Wohnst du Reihenhaus, oder was?

Diesen „Satz“ habe ich neulich gehört, original so, wie er da steht. Ich saß im Auto, das auf einem Parkplatz stand, hinter mir das schlafende Kind. Es war echt schwül und das Fenster war offen, da zogen 3 Teenie-Mädchen an meinem Auto vorbei, eine verabschiedete sich, weil sie nun in diese Straße einbiegen musste, und die andere sagte DAS. Mir war wie lachen und heulen gleichzeitig. Ich werde jetzt keine Debatte um die Zukunft der deutschen Sprache starten, nee, echt nicht, ich wollte es nur mal loswerden. Ich hab diese neue Art zu sprechen bisher eben noch nie live gehört. Ich lese die Scheiße immer nur in irgendwelchen Kommentaren auf Facebook oder Youtube. Hab ich eigentlich schonmal erzählt, dass ich mal übelst facebookkommentargemobbt wurde? Ich hatte bei einer Zeitung AUSNAHMSWEISE mal einen Kommentar abgegeben. Und zwar berichtete diese Zeitung irgendwie fünf mal hintereinander von einem Rapper, dessen Namen ich noch nie gehört hatte, und seinem Auftritt in einem Einkaufszentrum (wow…), der einen Polizeieinsatz nach sich zog. Ich fragte dann mal vorsichtig, ob ich hier die Bravo abonniert habe und weshalb diesem Rapper mit albernem Namen so viel Bedeutung beigemessen wird. Oh man. Die Jugend ging daraufhin ab wie ein Zäpfchen, Leute. So isse, die schöne neue Welt. Und ich bin nun auch eine alte Schachtel, die die Jugend nicht mehr versteht. ;)

Gut, das ist ja wieder so ein unstrukturierter Eintrag, habt ihr schon gemerkt, wa?! Also erzähle ich noch mal schnell, der Vollständigkeit eines Tagebuchs halber, dass ich diese Woche in einem echten Buchladen (!) zwei Bücher für mich und zwei für den Kleinen gekauft habe. Ich habe sogar ganz analog in bar bezahlt und war danach einfach sehr glücklich. Buchläden sind toll. Ich hatte mir mal vor einiger Zeit vorgenommen, Bücher ausschließlich in echten Läden zu kaufen und Amazon nur für andere Bestellungen zu nutzen (Musik, Bücher für den Kindle, Zeug fürs Kind, Geschenke, sowas halt). Das klappte bisher gut, weil ich einfach keine Bücher kaufen musste, da ich nicht zum Lesen kam. ;) Das ändert sich gerade wieder und ich genieße es sehr, das Lesen. Und ich genoss den Aufenthalt im Buchladen. Zum Glück ist mein Kind auch so ein Bücherfan; MTE steuert eigentlich ständig auf sein Bücherfach zu, holt ein Buch raus und bedeutet mir, mich hinzusetzen, damit er sich auf meinem Schoß platzieren und mit mir das Buch angucken kann. Absolut süß. Und er liebt am allermeisten Wimmelbücher. Deshalb hab ich in dem Laden auch zwei im Miniformat fürs Auto gekauft.

Ansonsten war in dieser Woche noch IKEA angesagt, weil die Guthabenkarten vom Weihnachtskalender nur 6 Monate gültig sind – ich hatte auf einer 20€ statt 5€, hat sich also wirklich gelohnt! Ich hab dann einen Tomatenstrauch (so heiße ich übrigens auf Instagram, falls wer mir da noch folgen möchte… ;D) und Kresse und eine Wolkenlampe für den Kleinen und die geilsten IKEA-Süßigkeiten überhaupt gekauft: Die Punschrollen. Ich liebe sowas, in meiner Heimat gibt’s manchmal beim Bäcker „beschwipste Nonne“, das schmeckt genauso. Vor diesem IKEA-Bummel fand ein Mittagessen mit ein paar Kollegen statt, was bei traumhaftem Wetter in einem Biergarten total schön war; auch MTE hat gut mitgemacht, den ich ja nunmal unter der Woche zu einem Mittagessen mitnehmen muss.

Was noch toll war in dieser Woche: Ich hatte für 5 Stunden MTMs Tante zum Babysitten engagiert und fuhr mit lauter Musik und aufgedrehtem Bass in die Stadt zum Friseur. Grauhaarabdeckung, fragt nicht. Jedenfalls kann ich da nicht so offen sein wie bei meiner Familie, das ist einfach so, auch wenn ich es theoretisch vielleicht doch könnte. Also tat ich so, als würde das immer megalange dauern beim Friseur, weshalb ich einen Zeitraum von 10 bis 15 Uhr ausmachte. Natürlich dauert das bisschen Färben und Schneiden nicht so lange, sodass ich noch zum Augenbrauenfädeln, zu DM und zu einer der geilsten Salatbars in Stuggi gehen konnte. Bei bestem Wetter, das alles. Es war eine geile Auszeit! Den Bass hab ich bei meiner Ankunft zu Hause wieder runtergedreht, damit das Kind bei der nächsten Fahrt keinen Schock bekommt.

Die Woche, merke ich gerade, war ganz schön ereignisreich. Denn bei einer Freundin  mit Baby (9 Monate) war ich auch noch, um die Kinder im Garten in den Sandkasten zu setzen und selbst zu chillen. Der Sand in meiner Wohnung hat mich später dann zwar echt angekotzt, aber es gibt eben auch Dinge, die man als Mutter leider hinnehmen muss, wenn man ein glückliches Kind will. Ich lerne stetig dazu. ;)

Nun ist mein Kind erkältet, weil es beim Kleinkindturnen, was wir immer dienstags besuchen und was total Spaß macht, wieder auf so eine kleine Rotznase getroffen ist. Sowas nervt mich echt, wenn Mütter ihre erkälteten Kinder zu solchen Nicht-Pflicht-Terminen schleifen müssen. Es ist ja keine Kita und es hängt ja offenbar auch keine Arbeitsstelle dran. Echt ätzend. Nun gut, durch die Erkältung klappt nun plötzlich das Hinlegen zum Mittags- und Nachtschlaf nicht mehr gut, und auch die Nächte sind recht unruhig. Wenn es einige Zeit gut klappte, ist das dann echt wieder eine Umgewöhnung. Hinzu kommt, dass der Kleine nach wie vor IMMER um 5:30 Uhr wach ist, auch wenn die Nacht nicht durchgeschlafen wurde. Ich bin quasi dauermüde, was aber nichts daran ändert, dass ich abends absolute Probleme habe, einzuschlafen. Voll die Muttiprobleme, ich weeß. ;)

So, nun ist mein freier Samstag (die Jungs sind seit 10 Uhr im Zoo) auch gleich wieder zu Ende. Ich hab Beauty gemacht und im Gemeinschaftsblog die nächste Episode der Fortsetzungsgeschichte gebloggt, hab auf dem Balkon gelesen und mit Mutti telefoniert, Wäsche gemacht und hier auch noch was geschrieben. Nun kommt noch eine Kochorgie, damit ich meine Jungs mit einem leckeren Mahl empfangen kann (Curry aus Hackfleisch, Pack Choi und Kichererbsen, dazu Reis), dann mache ich noch mit dem Kleinen zusammen ein Erkältungsbad und dann darf MTM ein bisschen Freiheit haben, während ich mich vermutlich zeitig zum Kleinen ins Schlafzimmer verkrümele. Wenn er krank ist, schläft er besser, wenn wir dabei sind. ♥

Also dann, tschüssi, ich geh jetzt mal Küche. ;D

Österreich – Tag 6

Und schon war unser letzter kompletter Urlaubstag da. Am 7. Tag haben wir nur vormittags ausgecheckt und sind dann gefahren – davon gibt’s keine Fotos und nichts zu erzählen, daher wird dies nun der Abschluss meines Urlaubsberichtes.

Der Tag war herrlich und entwickelte sich irgendwie spontan so. Wir gingen morgens in die nahegelegene Therme – eigentlich hatte ich nicht wirklich Lust drauf, aber MTM hat mich überredet. Zum Glück! Die Therme war teuer, aber wundervoll, und es wurde auch für Familien einfach an alles gedacht. Wir hatten nur 2 Stunden bezahlt, aber als diese schnurstracks rum waren, blieben wir einfach noch und zahlten schlussendlich den Tagespreis. ;) So richtig konnte ich mir den Tagesverlauf in der Therme mit Kleinkind nicht vorstellen, aber wir probierten es einfach aus und wurden letztlich nicht enttäuscht. Nach 2 Stunden Plantscherei im Wellenbad und im Sole-Becken bekam er sein Mittagessen in dem Gastrobereich. Im Bad gab es kostenfrei Buggys, wovon wir uns einen schnappten, um das Kind irgendwie zum Mittagsschlaf zu schuckeln. Das ging besser als erwartet; trotz des Lärms war der Kleine innerhalb von wenigen Minuten weggedöst. MTM machte es sich mit einer Zeitung bequem und ich verkrümelte mich in das salzige, wundervolle Außenbecken mit ganz viel Dampf um den Kopf und einer wahnsinnig schönen Aussicht auf schneebedeckte Berge.

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Nach seinem Schläfchen ging ich mit dem Kind plantschen und MTM machte Wellness im Außenbecken. Die Zeit verging wie im Flug und irgendwann war unser aller Haut so schrumpelig, dass wir dann doch wieder den Weg ins Hotel antraten. Wir waren alle sehr entspannt und auch erschöpft, genau so sollte ein letzter Urlaubstag sein, finde ich.

Trotzdem gingen wir dann, nach der Jause, nochmal kurz in die Stadt, um den Wochenmarkt anzugucken, der irgendwie gar keiner war. Naja, im angrenzenden Kinderladen hab ich dann zumindest noch was für MTE und seinen kleinen Großgroßcousin gekauft.

Am letzten Abend hab ich dann sogar noch ein Foto vom fantastischen (aber leider oft zu salzigen) Essen gemacht – es gab diesmal ein 5-Gänge-Menü und dazu ein Nachspeisenbuffet. In dem Hotel kann man es sich echt richtig gutgehen lassen, bis man aus allen Nähten platzt.

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Zum Abend auf dem Zimmer mit Wein und leisem Quatschen gibt’s wie bisher auch nicht viel zu sagen. Außer, dass ich es auch nach 6 Tagen noch genossen habe, sehr sogar. Und nun hat uns längst der Alltag wieder: Selber kochen, selber putzen und keine Kinderbetreuung für wenigstens mal 2 Stunden. Aber es ist trotzdem auch zu Hause schön. Nur nicht GANZ so schön wie im Sorgenfreiurlaub. :)

Österreich – Tag 5

Am Vormittag haben wir mal wieder die Kinderbetreuung in Anspruch genommen, einfach um es nochmal auszuprobieren. Es lief nicht so toll wie beim letzten Mal, weil der Kleine ständig von den Betreuerinnen rumgetragen werden wollte. Aber immerhin hat er sie nicht angefremdelt, das ist doch was. Sie haben ihm seinen Wunsch erfüllt und wir haben in der Zeit im Aufenthaltsraum gelesen. ;)

Nach dem Mittagessen machte das Kind im Buggy seinen Mittagsschlaf, während wir mit ihm durch die kleine Stadt Altenmarkt spazierten, in der wir seit 5 Tagen unseren Urlaub verbrachten.

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Wir machten einen Schaufensterbummel und kauften auch dies und das ein. Alles in allem fanden wir es für so ein idyllisches Örtchen einfach viel zu laut wegen des regen Verkehrs, aber was soll’s. Schöne, ruhige Fleckchen entdeckten wir immerhin auch.

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Wir liefen dann mit dem inzwischen wieder wachen Kind zurück und schauten uns nochmal im großen Garten des Hotels um. Wir entdeckten Ziegen und eine Katze, vor der unser Kind leider etwas Angst hatte. Oh man, und ich bin so eine Katzennärrin. :) Nun gut, ich hab mich mit der Miez ein bisschen befasst und sie folgte mir deshalb natürlich überall hin. Im Hotelgarten gibt es einen Badeteich, der nun ganz dick zugefroren war, sodass ich mich traute, darauf herumzurutschen. Mit meiner pelzigen Freundin, natürlich! (Auf dem Bild sieht es aus, als wäre da genau unter meinen Füßen ein Riss. Oh man, wer weiß in welcher Lebensgefahr ich schwebte!? ;D)

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Den restlichen Nachmittag verbrachten meine Jungs wieder im Spielzimmer, während ich eine Cleopatea-Packung und eine Kopfmassage genoss. Sooo herrlich! Ich hätte danach am liebsten das Abendessen im Bett vor der Glotze zu mir genommen, aber das geht ja weder mit Baby im Zimmer, noch mit Buffet im Speisesaal. ;) Das brachten wir dann noch schnell hinter uns, bevor wir einen weiteren chilligen Abend auf dem Zimmer in unseren Betten verbrachten – eigentlich brauche ich das gar nicht mehr zu erwähnen, oder?!

Österreich – Tag 3

Das wird ein kurzer Eintrag, denn wir haben es uns gegönnt, den ganzen Tag keinen Schritt vor die Hoteltür zu machen. Wir hielten uns ausschließlich drinnen auf und schauten nur raus in die schöne weiße Kälte…

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Zuerst brachten wir nach dem Frühstück den Kleinen wieder in die Betreuung, einfach um es nochmal auszuprobieren. Diesmal gab es überhaupt keine Probleme, er hat gespielt und nicht geweint und als wir nach einer Stunde zurückkamen, hat er uns überhaupt nicht beachtet. Da sind wir direkt nochmal abgedampft für eine Stunde. :D Die Zeit verbrachten wir im Aufenthaltsraum mit unseren Büchern.

Zum Mittagessen gingen wir ins hauseigene Restaurant und danach machten wir zusammen einen ausgedehnten Mittagsschlaf im großen Hotelbett. Der Kleine war völlig fertig vom Spielen. Nach dem Schläfchen war er wieder fit, deshalb ging MTM mit ihm nach der „Jause“ nochmal ins Spielzimmer, aber blieb mit dabei. Und ich? Ich hatte einen Termin zur Ganzkörpermassage. Herrlich!

Der Abend war wie immer: Abendessen, Bett, Wein, Chillen. :D

Da war vielleicht was los…

…im Leben der Bellona! Ich hatte in den letzten Tagen so einen vollen Terminkalender, ich war selber leicht überfordert. Aber irgendwie war alles, was drin stand, schön oder wichtig oder beides. Und deshalb hab ich mir gesagt: „Augen zu und durch!“ Ja, das musste ich, denn auch wenn ich Lust auf die meisten Vorhaben hatte, hab ich mir schon Gedanken gemacht, wie mein Baby das alles so mitmacht UND wie ich das alles bei bis zu 38 Grad überstehen soll. Ich verachte so eine Hitze zutiefst.

Dienstag und Mittwoch war ich ja ganztags im Freibad, das ist schon entspannend, weil man halt nicht zu Hause ist und somit keine Pflichten zu erfüllen hat. Das Kind ist auch entspannt, weil es immer jemanden um sich herum hat, da beschäftigt es sich auch prima alleine. Aber irgendwie bleiben dann eben die Sachen auf der Strecke, die man zu Hause gemacht hätte. Das wurde dann am Donnerstag tagsüber erledigt mit einem recht unentspannten Baby an der Backe, darf er ja auch mal sein. Die Hitze machte meinem Aussehen zu schaffen, ich konnte mich kaum vernünftig stylen, wo ich doch abends in der Stadt verabredet war. MTM übernahm den kleinen Schreihals und ich zog los, um mit meiner Teamkollegin essen zu gehen und auf dem Stuttgarter Weindorf Wein zu schlürfen. Es war ein wunderschöner Abend, wir hatten sooo viel zu quatschen und merkten gar nicht, wie uns der Wein immer mehr zu Kopfe stieg. Ich fuhr recht angelumpert mit der letzten Bahn nach Hause, schlief im Wohnzimmer auf der Couch und stand am nächsten Morgen 5:30 Uhr parat, als MTM aufstehen musste. Ich fand Vater und Sohn zusammen im großen Bett vor, total süß. Zum Glück brauchten MTM und ich nur tauschen und der Kleine schlief dann an meiner Seite noch weiter bis halb 8. Dann ging es gleich wieder los ins Freibad an diesem heißen Freitag, dorthin kam MTM nach der Arbeit auch und wir blieben total lange bis abends, sodass wir uns dann sputen mussten, damit das Kind nicht im Auto einpennt oder vor Hunger garstig wird. Abends durfte ich noch einmal alleine pennen auf der Gästecouch, MTM übernahm wieder die Nacht und ich schlief total erschöpft wie ein Stein von 23 bis 7:30 Uhr durch. Das hatte ich echt schon lange nicht mehr und brauchte es auch für den Samstag, vor dem mir ein bisschen graute: Um 10 Uhr hatte ich einen Friseurtermin in der Stadt, was ja schon bisschen ungeil ist bei diesen Temperaturen. Bei 35 Grad noch ein Geschenk in der kochenden Kesselstadt zu besorgen, war dann auch echt scheiße, vor allem da mir die frische Haarfarbe vom Kopf tropfte und die Frisur vom Schwitzen komplett ruiniert war. Fast dankbar kam ich dann im klimagekühlten Supermarkt an und kaufte noch ein, weil bei den ganzen Freibadbesuchen natürlich auch kein Kühlschrank aufgefüllt werden konnte. Dann machte ich mich zu Hause frisch und düste weiter zum Familienkaffee mit anschließender Poolparty bei MTMs Cousine. Dort warteten Mann und Kind auch schon. Das ganze Familiending war lustig aber auch echt anstrengend, vor allem mit dem Kleinen. Jeder will mal, jeder weiß was besser, jeder redet durcheinander… An seinen Nachmittagsschlaf war nicht zu denken, MTM ging sogar um 17 Uhr noch in den Pool mit dem Kind und ich war froh, als es dann endlich Abendbrot- und Schlafenszeit war. Der Kleine hat wirklich super mitgemacht, er mochte den Trubel, aber trotzdem hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil seine Augen schon total klein waren und er einfach mehr als bereit fürs Bett war. Das Schlafenlegen in die mittlerweile superenge Kinderwagenwanne in einem Nebenzimmer klappte problemlos, trotz lauter Musik vor der Tür. Er schlief auch super bis nachts halb 2, dann gingen wir mit einem wachen Kind im Wagen nach Hause und ich hatte mich mittlerweile um zwei Kinder zu kümmern, mein großes Kind aka Ehemann war nämlich partout nicht dazu zu bewegen, eher nach Hause zu gehen und trank bis dahin im Pool Gin Tonic *manstellesicheinenaugenrollsmileyvor*. Zu Hause schlief der Mann auf der Couch und ich schläferte das Baby wieder ein bei mir im Schlafzimmer. Klappte Gott sei Dank, trotzdem war die Nacht natürlich äußerst kurz. Und natürlich konnten wir am Sonntag nicht einfach chillen wie früher, früher is nich mehr! Kind versorgen, Wäsche machen (auch das kommt zu kurz bei so einem vollen Terminkalender), Essen kochen, tageslichttauglich werden… Wir waren ganz schön fertig nach der Hälfte des Tages, aber wir gönnten uns dann auch zu dritt einen Nachmittagsschlaf auf der Couch, das tat vielleicht gut! Und dann ging es auch schon weiter, wir waren zum Geburtstag eingeladen und reisten auch dort natürlich wieder mit dem kleinen Racker hin. Und wieder hat er prima mitgemacht. Im Auto hat er noch rumgemotzt, aber sobald er unter Leuten war, war er der übliche Sonnenschein. Nach dem Abendbrei ging es wieder in ein Nebenzimmer in den Kinderwagen, die Lichter waren schnell aus bei ihm und wir konnten bis 22 Uhr schön mitfeiern. Vernunft und Müdigkeit ließen uns dann aufbrechen, sodass wir alle drei um 23 Uhr in unseren Betten lagen und bis 5:30 Uhr den Schlaf der Gerechten schliefen (auch alle drei, Gott sei Dank!).

Und jetzt ist erstmal Pause! Ich habe keinen einzigen Termin bis Donnerstag. Ich kümmere mich jetzt um unser Zuhause, um den Kleinen und um meinen Blog. ;)

Arm durch Parkgebühren, Restaurantbesuche und Shopping!

Mist, ich wollte eigentlich mal bisschen sparen fürs Kindchen und die Elternzeit, in der ja bisschen weniger Kohle reinkommt. Stattdessen benehme ich mich wie Gott in Frankreich, gehe mit meiner Elternzeitfreundin ständig zum Mittagessen und bummeln, und das alles natürlich an Stuttgarts Hotspots, wo man gerne auch mal 14€ Parkgebühren für 5 Stunden bezahlt… Tja, was soll ich sagen? Ich find’s geil! :D Na gut, Parkgebühren finde ich nicht geil, aber die Situation gerade schon. Letzte Woche hatte ich eigentlich nur am Dienstag eine „Pause“ vom Stadtleben, am Mittwoch nach meinem Arzttermin saß ich schon wieder mittags in der Innenstadt bei Käsespätzle und Virgin Hugo und schnackte mit der Freundin um die Wette. Es wurde dann sonnig und schön und wir bummelten und ich kam an zwei Sachen nicht vorbei: Body fürs Baby und Erdbeertörtchen für mich. :D

Bummeln Stuttgart

Und am Donnerstag ging es gerade so weiter. Ich hatte einen Termin bei Mama-Spa, hier habe ich aber ausnahmsweise mal keine Kohle gelassen, da ich von meinen Kollegen einen Gutschein geschenkt bekommen hatte. Nach der 75-minütigen Behandlung ging ich ölig und tiefenentspannt ein paar Meter weiter in ein Café zum Mittagstisch mit besagter Freundin und ihrem Baby. Es folgten ein Spaziergang und dann die Heimfahrt (die erneut horrenden Parkgebühren lass ich mal beiseite…), schließlich sollte der Ehemann mich endlich von meinem Strohwitwendasein erlösen und ich wollte noch kochen und alles schön machen und so.

Freitags war ich wieder busy, musste ich doch in aller Herrgottsfrühe zum Arzt und danach zum Einkaufen und dann nach Hause zum Chillen und zum Vorkochen des Eintopfes für Samstag und zum Vorbereiten des gemütlichen Abends zu zweit… Tja, ich bin eine vielbeschäftigte Frau! ;D

Am Wochenende fuhr ich dann wieder ein bisschen runter, blieb zu Hause, kümmerte mich um den Nestbau (ausmisten, Ebay, putzen, die Jungs beim Aufbau der Kinderzimmermöbel kontrollieren…) und um mich. Um nun gestärkt in die neue Woche zu gehen. Gleich bekomme ich Besuch zum Mittagessen (Freundin und Baby, wie sollte es anders sein, es arbeiten ja alle außer wir), dann gehen wir wieder spazieren und heute Abend gehe ich wieder zum Schwangerenschwimmen. Morgen ist ein großer Bummel zum ernsthaften Abarbeiten der Erstausstattungsliste geplant und tja, mal sehen wie es weitergeht diese Woche. Das Wochenende ist auch schon voll… Ich glaube, MTM und ich nehmen gerade panisch noch alles mit, was mit frisch geschlüpftem Baby erstmal nicht geht. ;)

Genusswochenende

Schafskälte und Regentropfen sind mir derzeit herzlich egal. Ich lasse mich nicht abhalten von meinen Vorhaben, und davon hab ich viele.

So gibt es zum Beispiel seit kurzem jeden Freitag einen Abendmarkt in Bad Cannstatt, dem Stadtteil in dem wir früher gewohnt haben. Den wollte ich mir mal anschauen und das Motto „griechischer Abend“ sprach mich natürlich direkt an. Ein bisschen genieselt hat es zwischendurch, aber wir sind trotzdem über den kleinen historischen Markplatz geschlendert und haben was gegessen und einen Smoothie getrunken. Beim Spazieren durch den historischen Stadtteilkern entdeckten wir dann sogar noch das älteste Haus Stuttgarts! Gelesen hatte ich davon schon oft aber gefunden hatte ich es bisher im Vorbeigehen nie. Tja, unverhofft kommt oft. Und das reichte uns für diesen Freitagabend dann auch, wir waren müde und haben deshalb sogar das Kino sausen lassen. Für den nächsten Morgen war der Wecker nämlich schon gestellt…

Bad Cannstatt

…denn wir hatten vor, mal richtig früh in der Stadt zu sein. Wir wollten mal wieder frühstücken gehen in diesem kleinen, altbackenen Café, in dem sich fast nur alte Leute tummeln. Die Traditionsbäckerei ist eine Institution in Stuttgart und das Frühstück ist schön traditionell und ohne dieses ganze Chichi der hippen Lokale. Steh ich manchmal drauf. Wir waren aber nicht nur wegen des Frühstücks so zeitig in der Stadt. Ich hatte nämlich spontan einen Friseurtermin mittags um 12 und vorher wollten wir noch bisschen was erledigen. So ritten wir als nächstes beim Traditionsladen „Spielwaren Kurtz“ ein, um ein Babygeschenk zu besorgen. Erfahrungsgemäß sollte das auch seine Zeit dauern, weil MTM total auf Spielwarenläden steht und dort alles genau anguckt. Ich hingegen fing mehrmals das Heulen an (dezent, natürlich), weil ich so viel süßes Babyzeug gefunden hab. Scheiß Hormone, echt mal. :DD

Nun, als wir gefunden hatten, was wir suchten, sprang ich noch kurz bei der Kosmetik rein, um meine Augenbrauen fädeln zu lassen. Danach war es schon wieder Zeit für ein kleines Mittagessen, köstlichen frischen Burritos konnten wir nicht widerstehen. Und dann machte sich MTM auf die Socken zum Sport während ich es beim Friseur hab krachen lassen. Neben dem üblichen Verwöhnprogramm (Schneiden, Färben, Pflege) entschied ich mich spontan für eine Maniküre und genoss diesen Luxus. Was ich am Partymachen spare, geht für die Schönheit drauf, ich sag’s euch.

Nach dem Friseur fuhr ich mit der Bahn nach Hause und als MTM dort auch eintraf, machten wir erstmal ein kleines Nickerchen. Das hatten wir uns verdient. Und schließlich wollten wir noch ins Autokino, da geht’s immer erst spät los und wir wollten ja fit für den Film sein. Erst 20:15 Uhr schreckten wir hoch, sprangen auf, machten uns frisch und düsten los. Seit 2 Jahren waren wir nicht mehr im Autokino, glaube ich, und ich fragte mich mal wieder, wieso eigentlich. Es ist so schön, die Beine hochzulegen, sich zurückzulehnen und ganz für sich zu sein. Und es ist so kuschelig! Ach ja, und der Film („Spy“, mit der dicken Agentin) war auch zum Schießen. Ein schöner Tagesausklang war das…

Stuttgart

Den heutigen Sonntag nutzte ich wie geplant zum Ausruhen. Schafskälte und Regentropfen kamen mir da gerade recht, so geschahen Rumliegen und Einnicken, Surfen und TV Glotzen ganz ohne schlechtes Gewissen. :)

Weiberkramtag

Am Mittwoch hatten meine Kollegin und ich einen Tag frei genommen, um mal einen richtigen Weibertag zu veranstalten. Nun kennt man ja Stuttgart schon zur Genüge, also zog es uns nach Mannheim, wo meine Begleitung sich gut auskennt, vor allem was die richtigen Adressen für Schönheit, Essen und Shoppen angeht. Zunächst machten wir einen kurzen Halt in Ludwigshafen, wo ich erst einmal ins Schaudern geriet. Vielleicht ist der erste Blick nicht entscheidend und ich sollte noch einen zweiten Blick riskieren, aber ich fürchte, dort wird mich so schnell nichts mehr hinziehen.

Ludwigshafen

In Mannheim hat es mir schon besser gefallen, auch wenn auch diese Stadt mich nicht so sehr vom Hocker reißt. Hübsche Ecken findet man hier und da trotzdem und schön war es auch, einfach mal in einr kleineren Stadt unterwegs zu sein, in der man alles fußläufig erreichen kann. Und neben ein wenig Sightseeing hatten wir natürlich auch noch mehrere andere Ziele, die fast alle mit Weiberkram zu tun hatten.

Rathaus und Marktplatz Mannheim

So besuchten wir einige kleine, liebevoll geführte Läden, die unsere Schuh- und Dekoherzen höher schlagen ließen. Wir aßen hervorragendes Sushi zum Mittagessen und ließen uns dann ein paar Straßen weiter die Augenbrauen fädeln (orientalische Fadentechnik). Eine weitere Pause und Erfrischung gönnten wir uns beim Genießen von Frozen Yoghurt, mal ein Trend auf den ich ziemlich abfahre.

Frozen Yoghurt

Die Krönung unseres Beuatytages stand uns aber noch bevor: Ein zweistündiger Aufenthalt im „House of Beauty“! Ich wollte eigentlich „nur mal gucken“, und plötzlich saß ich auf dem Schminkstuhl, bekam eine Profi-Beratung und ein Make Up verpasst und hielt ratz-fatz ein teures Tütchen in der Hand. ;)

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Damit aber nicht genug: Eigentlich waren wir schon im Begriff zu gehen, als mir einfiel, dass man ja noch mal kurz einen Blick auf die Düfte riskieren könnte. Prompt wurde herumgesprüht, mit Dufttüchern gewedelt, mit Kaffeebohnen neutralisiert und genauso promt hatte ich NOCH eine Rechnung zu bezahlen. Und wisst ihr was? Das schlechte Gewissen ist längst nicht so groß wie das Glücksgefühl beim Auspacken der wertvollen Schätze und beim morgendlichen Anwenden und Auftragen derer. Gott, wie weibisch!

Beautykram

Beflügelt und glücklich traten wir am frühen Abend dann unsere Heimfahrt an. „Oben ohne“ fuhren wir unter der strahlenden Abendsonne zurück und ernteten ordentlich Sommersprossen. In Stuttgart ließen wir den Abend dann noch ausklingen bei einem Salat im Biergarten und einem schönen Spaziergang mit büscheliger Begleitung und herrlichem Blick auf unsere Stadt.

Spaziergang Suttgart von oben

Für diesen Tag haben sich die Überstunden definitiv gelohnt!

Allein allein…

So, das nächste Strohwitwenwochenende ist angebrochen. Ich vermisse meinen Knallkopp jetzt schon, aber trotzdem freue ich mich, dass endlich Wochenende ist. Es wird ziemlich still werden für mich, da ich keine Verabredungen o.ä. habe. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich mich nicht selbst hervorragend beschäftigen könnte. Sich selbst genügen ist wichtig, muss man können!

Ich bin also gut vorbereitet auf die kommenden Stunden und Tage. Ich werde lauter Mädchensachen machen, aber auch meine wachsende To-Do-Liste mal zaghaft angehen.

Strohwitwenwochenende

Das ruhige Wochenende wird mir zum Kräftetanken noch einmal gut tun, ich bin nämlich bald auf Karnevalsurlaub. :D

Er: 31 und fresh wie eh und je. Ich: 28 und grau. GRAU!

Da haben wir’s. Ein trauriger Eintrag. Ich war am Donnerstag bei meiner Friseurin und stellte wie immer meine provisorische Frage nach kahlen Stellen und grauen Haaren. Diesmal beantwortete sie sie mit „ja“. Ja zu grauen Haaren. Keine kahlen Stellen. Aber eben graue Haare. GRAUE HAARE! Zwei Stück. Ich bin aus dem Friseurladen gestürzt, direkt zur nächstbesten Drogerie. Haarfarbe. Ich färbe ja eh schon, aber der Ansatz ist schon wieder bisschen da und deshalb haben wir auch die grauen Haare entdeckt. Dann bin ich nach Hause, hab MTM die Schuld gegeben und geheult. Am nächsten Tag auf Arbeit hab ich mir sie dann rausgerissen. Scheißdreck.

Mein Liebling MTM hatte übrigens gestern seinen 31. Geburtstag. Der Arsch hat keine grauen Haare. Keine! Eigentlich hätte er zur Strafe überhaupt kein Geschenk kriegen sollen. Naja, aber ich bin ja nicht so…

Geburtstagstisch

Das ist ein Wurststrauß, ich bin immer noch ganz angetan von meiner Idee. MTM hat sich gefreut wie Bolle. Ist aber auch klar, was will der denn mit Blumen und Süßkram. Auf Wurst steht er viel mehr! :D

Aber kommen wir nochmal zu meinen grauen Haaren. Das ist doch scheiße! Meine Mutter ist 51 und hat noch keine! Meine Oma ist ebenfalls bis zu ihrem Tod nie richtig ergraut! Bei Papa hat’s auch erst kürzlich angefangen. Wo kommt also diese verkackte Scheiße her, hm? Und was kommt als nächstes? Hörgeräte? Hornbrille? Wechseljahre?