Ich schwöre, ich feier mir den Arsch ab!

Das war mein Motto zum diesjährigen Schwörmontag im schönen Ulm. Logisch, dass wir auch in diesem Jahr wieder dabei waren, nunmehr zum dritten Mal. Beim ersten Mal war ich schwanger, da war die große Attraktion, das „Nabada“ natürlich absolut erlebnisreich, jedoch war das Stadtfest im Anschluss eher ein Trauerspiel für mich. Damals schworen wir uns aber, ganz im Sinne des Schwörmontages, dass wir im darauffolgenden Jahr zurückkommen und es irgendwie ermöglichen werden, dass wir mitfeiern können. Das taten wir auch, wir holten meine Mutti als Babysitter nach Stuttgart, buchten ein Hotelzimmer und verbrachten unsere erste Nacht ohne Kind in Ulm beim Schwörmontag.

Tja, und Traditionen müssen ja gepflegt werden, vor allem, wenn man sie so geil findet wie wir diesen Ulmer Feiertag! Wir hatten das diesmal schon von langer Hand geplant: Mutti hatte frühzeitig Urlaub genommen und Flüge nach Stuttgart gebucht, ich hatte frühzeitig ein Hotelzimmer reserviert für meinen Mann und mich. Und so düsten wir am Montag wieder nach dem Mittagessen los, bei totalem Mistwetter, kamen in Ulm an, bei totalem Mistwetter, saßen dann auch schnell auf einer der Tribünen an der Donau, unter grauen Wolken… Und dann ging es los, unter strahlendem Sonnenschein. :D

Wir hatten sehr lustige Sitznachbarn und irgendwie war meine Flasche Prosecco nach einer Stunde auf dieser Tribühne auch schon leer, da war ich selber ganz erschrocken. Aber hey, zum Feiern waren wir gekommen, und das geht prima mit Prosecco im Kopf. Erstmal wollten wir aber eine Grundlage schaffen und gingen was essen, was sich als gute Entscheidung herausstellte: Beim nächsten großen Regenguss blieben wir trocken. Später tröpfelte es nur noch ganz leicht ab und zu, das tat der Feierlaune keinen Abbruch. Nach dem Essen waren wir jedenfalls sowas von bereit und so streiften wir durch die Ulmer Innenstadt von Bühne zu Bühne. Übrigens ist das das beste Stadtfest, was ich je erlebt habe, und ich habe schon einige Stadtfeste erlebt. Da muss ich erst nach Ulm kommen, um das sagen zu können, unfassbar.

Wie auch im Vorjahr verging die Zeit wie im Flug und wie auch im Vorjahr besuchten wir zuletzt die große Bühne, um dort die letzte Stunde noch abzufeiern zu den Klängen einer Coverband. Einer sehr guten Coverband, mit sehr guter Musikauswahl. Es war fantastisch, ja, ich hab eingehalten was ich mir geschworen hatte. Und diesmal sogar ohne Hüftzerrung, dafür aber mit einer ganz schön großen Mieze im Kopf am Folgetag. Aber was soll’s, wir hatten kein Frühstück gebucht und das Zimmer bis 12 Uhr. Paket sorgenfrei. :)

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Freestyle

Meine Mutti ist gestern hier angekommen und bleibt für ein paar Tage. Es ist einfach schön, sie hier zu haben, das findet natürlich auch ihr Enkelsohn. Er schläft wieder bei ihr, also im Reisebettchen in seinem Zimmer, sie daneben auf der Schlafcouch. In dem Reisebtt in seinem Zimmer macht er auch seinen Mittagsschlaf meistens. Nun überlegen wir, die Gelegenheit zu nutzen, und ihn nun auszuquartieren. Das heißt, wenn meine Mutti wieder weg ist, wollen wir ihn weiterhin abends in sein Zimmer legen und schauen, wie er es auffasst, dass er morgens allein ist. Nachts schläft er in den allermeisten Fällen durch. Sein richtiges Bett steht ja noch bei uns im Schlafzimmer, weil wir das schön finden. Deshalb fällt es uns auch schwer und wir hadern noch mit uns, ob wir das wirklich machen wollen. Wir sind einfach gerne zusammen, zu dritt, in der Nacht. Und es ist schön, wenn er morgens die Augen aufschlägt und ganz ruhig daliegt und uns beobachtet, bis wir auch die Augen aufmachen. Dann freut er sich und springt auf und will rüber zu uns ins Bett zum Kuscheln. Echt schön. Allerdings gehe ich ja bald wieder arbeiten und dann stehen MTM und ich um 5 auf, da wäre es sehr praktisch, wenn er nicht auch aufwacht vom Wecker und wir wenigstens noch ein paar Minuten haben. Aktuell wird er mal wach vom Wecker und mal nicht. Spätestens um 6, meistens eher halb 6, ist bei ihm eh die Nacht rum. Momentan ist aber eben noch Zeit zum Kuscheln und rumliegen da, ab Oktober muss er dann halt mit aufstehen. Nun, wie dem auch sei, wir werden es nun wohl mal probieren. Mit Babyfon auf dem Nachttisch und vielen Schritten, wenn doch mal was ist. Eigentlich will ich es nicht. Aber uneigentlich muss es wohl mal sein…

Gerade sind Mutti, MTM und der Kleine untewegs für ein paar Besorgungen. Die Gunst der Stunde nutze ich mal für einen schnellen Kaffee und diesen undurchdachten Blogeintrag, aber gleich muss ich wieder in die Küche, um das Mittagessen vorzubereiten. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich über Muttis Besuch sehr freue? Gestern saßen wir lange auf dem Balkon mit unseren Weingläsern und haben geschwatzt. Heute wird das wahrscheinlich auch nicht anders werden. Wir werden abends essen gehen und es uns dann hier zu Hause gemütlich machen. Morgen ist dann ein großes Familientreffen angesagt, schon wieder verbunden mit einem Restaurantbesuch. Und am Montag und Dienstag hat MTM Urlaub, da hauen wir wieder ab, wie letztes Jahr. Das war damals unser erster kindfreier Ausflug mit Übernachtung, das erste Mal dass der Kleine eine Nacht nur mit seiner Oma verbracht hatte. Sie war auch damals extra deswegen angereist, um uns das zu ermöglichen. Diesmal ist es genauso. Wir fahren wieder nach Ulm, feiern uns die Ärsche ab, fallen ins Hotelbett und pennen richtig aus, denn Frühstück  haben wir extra nicht dazugebucht. Ich freu mich sehr auf die Zeit nur mit meinem Mann. ♥

Zack! Themawechsel. Ich brauche eine neue Digitalkamera. Ich hatte diesen Kaventsmann hier, den ich echt super fand. Leider ist das Ding nach 3,5 Jahren kaputt gegangen, ich hab aber durch eine Garantieverlängerung und den Verkauf des defekten Geräts bei Ebay fast die Kohle wieder drin, die ich damals ausgegeben habe. Nun hatte ich überlegt, mir nur ein neues Handy zuzulegen (ich brauche da auch eins, meins hat die Spider-App) mit einer superduper Kamera drin. Meistens fotografiere ich eh damit. Aber da es mir ehrlich gesagt auf den Sack geht, ständig das Handy vor dem Kind in der Hand zu haben und vor allem auch erst rumzutippen, bevor die Kamera aufgeht, hab ich mich nun umentschieden. Die Smartphones, die mir zu Zeit vorschweben, sind sowieso unverschämt teuer, da warte ichmal noch bis zu meinem Geburtstag im Dezember, bis dahin hab ich noch bisschen Geld dafür gespart (mache ich per PayPal, ich spare alles Geld was ich durch Ebay-Verkäufe kriege) und kriege auch noch Geburtstagsgeld, vermute ich mal. So, jedenfalls will ich dann jetzt erstmal eine Kamera. Die Handyfotos sind eben auch nie so gut, wie sie mit einer Kamera geworden wären, das ist einfach so. Und natürlich renne ich nicht den ganzen Tag mit der Digicam rum, klar, aber Schnappschüsse mit dem Handy sind ja auch okay. Besondere Begebenheiten fotografiere ich jedoch lieber richtig: Feiern, Ausflüge, Urlaube. Und die „12 von 12“ übrigens auch. :D
Kann mir denn nun jemand helfen? Nutzt noch jemand eine Digicam und kann mir ein Modell empfehlen? Ich fand an der Sony den krassen Zoom super, aber ganz so viel muss es trotzdem nicht sein. Ich will tolle, klare Fotos und vor allem auch vernünftige Aufnahmen in dunkleren Räumen oder abends. Das konnte die Sony ganz gut, aber auch noch nicht so richtig gut. Sie war mir, so im Nachhinein betrachtet, dann doch auch etwas zu klobig. Ich hätte es gerne handlicher.

So. Nun muss ich in die Küche, die Pflicht ruft, gleich sind meine Leute wieder da und wollen reinspachteln. :D

Wie mir Facebook zu meinem Glück verhalf

Mir geht ja Facebook in letzter Zeit ganz schön auf den Wecker. Ich hab das eigentlich immer ganz gerne genutzt, die Posts meiner Freunde interessierten mich, ich hab auch selbst gerne was gepostet. Inzwischen nutzt diese Plattform aber kaum noch jemand so wie vorher – ich sehe kaum noch nette Einträge oder Fotos, sondern  nur noch stinklangweilige Sachen wie: Manchmal lustige, aber oft kitschig-sentimentale Sprüchebilder (ääätzend!), „lustige“ Videos (laaangweilig!), geteilte Beiträge zu den Themen Politik, Lifestyle, Ernährung, Kindererziehung, oft mit gewissem Aluhut-Charakter (schnaaarch) und an welcher Veranstaltung irgendjemand teilnimmt (aha, toll!). Letzteres sollte mir nun aber plötzlich doch etwas bringen, nämlich einen AB-SO-LUT fantastischen Abend! Und das trug sich so zu:

Ich sah letzten Sonntag auf meiner Timeline, dass Jan Delay beim derzeit stattfindenen Jazzopen in Stuttgart ein Konzert geben wird, und zwar schon in 4 Tagen. Warum ich das sah, registrierte ich noch nicht wirklich, denn erst einmal war ich total von der Rolle, weil ich die Musik von Jan Delay und auch den Beginnern unglaublich feiere. Ich hatte die Beginner mal live beim HipHop Open in Stuttgart gesehen und die gingen sowas von ab, dass ich da heute noch von schwärme. Also suchte ich erst mal herum, ob es noch Karten gibt, und fragte eine Freundin, deren Musikgeschmack auch in diese Richtung tendiert. Sie konnte leider nicht so spontan. Geknicht scrollte ich noch ein bisschen durch die Veranstaltungsseite auf Facebook und sah dann plötzlich, wieso ich das überhaupt auf meiner Timeline gesehen hatte: Eine Bekannte, die ich durch MTMs Cousinen kenne, nahm daran teil! Und noch ein Bekannter aus ihrer „Gang“! Mit beiden bin ich schon partyerprobt und ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mich da unkompliziert einklinken kann. Und so war es, sogar noch unkomplizierter als gedacht: Die beiden waren mit einer Gruppe von Leuten zu dem Konzert verabredet, in der sogar MTMs Cousin und seine Freundin vertreten waren (mit den beiden bin ich auch sehr partykompatibel, alles schon ausgetestet :D). Und die beiden hatten sogar noch eine Karte übrig. Gebongt!

Endlich war dann der Donnerstagabend gekommen, an dem MTM gerne den Kleinen übernahm (er steht nicht so auf Konzerte) und ich mit dieser Gruppe zu Jan Delays Disko No. 1, Denyo und Samy Deluxe abgehen konnte. Und so kam es natürlich auch: Es war eine geile Party mit durchweg geiler Musik, mit einer geilen Stimmung und einer sehr textsicheren Bellona! :D

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Beim Herumspringen und Tanzen ruinierte ich mir nicht nur meine Frisur (hab wie beim härtesten Training geschwitzt, fragt nicht), sondern irgendwie auch irgendwo was an meiner Hüfte. Ich hab seitdem eine Zerrung, glaube ich, und humple bisschen. Alte Frau. ;) Aber das war es wert, wirklich, es war Hammerhart. :D

 

 

Hotel Mama

Seit fast 2 Wochen bin ich nun schon mit Kind aber ohne Mann in meiner Heimat. Ursprünglich wollte ich am Montag, nach 10 Tagen, schon zurück fahren. Dann hab ich auf Dienstag verlängert und dann noch mal auf morgen, Donnerstag. Ich kann mich gerade ganz schlecht lösen, weil es wohl das letzte Mal ist, dass ich für längere Zeit allein mit dem Kleinen in meiner Heimat bin. Denn bald geht der „Ernst des Lebens“ (haha, als wäre die Elternzeit das nicht…) wieder los. Zum Glück ist mein Mann verständnisvoll und gewährte mir diese 4 Tage Aufschub noch, obwohl er natürlich seinen Sohn schmerzlichst vermisst.

Hier bei Mutti hatte ich nun fast zwei Wochen Urlaub, wenngleich dieser natürlich, wie immer, in Freizeitstress ausartete. Die letzten, verlängerten Tage hier habe ich nun genutzt, um mal bisschen runter zu kommen, mehr Schlaf zu kriegen und noch bisschen Zeit mit Mutti zu verbringen.

Und so sah mein Heimataufenthalt im Detail aus:

Getan
…Klassentreffen
…Steuererklärung meiner Mutti gemacht
…mit einer Freundin beim Griechen geschlemmt
…in unserem neuen Outletcenter eingekauft
…die Verwandtschaft im Erzgebirge nach Jahren mal wieder besucht
…mit einer Freundin auf der Terrasse bis nachts gequatscht
…einen Tag in Berlin mit meinem Kindchen bei meiner Cousine und ihrem Kindchen verbracht
…Hühnerabend auf der Terrasse abgehalten
…einer Freundin zugehört, die auch ihren Papa verloren hat
…21 Stunden wach gewesen wegen eines völlig durchgeknallten Junggesellinnenabschiedes in Berlin
…mit Kind meine Tante und ihren Labrador (Kind Angst vor Tier) und ihre 3 Katzen (Tiere Angst vor Kind) besucht
…zwei Mal mit Freundinnen und ihren Kindern gefrühstückt (Kind Angst vor Kindern, oh man!)
…dem Kind neue Sachen beigebracht (Wo ist das Zipfele? Wo ist der Piep? Wie macht der Fisch? Wie macht die Katze? Wie macht der Löwe?)
…geweint, weil ich so weit weg von „Heeme“ wohne

Nicht getan:
…geputzt
…gekocht
…TV geguckt
…gelesen
…unruhig geschlafen (Oma bei Kind, ich allein, geil!)

So, und da soll man nicht wehmütig werden, wenn man wieder zurück dorthin fährt, wo so eine unterstützende Familie und so viele Freunde nicht sind?

Klassentreffen

Mein erster Blogeintrag als „Bellona“ (vorher hatte ich unter einem anderen Namen auch schon 2 Jahre geblogt) handelte von meinem ersten Klassentreffen. 5 Jahre Abitur hatten wir damals. Nun war ich beim „15-Jahre-Abi-Treffen“. Unglaublich. Ich bin seit 10 Jahren Bellona, die Bloggerin. Und seit fast 12 Jahren so allgemein Bloggerin.

Davon weiß von meinem Abijahrgang natürlich niemand was, außer meine beste Freundin, die das aber nicht sonderlich interessiert. Mit dieser (seit der 7. Klasse Gymnasium kennen wir uns, auch unglaublich) und einer weiteren Freundin, mit der nach wie vor Kontakt besteht und Treffen stattfinden, gingen wir also etwas aufgeregt zum Treffen. Von 75 Mann waren 35 dort, und noch ein paar Lehrer. Es ist so schade, dass man nicht mehr Leute zusammenkriegt, aber was soll’s. Es war trotzdem schön und die Aufregung war eigentlich direkt verflogen. Es war schon ein bisschen wie früher. Wir sind irgendwie nicht so eine Truppe, die sich die Taschen bei solchen Treffen vollhauen muss. Klar fragt jeder und erzählt jeder, aber eigentlich ohne zu verurteilen oder zu rechtfertigen. Es gibt natürlich immer vereinzelte Personen, die da doch ein bisschen anders ticken, die nicht ganz dicht in meinen Augen sind, aber die wird es immer geben und die lassen auch kein Neid bei irgendwem aufkommen, auch wenn sie es vielleicht gerne so hätten.

Wir starteten um 17 Uhr und um 2 Uhr gingen die Letzten nach Hause. Darunter natürlich auch ich, hallo, manche Dinge ändern sich nie. ;) Was sich änderte war, dass wir diesmal keine flotte Sohle aufs Parkett legten, sondern wirklich nur zusammensaßen und quatschten. Das war ein bisschen schade, aber irgendwie auch nicht schlecht. So konnte man sich wirklich mit fast jedem einmal ausführlich unterhalten, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.

So hab ich von dem Tratschthema schlechthin gar nichts mitgekriegt, nämlich, dass zwei zusammen auf einmal abgehauen sind, die das echt nicht sollten. Aber Arschloch bleibt einfach Arschloch, und das trifft auf beide zu. Und überrascht hat es mich persönlich auch nicht wirklich.

Ich freu mich jedenfalls schon auf „20 Jahre Abi“! (…und demnach 15 Jahre Blogbellona, hihi)

Abriss: Ostertage / Heimatwoche

Blogmäßig war ich die letzten Tage ja ordentlich ausgeknockt. Freunde und Familie dürfen nicht zu kurz kommen, wenn ich in der Heimat bin. Also kommen andere Hobbys zu kurz, damit kann ich leben. Auch wenn ich in unserem schönen Gemeinschaftsblog der Ex-Blog.de-Blogger so viel verpasst habe. Da ist ganz schön was los zur Zeit (guckt ruhig mal rein), und ich kriege alles gerade nur am Rande mit. Doch erst einmal möchte ich meinen eigenen kleinen, geliebten Blog auf den neuesten Stand bringen, wenn auch nur mit einem kurzen und prägnanten Abriss. ;)

Zeit zu zweit: Restaurantbesuch zum Abendessen mit MTM; ruhige Nächte durch Zimmertausch mit meiner Mutti.
Familienoverkill: Karfreitagskaffee; Karfreitagsfeuer im Garten; Grillen am Samstag; Ostersonntagsbrunch bis nachmittags.
Party: Erster Besuch der heimatlichen Provinzdisse seit 2,5 Jahren (schräg).
Küchenfreuden: Täglich gemeinsam frühstücken und mittagessen mit Mutti, MTM und MTE; Muttis überraschende Kochkünste genießen (Spargel mit Schnitzel, Sauerbraten und DDR-Kindergartennudeln – ein Traum!); selbst die Familie verköstigen und gelobt werden.
Zeit für Freunde: Sechsstündiges Frühstück mit der Hühnergruppe; Samstagsfeuer bei einer Freundin; Familientreffen mit einer anderen Freundin; mit Letzterer noch ein Ewig-nicht-gesehen-Abend zu zweit von 18 bis 3 Uhr nachts (Sie redet wie ein Maschinengewehr und ich bin auch nicht ohne. :D).
Schönes mit Kind: Total spaßiges Radfahren mit Kind vorne im Sitz; Schaukel und Sandkasten ausprobieren; ständig Spielbesuch bekommen; mit Matschsachen den Garten unsicher machen; eeendlich Laufenlernen (sooo süß!).
Es ist nicht immer alles blumig: Lange Autofahrten mit dem Kleinen sind auch nicht mehr das was sie mal waren; mehrmals in den Regen/Hagel gekommen; Feiertagsstress ohne Familienfoto aber mit Tränen; Trotz- und Wutphasen des Kindes vom Feinsten; „aggressive Grundstimmung“ (O-Ton MTM) auch bei den zwei weiblichen Erwachsenen im Haus vertreten; Papa fehlt nun fast schon ein Jahr.

Die sieben Heimattage vergingen wie im Flug, wie immer. Ich freue mich, trotz des letzten Punktes, auf die nächste gemeinsame Zeit mit meiner kleinen Familie und meiner Mutti, dann sogar an der wundervollen Ostsee. Man kann immer etwas besser machen und was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren. ♥

Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn

In der ganzen letzten Woche hatten wir sie, diese perfekte Kombi. Meine Mutti ist nun schon wieder fast eine Woche zu Hause, und wir vermissen sie immer noch ganz schön. Aber wir zehren auch von der Zeit mit ihr. Wir haben, während mein Mann arbeitete, viel zu dritt unternommen, aber auch erledigt. Wir konnten wirklich zufrieden sein. Ich bin sowieso sehr dankbar, wenn jemand sich erbarmt und meine Fenster putzt und meine Balkonkästen bepflanzt. Das ist Arbeit, die ich einfach nicht gerne mache, meine Mutti hingegen steht drauf. Und sie ist ja auch froh, wenn ihre vermaledeite Tochter, die sich nicht an dreckigen Scheiben und vertrockneten Balkonpflanzen stört, es wieder schön hat. :D

Mutti

Mein Mann und ich profitierten natürlich als Ehepaar auch sehr vom Besuch meiner Mutti. Ab Donnerstag schlief der Kleine drei Nächte im Kinderzimmer, wo auch seine Omi nächtigte. Sein Bett steht noch bei uns im Schlafzimmer, weil MTM und ich das beide noch so wollen. Wir fühlen uns so, zu dritt in einem Raum schlafend, einfach noch wohler. Dennoch war es natürlich auch mal schön, ihn für drei Nächte in guten Händen zu wissen und mal wieder alleine und vor allem tief und fest durchschlafen zu können. Aber meine Mutti hat uns nicht nur diese drei ruhigen Nächte beschert. Am Donnerstagabend konnten MTM und ich nämlich auch ENDLICH mal wieder zu zweit ausgehen. Wir suchten uns in der Innenstadt spontan ein kleines afrikanisches Restaurant aus und aßen und tranken ganz vorzüglich. Als wir um 8 zahlten, fiel uns schon beiden fast der Kopp auf den Tisch, so müde waren wir. Aber nix da – ich bestand auf ein paar Drinks in unserem Lieblingsschuppen! Dort schafften wir es gerade noch so, die Augen offen zu halten, tranken unseren London Mule / Cuba Libre fast schon ein bisschen gequält hinter, und traten den Heimweg an. Halb 11 waren wir zu Hause, um 11 lagen wir im Bett. So sieht’s aus, wenn Eltern eines Kleinkindes unter der Woche weggehen, weltklasse oder? ;)

Am Samstag haben wir dann, nach zwei ruhigen Nächten, besser durchgehalten. Wir waren auf der Hochzeit meiner Freundin/Kollegin, die ich so herbeigesehnt hatte. Fast ein ganzer Tag und eine ganze Nacht waren wir als Paar unterwegs, nicht als Eltern mit Kleinkind. Das war Luxus pur, und ich schäme mich auch nicht, das so zu sagen. Selbstverständlich ist alles in Familie total schön, aber an diesem Tag hätte ich mir keine Minute mit dem Kleinen vorstellen können. So eine Hochzeitsfeier ist für mich kein Kleinkindding, schon gar nicht wenn es keine weiteren Kinder bei der Feier gibt. Mit größeren Kindern ist das was anderes (wobei ich persönlich wahrscheinlich auch dann eher eine Babysitter-Lösung suchen würde), aber er ist eben erst 15 Monate. :) Und wir genossen das alles wirklich in vollen Zügen: Hübsch angezogen und zurechtgemacht, nette Leute, leckeres Essen, guter Wein, ungezwungenes Tanzen, und nach der Feier betrunken ins Hotelbett plumpsen. Ein Träumchen! :D

Am Sonntagmittag waren wir wieder alle vereint, aber dann wurde am Nachmittag unsere traumhafte Mutter-Tochter-Enkel-Schwiegersohn-Kombi auseinandergerissen. Aber Ostern sehen wir uns schon wieder, und wir alle freuen uns aufeinander! :)

Dance the night away

Leute, das war vorgestern vielleicht eine Nacht! Ich bin sowas von fertig aber auch sowas von begeistert, weil ich mir mal wieder so richtig den Arsch abgetanzt habe. Ja, ich weiß, gerade war noch Karneval und ich scheine den Hals nicht voll zu kriegen, aber jetzt ist echt erstmal’ne Pause angesagt. Mein Körper macht das ja auch nicht mehr so gut mit wie in jungen Jahren, jetzt braucht er schon zwei Tage zur Regeneration…

Aber gut, von vorne. Ich bin am Freitag wieder gut mit meinem Söhnchen in Stuttgart angekommen und die Wiedersehensfreude zwischen Papa und Sohn war wirklich rührend mit anzusehen. Der Abend und die Nacht liefen allerdings ein bisschen aus dem Ruder, was den Kleinen angeht. Solche Probleme haben wir selten, aber an diesem Abend schlief er schon sehr schlecht ein, wachte gegen halb 11 weinend auf und fand auch erst gegen 2 Uhr in unserer Mitte in den Schlaf. Da hab ich direkt mal ein bisschen Panik geschoben, denn am Samstag hatten wir Großes vor: MTM hatte mich dazu überredet, seine Tante erstmalig als abendliche Babysitterin anzuheuern, damit ich bei seinem Cousin- und Cousinentreffen in der Stadt dabei sein konnte. Das erste Mal sollte also nun jemand anderes als ich, MTM oder meine Mutti das Kind ins Bett bringen und hüten, solange wir fort sein würden. Oh man, und dann so eine Nacht vorher, da war mir echt ganz anders am Samstagabend, als sich die Tante mit zum Abendbrot an den Tisch zum Kleinen setzte und wir uns verdünnisierten. Wir trafen uns zu zehnt zum Abendessen in einem türkischen Restaurant und um kurz nach 7 bekamen wir schon die Nachricht, dass der Kleine friedlich schläft. Puh! Als wir dann den Anderen eröffneten, dass wir unser Heimkommen um 24 Uhr ausgemacht hatten, war die Empörung groß. Es wollten doch alle noch feiern gehen und man zählte scheinbar voll auf mich als alte Partysau. Oh man. :D Die Tochter der Tante war auch mit am Start und schlug für uns telefonisch bei ihrer Mutter gleich mal einer Verlängerung bis 1:30 Uhr raus.
Zuerst gingen wir in einen Insiderclub namens „1. Stock“, wo man sich quasi im Wohnzimmer einer Wohnung im 1. Stock sehr exklusiv vorkam. Alle mochten die Musik, Partysau Bellona aber nicht (Chillout, bäh, wie soll man dazu abgehen?). Das konnte natürlich so nicht bleiben, also zogen wir weiter in den nächsten Club und dort blieben wir bis zum bitteren Ende. Echt, was ich zum Karneval an Vernunft zeigte, war nun wie ausgelöscht. Ich hatte an dem Abend das Gefühl, ich hätte die Party meines Lebens. Wir bekamen sogar nochmal eine Verlängerung von der Tante, bis 2 Uhr. Und als es dann soweit war und wir aufbrechen mussten, schlug mir MTM vor, allein nach Hause zu fahren. Ja, hab ich angenommen. :D Bis die Lichter im Club angingen, haben wir getanzt. Es war bereits 4 Uhr nachts und wir wollten auch noch weiterziehen, aber als wir bei zwei Lokalitäten an den Türstehern scheiterten, sahen auch wir es ein: Wir sollten nach Hause gehen. Noch schnell eine Currywurst und dann ab ins Taxi.
Als ich auf der Couch (MTM hat mir schon mein Bettzeug dorthin gerichtet) lag, war mir schon klar, dass ich das ein oder andere Glas Wein noch bereuen würde. Mit so einem kleinen Kindchen hat man ja nun auch nicht mehr die Möglichkeit, ausgiebig seinen Kater auszuleben. Ja, war schon schwer. Aber MTM ging es sehr gut und gegen Mittag packte er den Kleinen für einen Ausflug ein und ließ mich allein. Und ich lag auf der Couch, regungslos, glotzte ein paar Folgen SATC, aß eine riesige Portion Nudeln, trank viel Wasser…und als die beiden dann zurückkamen, war alles wieder gut.

Es war echt schön, auch dass MTM und ich mal wieder zusammen unterwegs sein konnten abends. In knapp 3 Wochen haben wir wieder diese Möglichkeit, wenn meine Mutti hier ist und wir zu einer Hochzeit gehen. Da kommen wir dann aber nicht nachts nach Hause, sondern erst am nächsten Tag. :)

Am Aschermittwoch ist alles vorbei :(

Seit Aschermittwoch 2015 hatte ich nichts mehr mit Karneval am Hut. Ich wurde schwanger, bekam mein Kind und wurde so langsam wieder karnevalsgeil. In meiner brandenburgischen Heimat gibt es schon im November Karnevalsveranstaltungen, auf die ich aber noch schweren Herzens verzichtete – einfach weil es zeitlich nicht passte, die Strecke von 560km auf mich zu nehmen. Jetzt im Februar passte es perfekt. Ich ließ mal wieder meinen Mann zu Hause und reiste allein mit Kind heute vor einer Woche hier bei Mutti an. Weiberfastnacht ist hier nicht, diesen Tag nutzte ich noch wenig karnevalistisch, um mit einer Freundin mittags essen zu gehen und dann für Muttis Geburtstag einzukaufen. Diesen feierten wir dann am Freitag, auch noch sehr unkarnevalistisch. Aber dann ging es am Samstag los. Tagsüber führte ich meinen Sohn in die närrische Welt ein, indem ich mit ihm einen der traditionellen, kleinen Karnevalsumzüge in einem Dorf in der Nähe besuchte. Sein Vater ist ein großer Karnevalsmuffel und sowas lasse ich beim Kleinen gar nicht erst einreißen. Wenn er dann irgendwann auch mal die ganzen Kamelle futtern darf, ist er garantiert richtig angefixt. (Alter Falter, was man mit Kind im Arm bei so’nem Dorfumzug abstaubt, ist echt nicht zu verachten.) Am Abend dann machte ich mich mit meiner langjährigen Karnevalsfreundin endlich mal wieder auf zu „unserem“ Karnevalsverein, dessen Veranstaltungen wir schon besuchen, seit wir 16 sind. Es ist wie es ist, wir sind älter und das Publikum jünger, wir kennen die Songs der Jugend nicht mehr („Stoff und Schnaps“? Hä?), wir sind vernünftiger geworden. Auch wenn ich dieses Jahr die Treppe runtergeklatscht bin und mir übelst die Hämatome zugezogen habe, war ich nicht ansatzweise so raus wie in den vielen Jahren vorher. Wir haben schön Radler getrunken und die Veranstaltung klaren Kopfes noch vorm Ende verlassen. Wir Muttis, ey. ;) Es war trotzdem schön und wir werden weiterhin dorthin gehen, aber dann wohl eher zu der Veranstaltung freitags, bei der der Altersdurchschnitt gewöhnlich höher als 22 ist.
Nun gut, der Sonntag blieb ruhig, aber am Abend durfte die Karnevalsgala aus der Heimat im Fernsehen nicht fehlen. Und dann kam der Rosenmontag. Meine Freundin und ich gingen fremd, weil „unser“ Verein an diesem Tag keine normale Party mehr feiert, sondern nur noch den Seniorenkarneval. Nix für uns, trotz Radler und Unkenntnis der jugendlichen Musik. ;)  Also ab zum anderen Verein, wo wir einen wirklich schönen Freundinnenabend hatten – auch wenn uns dort das Publikum und die zugehörige Musikauswahl wiederum zu alt war. So’n Mittelding sind wir offenbar, schwierig mit Mitte 30, ich sag’s euch. Wieder ohne Kopfschmerzen startete ich in den Veilchendienstag. Bisschen müde war ich, aber pünktlich zum Kinderkarneval war ich fit. Mit meinem Kleinen den Trubel dort zu erleben, fand ich richtig schön. Er hat auch gut mitgemacht, ich glaube er ist auf einem guten Weg zum Karnevalismus. :D

Und heute ist nun alles wieder vorbei. Ich fand diese Saison schön, habe viel vom heimatlichen Karneval mitgenommen und freue mich schon auf die nächste 5. Jahreszeit. Aber jetzt kommt erstmal die Fastenzeit. Ich wünsche euch viel Erfolg dabei – ich faste nüscht.

Silvesterchillen

MTM und ich hatten ja schon drei Silvesterabende nur zu zweit, weil wir einfach keinen Bock auf großes Halligalli (und die elende Planerei im Vorfeld) hatten. Wir haben es jedes Mal sehr genossen, auch letztes Jahr, als ich hochschwanger war und der Geburtstermin (1.1.) direkt vor der Tür stand. Ich war allerdings scheiße erkältet und wäre am liebsten schon vor 24 Uhr ins Bett gegangen, das weiß ich noch. :)
Mir macht es generell nichts aus, zu Silvester nicht groß zu feiern. Deshalb finde ich es auch nicht tragisch, dass ich nun mit Kind erst recht nicht mehr groß dazu kommen werde. Ich freue mich vielmehr drauf, irgendwann mit dem Kleinen zu feiern, ihm zu erlauben, so lange wach zu bleiben und dann mit ihm das Feuerwerk anzugucken.
Wir sind seit Weihnachten in meiner Heimat und planten zum Jahreswechsel einen Raclette-Abend zu zwei ein, da meine Mutti bis 22 Uhr arbeiten musste. Es ergab sich dann, dass noch Tante, Onkel, Cousine und ihr Freund sich einklinkten. Es wurde ein gemütlicher, schöner, stressfreier Abend, so wie ich das mag. :) Wir haben lecker gespeist, bisschen gespielt, bisschen getrunken und mit Mutti eine Rakete für Papa in den Himmel geschossen. Unser Sohn hat uns machen lassen und alles verpennt, was für mich unglaublich ist, da die Knallerei auf den Straßen auch im Haus zu hören war, aber wie!

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Chillig ins neue Jahr starten – ich kann das nur empfehlen. :)