein):

500g Basmatireis
1 Mango
500g Hähnchenbrustfilet
500g Garnelen küchenfertig/vorgekocht (TK)
1 EL Speisestärke
2 Bund Lauchzwiebeln
4 Möhren
0,5 Chinakohl
75g gesalzene Cashewkerne
1 Knoblauchzehe
150ml Gemüsebrühe
Sojasauce
Öl zum Braten
Limettensaft
Zitronenpfeffer
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

Reis kochen und sehr gut abtropfen lassen.
Garnelen abspülen und in einem Sieb auftauen lassen.
Mango in Würfel schneiden.
Hähnchenfleisch abspülen, trockentupfen, in dünne Streifen schneiden, mit der Speisestärke bestäuben und mit Salz und Pfeffer würzen.
Lauchzwiebeln in Ringe schneiden.
Möhren schälen und in Stücke schneiden.
Chinakohl in Stücke schneiden.
Cashewkerne grob hacken (geht am besten mit Mörser und Stößel).

Etwas Öl im Wok erhitzen und erst Möhren ca. 2 Minuten braten, dann die Lauchzwiebeln für weitere 3 Minuten mitbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Noch etwas Öl in der Pfanne stark erhitzen und das Hähnchenfleisch darin hellbraun braten. Knoblauchzehe pressen zum Fleisch geben. Salzen und mit 2 EL Limettensaft würzen.
Chinakohl, Reis und Mango dazugeben und kurz mitbraten, dann noch die Möhren und Lauchzwiebeln zufügen und ebenfalls noch etwas braten.
Gemüsebrühe dazugeben, die Cashewkerne und die Garnelen unterheben.
Alles mit Salz, Pfeffer, Zitronenpfeffer, Limettensaft und Sojasauce abschmecken.

Karibischer Bratreis

Der Gaumenschmaus schmeckt am besten auf dem Balkon in der prallen Sonne! :D

Vegan for whatever

So, ich habe mich nun mal ein paar dieser Rezepte angenommen, die gerade so durch aller Munde tingeln. Ihr wisst schon, der vegange Koch, der durch die Fernsehshows hüpft mit seiner 30-Tage-Challenge, „vegan for fit“ und so. Meine Intention ist nicht, Veganerin zu werden oder mein Leben umzukrempeln. Vielmehr bin ich vielseitig interessiert, was gesunde und neuartige Rezepte angeht, vor allem wenn sie auch noch schmecken sollen. Und allzu verkehrt dürfte es ja auch nicht sein, zur ein oder anderen Essenszeit mal nichts tierisches in sich reinzuschaufeln.

Eine gewisse Grundausstattung ist natürlich vonnöten, wenn man aus diesem Buch was nachkochen möchte. Also begab ich mich in den Bio-Supermarkt und kam mit einer kleinen Tüte und 60€ (!) weniger in der Geldbörse wieder heraus.

Alnatura

Seit ein paar Tagen probiere ich also schon herum und ich muss sagen: Gar nicht mal so gut! ;) Nein, nur ein Späßchen. Tatsächlich haben mir UND meinem Mann einige Gerichte echt ganz gut geschmeckt. Andere waren wieder nicht so unseres. Und eines haben fast alle Gerichte gemeinsam: Der Aufwand ist sehr sehr groß. Für meinen Alltag ist das nicht wirklich was.

Zucchini-Pilz-Lasagne
Zucchini-Pilz-Lasagne

Quinoa-Salat
Quinoa-Salat

Zucchini-Spagetthi alla Carbonara
Zucchini-Spagetthi alla Carbonara

Amaranth-Joghurt mit Himbeeren und Kokos
Amaranth-Joghurt

Leider ohne Bild blieb mein heutiges Frühstück, das zwar nicht besonders toll aussah, aber wirklich sehr gut geschmeckt hat: Apfel-Zimt-Hirsecreme mit getrockneten Cranberries. Es hatte was von Porridge, nur eben mit Hirse. Soll ja sehr sehr gesund sein und ist wirklich mal was ganz anderes. Das mache ich auf jeden Fall mal wieder!

Premiere!

Ich habe thailändisch gekocht. ICH! Ich stehe eigentlich nicht sooo sehr auf die asiatische Küche und ich mag auch eigentlich gar nix scharfes, nicht mal leicht scharf. Kokosmilch mochte ich lange Zeit auch nicht, aber da hab ich mich schon vor einiger Zeit bekehren lassen.

Nun ist es so, dass ich ab und zu auf Arbeit beim Asia-Lieferdienst thailändisches Curry bestelle, abwechselnd rot oder grün. Das ist angeblich nur leicht scharf, sagen die anderen, aber für meinen empfindlichen Gaumen ist es schon sehr heftig. Trotzdem schmeckt es mir und so kam ich auf die Idee, das mal selbst zu kochen. Somit besuchte ich am Samstag zum ersten Mal in meinem Leben einen Asia-Supermarkt und dann konnte es am Sonntag losgehen.

Produkte Asiamarkt

Grünes Thai-Curry mit Huhn

Zutaten
500g Hühnerbrust
3 kleine Zucchini
(normalerweise kommt da Thai-Aubergine rein, aber Zucchini tut’s auch, die hatte ich gerade da)
1 Möhre
3 Frühlingszwiebeln
1 Dose Bambussprossen
Grüne Currypaste
2 Dosen Kokosmilch (ich nehme light)
2 EL Fischsoße
2 EL helle Sojasoße
4 Spritzer Limettensaft
4 TL brauner Rohrzucker
2 TL neutrales Öl
Zitronenpfeffer
Pfeffer
Salz

Zubereitung
2 EL Currypaste in dem Öl heiß werden lassen (nicht braten!) und mit 1/2 Dose Kokosmilch ablöschen und aufkochen. Wenn sich die Paste und die Kokosmilch verbunden haben, die in Stücken geschnittene Hühnerbrust zufügen und in der Flüssigkeit garen. Die restliche Kokosmilch nach und nach zugießen und weiter köcheln lassen (insgesamt ca. 15 Minuten). Nun das klein geschnittene Gemüse zufügen und mitköcheln lassen, bis es gar ist. Währenddessen das Curry mit Fischsoße, Sojasoße, Limettensaft, Rohrzucker, Zitronenpfeffer, Pfeffer und Salz abschmecken. Zum Schluss noch die abgetropften Bambussprossen zufügen und mit heiß werden lassen. Mit Reis servieren.

Grünes Thai-Curry mit Huhn

Sehr lecker! Und übrigens: Ich fand es extreeeeem scharf und würde zukünftig nur noch einen Esslöffel Currypaste nehmen. MTM fand’s „würzig“, aber sehr erträglich. Naja, ich bin da halt’ne Muschi. ;)