Dezemberliebe

November

Ich hatte ja hier und da schon erwähnt, dass der Dezember von mir sehr geliebt wird und auch recht ereignisreich bei uns ist. Aber erst mal musste das Ende des Novembers ordentlich über die Bühne gebracht werden, denn das war irgendwie auch nicht ohne dieses Jahr. Mein Kind sah seine Mutter 2,5 Tage gar nicht, weil diese ihren Job, städtische Erledigungen, einen abendlichen Friseurtermin und eine Weihnachtsfeier inklusive spontaner Übernachtung bei der Kollegin bewerkstelligen musste wollte. Unterdessen fiel der erste richtige liegenbleibende Schnee – ich war live dabei, auf der Terrasse meiner Kollegin, nachts um 2, in eine Decke eingemurmelt und mit Rotwein und Zigarette in der Hand. (Ich muss einfach in regelmäßigen Abständen eskalieren, sonst wäre ich nicht mehr ich.) Am 30.11. war dann die Wiedersehensfreude bei meinem Sohn und mir groß, als ich ihn aus der Kita abholte; trotzdem gab es Pflichten zu erfüllen statt einen reinen Spielenachmittag. Wir mussten nämlich unsere Abreise am Folgetag vorbereiten und die Bude in Ordnung bringen, Wäsche abnehmen, packen usw..

Dezember

Am 1.12. hatten mein Mann und ich unseren 5. Hochzeitstag. Fünf Jahre! Welche Veränderungen diese kurze Zeit mit sich brachte, geht auf keine Kuhhaut. Wir hatten viele schöne Momente, sind viel gereist, auch mit meinen Eltern, haben ein Kind bekommen und noch ein Familiengeburtstagswunder erlebt! Aber wir haben auch zwei Jahre lang die Krankheit meines Papas mit ihm verkraften und ertragen und ihn dann gehen lassen müssen. Wir haben mit einer Freundin mitgelitten. Und uns durch Startschwierigkeiten als Eltern durchmanövriert.
Ganz unromantisch starteten wir diesen Tag mit einer langen Autofahrt in meine Heimat, zu meiner Mutti. Dort parkten wir das Kind, das sich riesig über das Wiedersehen mit Oma gefreut hat, und gingen schön essen. So wie jedes Jahr an diesem Tag. Und fast jedes Jahr haben wir bisher auch beim gleichen  Gastronom gegessen, so natürlich auch dieses Mal.

Der 2.12. verlief sehr chillig, wir haben den Tag recht gemütlich verbracht zusammen mit meiner Mutti und dem Kleinen und sind dann nachmittags auf einen Dorfweihnachtsmarkt hier um die Ecke gegangen. Das lief nicht so geil (Kind machte unseren Erwartungen einen Strich durch die Rechnung, wie immer ;)), aber das ist nun nicht der Rede wert. Am Abend ging ich mit meinen Freundinnen in unsere Provinzdisse zur Schlager-Party, um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Die Stimmung war irgendwie nicht sehr  berauschend, aber es wurde dann um 0 Uhr besser, als ich mit einer DJ-Durchsage und einem Song von Roxette überrascht wurde. Bei der folgenden 90er-Runde machten die ganzen Schlagerfreunde am Rand lange Gesichter, aber 5 von uns tanzten fröhlich, auch wenn wir die Einzigen auf der Tanzfläche waren. ;) Um 4 Uhr war ich dann im Bett und halb 8 war ich wieder wach, weil mein Kind zwar bei Oma im Zimmer geschlafen hat, aber trotzdem wach und laut war und zu „Maaamaaa“ wollte. ;)
Nun war ich an diesem 3.12., meinem 35. Geburtstag, ein wenig müde, aber nicht unleidlich. Wir verbrachten einen entspannten Vormittag, gingen mittags dann essen und fuhren weiter nach Berlin. Denn dort wartete mein Geburtstagszwilling auf mich, mein „Pseudoneffe“ (Kind von meiner Großcousine, aber wir tun einfach so als wären unsere Kinder Cousins und damit unsere Neffen). Er wurde ein Jahr alt und da durften wir natürlich nicht fehlen bei dem Geburtstagsfest! Und es war so praktisch, denn ich hab auch gleich mein Geburtstagsfamilienkaffeekränzchen gekriegt. :) Am Abend kamen noch meine Tante und mein Onkel vorbei und wir saßen beisammen und vernichteten ein paar Flaschen Lieblingssekt. Es war ein schöner Geburtstag! ♥
Der 4.12. wurde auch erst mal ruhig angegangen und am Nachmittag machten mein Mann und ich uns dann auf den Weg in meine Herzensstadt: Dresden. Wir besuchten zwei Weihnachtsmärkte, zuerst den an der Frauenkirche, dann natürlich den Striezelmarkt. Es waren schöne und äußerst leckere Stunden und ich habe sogar noch ein ungeplantes Weihnachtsgeschenk gekauft. Für mich. :)

Heute ist nun endlich mal Zeit zum Runterkommen und Bloggen und natürlich auch Stiefelputzen, aber leider auch zum Kofferpacken. Morgen früh reisen wir wieder ab nach Stuttgart,  nachdem wir uns über die Gaben vom Nikolaus gefreut haben. Und dann geht’s für mich abends schon wieder weiter, zum Konzert, und ich bereue es ein bisschen, dass ich da zugestimmt habe. Mit 35 scheint man dann doch auch mal die Nase voll zu haben von dem ganzen Trubel und will nur noch auf die Couch. Naja, ich werd’s überleben. ;)

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Langes-Wochenende-Geplänkel

Seit Sonntag stehe ich wieder in Lohn und Brot, aber erst morgen, am Mittwoch, geht’s wirklich richtig los. Ich denk jetzt einfach nicht weiter drüber nach, bringt ja auch nix, was muss das muss. Immerhin habe ich die letzten Tage vor der großen Veränderung perfekt genutzt.

Äußerst unvernünftig war ich am Freitag, als ich mit meiner Freundin in der Stadt ausgegangen bin und irgendwie erst morgens halb 7 mit völlig schmerzenden, abgetanzten Füßen wieder zu Hause war. Empfangen wurde ich von meinem gerade aufgestandenen Kind, der Horror! :D Ich durfte ins Schlafzimmer mit Ohropax verschwinden und nach dem Aufwachen bis abends alleine in der Wohnung vor mich hin leiden, während meine Männer einen Tagesausflug machten. Dafür hat mein Mann echt einen Orden verdient!
Der Samstag stand also ganz im Zeichen meiner Regeneration und abends ging dann MTM mit seinen Kumpels aus und ich hütete das Kind. Er kam aber schon um 12 wieder heim, sehr vernünftig, keine Ahnung wie man so sein kann. ;)
Am wunderbar sonnigen Sonntag war dann Familienzeit angesagt. Ich hab was schönes gekocht (Bolognese Spezial mit viel Gemüse), hab dann 3 Stunden mit meinem kränkelnden Kind kuschelnd Mittagsschlaf gemacht, während MTM die Zeit für sich nutzte, und dann düsten wir nachmittags mal in einen tollen Park. Der Herbst war richtig golden und ich habe mit meiner neuen Kamera wunderschöne Fotos gemacht. Diese haben einen separaten Eintrag verdient.
Am gestrigen Montag hatte MTM frei. Wir brachten trotzdem unseren Sohn in die Kita, einerseits weil er jetzt am Anfang nicht so lange „raus“ sein soll, andererseits, weil wir gerne mal was zu zweit machen wollten. Und das haben wir: Wir waren in Esslingen, wo wir frühstückten, shoppten und die Zweisamkeit genossen. Dann waren wir noch Lebensmittel einkaufen (ja, auch das ist mal ein Erlebnis, zu zweit haben wir das nicht mehr gemacht, seit MTE auf der Welt ist) und zum Mittagessen in einem tollen Café, das ich MTM schon lange Mal zeigen wollte. Es war ein schöner Tag, und so konnten wir gestärkt den Nachmittag mit unserem gerade sehr sehr anstrengenden Kindchen angehen. :)

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Heute zum Feiertag gibt’s selbstgemachte Hühnernudelsuppe, um die Abwehrkräfte der Familie zu stärken. Ansonsten liegt nichts weiter an, wir bereiten uns seelisch und moralisch auf morgen vor: MTM bringt MTE zum ersten Mal alleine in die Kita, und auch zum ersten Mal schon um 7:30 Uhr. Und ich verlasse zum ersten Mal seit fast 2 Jahren wieder morgens um 6 das Haus, um auf Arbeit zu fahren. Tschacka!

Ich schwöre, ich feier mir den Arsch ab!

Das war mein Motto zum diesjährigen Schwörmontag im schönen Ulm. Logisch, dass wir auch in diesem Jahr wieder dabei waren, nunmehr zum dritten Mal. Beim ersten Mal war ich schwanger, da war die große Attraktion, das „Nabada“ natürlich absolut erlebnisreich, jedoch war das Stadtfest im Anschluss eher ein Trauerspiel für mich. Damals schworen wir uns aber, ganz im Sinne des Schwörmontages, dass wir im darauffolgenden Jahr zurückkommen und es irgendwie ermöglichen werden, dass wir mitfeiern können. Das taten wir auch, wir holten meine Mutti als Babysitter nach Stuttgart, buchten ein Hotelzimmer und verbrachten unsere erste Nacht ohne Kind in Ulm beim Schwörmontag.

Tja, und Traditionen müssen ja gepflegt werden, vor allem, wenn man sie so geil findet wie wir diesen Ulmer Feiertag! Wir hatten das diesmal schon von langer Hand geplant: Mutti hatte frühzeitig Urlaub genommen und Flüge nach Stuttgart gebucht, ich hatte frühzeitig ein Hotelzimmer reserviert für meinen Mann und mich. Und so düsten wir am Montag wieder nach dem Mittagessen los, bei totalem Mistwetter, kamen in Ulm an, bei totalem Mistwetter, saßen dann auch schnell auf einer der Tribünen an der Donau, unter grauen Wolken… Und dann ging es los, unter strahlendem Sonnenschein. :D

Wir hatten sehr lustige Sitznachbarn und irgendwie war meine Flasche Prosecco nach einer Stunde auf dieser Tribühne auch schon leer, da war ich selber ganz erschrocken. Aber hey, zum Feiern waren wir gekommen, und das geht prima mit Prosecco im Kopf. Erstmal wollten wir aber eine Grundlage schaffen und gingen was essen, was sich als gute Entscheidung herausstellte: Beim nächsten großen Regenguss blieben wir trocken. Später tröpfelte es nur noch ganz leicht ab und zu, das tat der Feierlaune keinen Abbruch. Nach dem Essen waren wir jedenfalls sowas von bereit und so streiften wir durch die Ulmer Innenstadt von Bühne zu Bühne. Übrigens ist das das beste Stadtfest, was ich je erlebt habe, und ich habe schon einige Stadtfeste erlebt. Da muss ich erst nach Ulm kommen, um das sagen zu können, unfassbar.

Wie auch im Vorjahr verging die Zeit wie im Flug und wie auch im Vorjahr besuchten wir zuletzt die große Bühne, um dort die letzte Stunde noch abzufeiern zu den Klängen einer Coverband. Einer sehr guten Coverband, mit sehr guter Musikauswahl. Es war fantastisch, ja, ich hab eingehalten was ich mir geschworen hatte. Und diesmal sogar ohne Hüftzerrung, dafür aber mit einer ganz schön großen Mieze im Kopf am Folgetag. Aber was soll’s, wir hatten kein Frühstück gebucht und das Zimmer bis 12 Uhr. Paket sorgenfrei. :)

Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Wie mir Facebook zu meinem Glück verhalf

Mir geht ja Facebook in letzter Zeit ganz schön auf den Wecker. Ich hab das eigentlich immer ganz gerne genutzt, die Posts meiner Freunde interessierten mich, ich hab auch selbst gerne was gepostet. Inzwischen nutzt diese Plattform aber kaum noch jemand so wie vorher – ich sehe kaum noch nette Einträge oder Fotos, sondern  nur noch stinklangweilige Sachen wie: Manchmal lustige, aber oft kitschig-sentimentale Sprüchebilder (ääätzend!), „lustige“ Videos (laaangweilig!), geteilte Beiträge zu den Themen Politik, Lifestyle, Ernährung, Kindererziehung, oft mit gewissem Aluhut-Charakter (schnaaarch) und an welcher Veranstaltung irgendjemand teilnimmt (aha, toll!). Letzteres sollte mir nun aber plötzlich doch etwas bringen, nämlich einen AB-SO-LUT fantastischen Abend! Und das trug sich so zu:

Ich sah letzten Sonntag auf meiner Timeline, dass Jan Delay beim derzeit stattfindenen Jazzopen in Stuttgart ein Konzert geben wird, und zwar schon in 4 Tagen. Warum ich das sah, registrierte ich noch nicht wirklich, denn erst einmal war ich total von der Rolle, weil ich die Musik von Jan Delay und auch den Beginnern unglaublich feiere. Ich hatte die Beginner mal live beim HipHop Open in Stuttgart gesehen und die gingen sowas von ab, dass ich da heute noch von schwärme. Also suchte ich erst mal herum, ob es noch Karten gibt, und fragte eine Freundin, deren Musikgeschmack auch in diese Richtung tendiert. Sie konnte leider nicht so spontan. Geknicht scrollte ich noch ein bisschen durch die Veranstaltungsseite auf Facebook und sah dann plötzlich, wieso ich das überhaupt auf meiner Timeline gesehen hatte: Eine Bekannte, die ich durch MTMs Cousinen kenne, nahm daran teil! Und noch ein Bekannter aus ihrer „Gang“! Mit beiden bin ich schon partyerprobt und ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mich da unkompliziert einklinken kann. Und so war es, sogar noch unkomplizierter als gedacht: Die beiden waren mit einer Gruppe von Leuten zu dem Konzert verabredet, in der sogar MTMs Cousin und seine Freundin vertreten waren (mit den beiden bin ich auch sehr partykompatibel, alles schon ausgetestet :D). Und die beiden hatten sogar noch eine Karte übrig. Gebongt!

Endlich war dann der Donnerstagabend gekommen, an dem MTM gerne den Kleinen übernahm (er steht nicht so auf Konzerte) und ich mit dieser Gruppe zu Jan Delays Disko No. 1, Denyo und Samy Deluxe abgehen konnte. Und so kam es natürlich auch: Es war eine geile Party mit durchweg geiler Musik, mit einer geilen Stimmung und einer sehr textsicheren Bellona! :D

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Beim Herumspringen und Tanzen ruinierte ich mir nicht nur meine Frisur (hab wie beim härtesten Training geschwitzt, fragt nicht), sondern irgendwie auch irgendwo was an meiner Hüfte. Ich hab seitdem eine Zerrung, glaube ich, und humple bisschen. Alte Frau. ;) Aber das war es wert, wirklich, es war Hammerhart. :D

 

 

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Klassentreffen

Mein erster Blogeintrag als „Bellona“ (vorher hatte ich unter einem anderen Namen auch schon 2 Jahre geblogt) handelte von meinem ersten Klassentreffen. 5 Jahre Abitur hatten wir damals. Nun war ich beim „15-Jahre-Abi-Treffen“. Unglaublich. Ich bin seit 10 Jahren Bellona, die Bloggerin. Und seit fast 12 Jahren so allgemein Bloggerin.

Davon weiß von meinem Abijahrgang natürlich niemand was, außer meine beste Freundin, die das aber nicht sonderlich interessiert. Mit dieser (seit der 7. Klasse Gymnasium kennen wir uns, auch unglaublich) und einer weiteren Freundin, mit der nach wie vor Kontakt besteht und Treffen stattfinden, gingen wir also etwas aufgeregt zum Treffen. Von 75 Mann waren 35 dort, und noch ein paar Lehrer. Es ist so schade, dass man nicht mehr Leute zusammenkriegt, aber was soll’s. Es war trotzdem schön und die Aufregung war eigentlich direkt verflogen. Es war schon ein bisschen wie früher. Wir sind irgendwie nicht so eine Truppe, die sich die Taschen bei solchen Treffen vollhauen muss. Klar fragt jeder und erzählt jeder, aber eigentlich ohne zu verurteilen oder zu rechtfertigen. Es gibt natürlich immer vereinzelte Personen, die da doch ein bisschen anders ticken, die nicht ganz dicht in meinen Augen sind, aber die wird es immer geben und die lassen auch kein Neid bei irgendwem aufkommen, auch wenn sie es vielleicht gerne so hätten.

Wir starteten um 17 Uhr und um 2 Uhr gingen die Letzten nach Hause. Darunter natürlich auch ich, hallo, manche Dinge ändern sich nie. ;) Was sich änderte war, dass wir diesmal keine flotte Sohle aufs Parkett legten, sondern wirklich nur zusammensaßen und quatschten. Das war ein bisschen schade, aber irgendwie auch nicht schlecht. So konnte man sich wirklich mit fast jedem einmal ausführlich unterhalten, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

So hab ich von dem Tratschthema schlechthin gar nichts mitgekriegt, nämlich, dass zwei zusammen auf einmal abgehauen sind, die das echt nicht sollten. Aber Arschloch bleibt einfach Arschloch, und das trifft auf beide zu. Und überrascht hat es mich persönlich auch nicht wirklich.

Ich freu mich jedenfalls schon auf „20 Jahre Abi“! (…und demnach 15 Jahre Blogbellona, hihi)

Abriss: Ostertage / Heimatwoche

Blogmäßig war ich die letzten Tage ja ordentlich ausgeknockt. Freunde und Familie dürfen nicht zu kurz kommen, wenn ich in der Heimat bin. Also kommen andere Hobbys zu kurz, damit kann ich leben. Auch wenn ich in unserem schönen Gemeinschaftsblog der Ex-Blog.de-Blogger so viel verpasst habe. Da ist ganz schön was los zur Zeit (guckt ruhig mal rein), und ich kriege alles gerade nur am Rande mit. Doch erst einmal möchte ich meinen eigenen kleinen, geliebten Blog auf den neuesten Stand bringen, wenn auch nur mit einem kurzen und prägnanten Abriss. ;)

Zeit zu zweit: Restaurantbesuch zum Abendessen mit MTM; ruhige Nächte durch Zimmertausch mit meiner Mutti.
Familienoverkill: Karfreitagskaffee; Karfreitagsfeuer im Garten; Grillen am Samstag; Ostersonntagsbrunch bis nachmittags.
Party: Erster Besuch der heimatlichen Provinzdisse seit 2,5 Jahren (schräg).
Küchenfreuden: Täglich gemeinsam frühstücken und mittagessen mit Mutti, MTM und MTE; Muttis überraschende Kochkünste genießen (Spargel mit Schnitzel, Sauerbraten und DDR-Kindergartennudeln – ein Traum!); selbst die Familie verköstigen und gelobt werden.
Zeit für Freunde: Sechsstündiges Frühstück mit der Hühnergruppe; Samstagsfeuer bei einer Freundin; Familientreffen mit einer anderen Freundin; mit Letzterer noch ein Ewig-nicht-gesehen-Abend zu zweit von 18 bis 3 Uhr nachts (Sie redet wie ein Maschinengewehr und ich bin auch nicht ohne. :D).
Schönes mit Kind: Total spaßiges Radfahren mit Kind vorne im Sitz; Schaukel und Sandkasten ausprobieren; ständig Spielbesuch bekommen; mit Matschsachen den Garten unsicher machen; eeendlich Laufenlernen (sooo süß!).
Es ist nicht immer alles blumig: Lange Autofahrten mit dem Kleinen sind auch nicht mehr das was sie mal waren; mehrmals in den Regen/Hagel gekommen; Feiertagsstress ohne Familienfoto aber mit Tränen; Trotz- und Wutphasen des Kindes vom Feinsten; „aggressive Grundstimmung“ (O-Ton MTM) auch bei den zwei weiblichen Erwachsenen im Haus vertreten; Papa fehlt nun fast schon ein Jahr.

Die sieben Heimattage vergingen wie im Flug, wie immer. Ich freue mich, trotz des letzten Punktes, auf die nächste gemeinsame Zeit mit meiner kleinen Familie und meiner Mutti, dann sogar an der wundervollen Ostsee. Man kann immer etwas besser machen und was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren. ♥

Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn

In der ganzen letzten Woche hatten wir sie, diese perfekte Kombi. Meine Mutti ist nun schon wieder fast eine Woche zu Hause, und wir vermissen sie immer noch ganz schön. Aber wir zehren auch von der Zeit mit ihr. Wir haben, während mein Mann arbeitete, viel zu dritt unternommen, aber auch erledigt. Wir konnten wirklich zufrieden sein. Ich bin sowieso sehr dankbar, wenn jemand sich erbarmt und meine Fenster putzt und meine Balkonkästen bepflanzt. Das ist Arbeit, die ich einfach nicht gerne mache, meine Mutti hingegen steht drauf. Und sie ist ja auch froh, wenn ihre vermaledeite Tochter, die sich nicht an dreckigen Scheiben und vertrockneten Balkonpflanzen stört, es wieder schön hat. :D

Mutti

Mein Mann und ich profitierten natürlich als Ehepaar auch sehr vom Besuch meiner Mutti. Ab Donnerstag schlief der Kleine drei Nächte im Kinderzimmer, wo auch seine Omi nächtigte. Sein Bett steht noch bei uns im Schlafzimmer, weil MTM und ich das beide noch so wollen. Wir fühlen uns so, zu dritt in einem Raum schlafend, einfach noch wohler. Dennoch war es natürlich auch mal schön, ihn für drei Nächte in guten Händen zu wissen und mal wieder alleine und vor allem tief und fest durchschlafen zu können. Aber meine Mutti hat uns nicht nur diese drei ruhigen Nächte beschert. Am Donnerstagabend konnten MTM und ich nämlich auch ENDLICH mal wieder zu zweit ausgehen. Wir suchten uns in der Innenstadt spontan ein kleines afrikanisches Restaurant aus und aßen und tranken ganz vorzüglich. Als wir um 8 zahlten, fiel uns schon beiden fast der Kopp auf den Tisch, so müde waren wir. Aber nix da – ich bestand auf ein paar Drinks in unserem Lieblingsschuppen! Dort schafften wir es gerade noch so, die Augen offen zu halten, tranken unseren London Mule / Cuba Libre fast schon ein bisschen gequält hinter, und traten den Heimweg an. Halb 11 waren wir zu Hause, um 11 lagen wir im Bett. So sieht’s aus, wenn Eltern eines Kleinkindes unter der Woche weggehen, weltklasse oder? ;)

Am Samstag haben wir dann, nach zwei ruhigen Nächten, besser durchgehalten. Wir waren auf der Hochzeit meiner Freundin/Kollegin, die ich so herbeigesehnt hatte. Fast ein ganzer Tag und eine ganze Nacht waren wir als Paar unterwegs, nicht als Eltern mit Kleinkind. Das war Luxus pur, und ich schäme mich auch nicht, das so zu sagen. Selbstverständlich ist alles in Familie total schön, aber an diesem Tag hätte ich mir keine Minute mit dem Kleinen vorstellen können. So eine Hochzeitsfeier ist für mich kein Kleinkindding, schon gar nicht wenn es keine weiteren Kinder bei der Feier gibt. Mit größeren Kindern ist das was anderes (wobei ich persönlich wahrscheinlich auch dann eher eine Babysitter-Lösung suchen würde), aber er ist eben erst 15 Monate. :) Und wir genossen das alles wirklich in vollen Zügen: Hübsch angezogen und zurechtgemacht, nette Leute, leckeres Essen, guter Wein, ungezwungenes Tanzen, und nach der Feier betrunken ins Hotelbett plumpsen. Ein Träumchen! :D

Am Sonntagmittag waren wir wieder alle vereint, aber dann wurde am Nachmittag unsere traumhafte Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn-Kombi auseinandergerissen. Aber Ostern sehen wir uns schon wieder, und wir alle freuen uns aufeinander! :)

Dance the night away

Leute, das war vorgestern vielleicht eine Nacht! Ich bin sowas von fertig aber auch sowas von begeistert, weil ich mir mal wieder so richtig den Arsch abgetanzt habe. Ja, ich weiß, gerade war noch Karneval und ich scheine den Hals nicht voll zu kriegen, aber jetzt ist echt erstmal’ne Pause angesagt. Mein Körper macht das ja auch nicht mehr so gut mit wie in jungen Jahren, jetzt braucht er schon zwei Tage zur Regeneration…

Aber gut, von vorne. Ich bin am Freitag wieder gut mit meinem Söhnchen in Stuttgart angekommen und die Wiedersehensfreude zwischen Papa und Sohn war wirklich rührend mit anzusehen. Der Abend und die Nacht liefen allerdings ein bisschen aus dem Ruder, was den Kleinen angeht. Solche Probleme haben wir selten, aber an diesem Abend schlief er schon sehr schlecht ein, wachte gegen halb 11 weinend auf und fand auch erst gegen 2 Uhr in unserer Mitte in den Schlaf. Da hab ich direkt mal ein bisschen Panik geschoben, denn am Samstag hatten wir Großes vor: MTM hatte mich dazu überredet, seine Tante erstmalig als abendliche Babysitterin anzuheuern, damit ich bei seinem Cousin- und Cousinentreffen in der Stadt dabei sein konnte. Das erste Mal sollte also nun jemand anderes als ich, MTM oder meine Mutti das Kind ins Bett bringen und hüten, solange wir fort sein würden. Oh man, und dann so eine Nacht vorher, da war mir echt ganz anders am Samstagabend, als sich die Tante mit zum Abendbrot an den Tisch zum Kleinen setzte und wir uns verdünnisierten. Wir trafen uns zu zehnt zum Abendessen in einem türkischen Restaurant und um kurz nach 7 bekamen wir schon die Nachricht, dass der Kleine friedlich schläft. Puh! Als wir dann den Anderen eröffneten, dass wir unser Heimkommen um 24 Uhr ausgemacht hatten, war die Empörung groß. Es wollten doch alle noch feiern gehen und man zählte scheinbar voll auf mich als alte Partysau. Oh man. :D Die Tochter der Tante war auch mit am Start und schlug für uns telefonisch bei ihrer Mutter gleich mal einer Verlängerung bis 1:30 Uhr raus.
Zuerst gingen wir in einen Insiderclub namens „1. Stock“, wo man sich quasi im Wohnzimmer einer Wohnung im 1. Stock sehr exklusiv vorkam. Alle mochten die Musik, Partysau Bellona aber nicht (Chillout, bäh, wie soll man dazu abgehen?). Das konnte natürlich so nicht bleiben, also zogen wir weiter in den nächsten Club und dort blieben wir bis zum bitteren Ende. Echt, was ich zum Karneval an Vernunft zeigte, war nun wie ausgelöscht. Ich hatte an dem Abend das Gefühl, ich hätte die Party meines Lebens. Wir bekamen sogar nochmal eine Verlängerung von der Tante, bis 2 Uhr. Und als es dann soweit war und wir aufbrechen mussten, schlug mir MTM vor, allein nach Hause zu fahren. Ja, hab ich angenommen. :D Bis die Lichter im Club angingen, haben wir getanzt. Es war bereits 4 Uhr nachts und wir wollten auch noch weiterziehen, aber als wir bei zwei Lokalitäten an den Türstehern scheiterten, sahen auch wir es ein: Wir sollten nach Hause gehen. Noch schnell eine Currywurst und dann ab ins Taxi.
Als ich auf der Couch (MTM hat mir schon mein Bettzeug dorthin gerichtet) lag, war mir schon klar, dass ich das ein oder andere Glas Wein noch bereuen würde. Mit so einem kleinen Kindchen hat man ja nun auch nicht mehr die Möglichkeit, ausgiebig seinen Kater auszuleben. Ja, war schon schwer. Aber MTM ging es sehr gut und gegen Mittag packte er den Kleinen für einen Ausflug ein und ließ mich allein. Und ich lag auf der Couch, regungslos, glotzte ein paar Folgen SATC, aß eine riesige Portion Nudeln, trank viel Wasser…und als die beiden dann zurückkamen, war alles wieder gut.

Es war echt schön, auch dass MTM und ich mal wieder zusammen unterwegs sein konnten abends. In knapp 3 Wochen haben wir wieder diese Möglichkeit, wenn meine Mutti hier ist und wir zu einer Hochzeit gehen. Da kommen wir dann aber nicht nachts nach Hause, sondern erst am nächsten Tag. :)