Freitagsfüller

1. Gestern Abend war ich feiern aufm Wasen.

2. Meine gestrige Begleiterin und ich werden uns mit Kindern und Männern wieder am Sonntag sehen.

3. Was ist schlimmer, weiter sinnlos über diesen Punkt nachzudenken oder ihn einfach nicht auszufüllen?

4. Die Herbstdeko muss den alles erkundenden Patschehändchen weichen.

5. Eine Folge „New Girl“ bei einem Kaffee ist Teil meiner täglichen Routine.

6. Wenn ich durch meine Nachbarschaft laufe, kennt mich kaum einer und ich kenne auch kaum jemanden – und mir ist’s recht.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Kiste, morgen habe ich Babyschwimmen, Babybrei kochen, Shoppen und einen Babybesuch geplant und Sonntag möchte ich annehmbares Wetter für einen Ausflug haben!

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Mütterliche Enttäuschungen

Nein, es geht hier nicht um das Kind und das Mutterdasein an sich. Vielmehr darum, wie sich so eine Muttigruppe von einem wohltuenden „Wir-machen-das-alle-toll“ zu etwas entwickeln kann, was einfach nicht mehr gut tut.

Ich bin echt enttäuscht und finde es total schade. Wir sind 4 Frauen, die sich im Geburtsvorbereitungskurs gefunden haben. Wir haben uns in unserer Whatsapp-Gruppe gerade am Anfang immer total den Zuspruch gegeben, uns gegenseitig aufgebaut, Tipps gegeben. Unsere Kinder kamen alle etwa um die gleiche Zeit zur Welt. Es war nie ein „Wettkampf“ oder so. Wenn wir uns trafen, tat es immer richtig gut. Ich war wirklich froh um diese Muttigruppe.

Irgendwann lernte man sich natürlich besser kennen und sicherlich fiel auch auf, dass man sich unter anderen Umständen vermutlich nicht angefreundet hätte. Wir sind alle schon sehr verschieden. Das ist aber okay. Was das Muttidasein betraf, tickten wir schon alle relativ ähnlich.

Als wir einmal nur zu dritt waren, wurde aber plötzlich über die Vierte geredet. Ja, sie hatte irgendwie von Anfang an Probleme mit ihrem Baby, hat sicherlich hier und da für uns unverständlich gehandelt und allgemein auch selbst für diverse Probleme gesorgt, die sie mit dem Baby hatte. Aber das wurde in diesem Gespräch dermaßen dramatisiert, als würde sie ihr Kind misshandeln, was absolut hanebüchen ist. Und als es dann sogar darum ging, dass ihr Baby „immer einen Nuckel drin hat“, war ich schon echt angenervt. Total bescheuert, darüber zu urteilen, vor allem wenn man mit dem unkompliziertesten Baby aller Zeiten gesegnet ist.

Zudem fühle ich mich schon eine Weile öfter missverstanden und bin auch genervt davon, dass vor allem eine sich und ihre Entscheidungen ständig rechtfertig. Und zwar mit Argumenten, die nicht hinhauen. Statt zu sagen „Ich hab keinen Bock Obst frisch zu pürieren.“, was völlig ok ist und niemand verurteilt, behauptet sie einfach, dass „Gläschen viel besser sind, weil viel mehr Vitamin C drin ist“. Künstlich zugesetzt, möchte ich dazu anmerken. Ich püriere Obst frisch und gebe damit nun ihrer Auffassung nach etwas schlechteres, oder wie darf ich das verstehen? Bio kauft sie auch nicht für ihr Kind, das ist eh totaler Blödsinn (ich kaufe bio) und es ist sowieso viel besser für Kinder ab 1 Jahr in der Kita zu sein (zwei von uns machen länger Elternzeit). Genauso ist es mit dem Stillen. Keine in der Gruppe konnte (oder wollte) stillen. Anstatt das einfach so hinzunehmen oder zu ihrer Entscheidung zu stehen (!), wird vor allem von dieser einen Person ständig contra Stillen argumentiert und über Stillmütter abgelästert.

Seit neuestem kochen die zwei, die so ungeniert über die Vierte urteilten, scheinbar ihr eigenes Süppchen. Sie besuchen zufällig schon eine Weile einen gemeinsamen Kurs, so hat sich das sicher entwickelt und ist auch total okay. Als wir uns gestern jedoch bei mir trafen, unterhielten die beiden sich anfangs nur miteinander. Zudem ist vor allem die eine total seltsam, wenn die Vierte dabei ist. Sie mag sie scheinbar nicht wegen ihrer mütterlichen Probleme, das ist ziemlich offensichtlich und meiner Meinung nach ein ziemlich blödes Verhalten.

Gestern war also ich mit dem Ausrichten unseres Treffens dran, ich hab mir natürlich Mühe gegeben, schön aufgetischt, letzte Woche viel geputzt und so. Und gleich zu Beginn wurde mir von einer der beiden mitgeteilt, dass sie ausgerechnet heute ganz früh wieder gehen müsse (sie geht allerdings IMMER als erste, sie ist offenbar unglaublich busy). Obwohl wir den Termin extra wegen ihr auf gestern verlegt hatten! Und sie nahm natürlich die andere Mutter mit, also musste auch sie nach nur anderthalb Stunden wieder gehen, das schien sie auch nicht sonderlich zu stören. Ich saß dann da mit der Vierten, mit haufenweise übriggebliebenem Essen, und als sie vorsichtig anmerkte, dass die beiden echt schnell wieder weg waren, musste ich echt mal Dampf ablassen. Ich habe ihr nichts von dem Gespräch über sie erzählt, das würde sie unnötig verletzten und die Stimmung muss ja nicht noch ätzender werden. Aber Fakt ist, das nächste Treffen mache ich noch mit und dann entscheide ich, ob es das noch wert ist oder ob ich mich da ausklinke.

Ich finde es schade, weil es ursprünglich nicht nur mir gut tat, sondern auch für die Kinder schön ist, wenn sie immer mal mit gleichalten Kindern zusammen sind. Ich dachte irgendwie, wir wären eine „Muttigruppe fürs Leben“ und würden uns in Jahren immer noch ohne Wettkampf und Hintergedanken erzählen, wie sich unsere Kleinen so machen. Ich bin manchmal ganz schön naiv.

 

Fantastisch!

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Gott, ist das herrlich. „Me time“, wie Lilith es nennt, ist der Hammer. Ich genieße es so sehr. :)

Heute Morgen war natürlich noch bisschen Stress angesagt. An was man alles denken muss wenn man den Mann mit dem Kind fortschickt… Und wie man erstmal aufräumen muss wenn zwei Männer die Wohnung verlassen! Hab noch bisschen Wäsche gemacht, war bei der Post und hab den ganzen Vormittag vor lauter Erledigungsdrang vergessen, irgendwas zu essen. Halb 12 saß ich dann auf der Couch mit böser TK-Pizza, Sekt und 3 Folgen Gilmore Girls. Dann bin ich auf den Balkon gezogen mit Lappy und Sekt und Soundbox, hab mir das neue Beginner-Album runtergeladen und lass das jetzt laufen. Und genieße, sagte ich schon oder? Sehr chillig hier. Bisschen frisch wird mir langsam auch, perfekt, ich liebe es mit kalten Füßen in die Badewanne zu steigen. :D

P.S.: MTM und MTE geht’s super. Ich kriege laufend süße Fotos geschickt, freu mich über jedes einzelne. Sorgen mache ich mir keine, ein schlechtes Gewissen hab ich auch nicht.

Kein Freitagsfüller heute? Ich will doch aber was loswerden!

Also dann, in Stichpunkten, was sich sonst irgendwie versucht hätte, in die Lückensätze zu verpacken:

  • Ich habe diese Woche jeden Tag 1-2 Zimmer gründlich geputzt und entrümpelt.
  • Ich versuche gerade, herauszufinden, ob der Kleine einen Tagesschlafrhythmus entwickeln kann.
  • MTM und ich haben beschlossen, nachts keine Experimente mehr mit der Babyschlaferei zu veranstalten. Wenn er unruhig ist und mit Nuckel und kurzem Streicheln nicht weiterschläft, kommt er zu uns ins Bett. Wir brauchen alle unseren Schlaf und so kriegen wir ihn am leichtesten.
  • Ich bin nun absolut im Bilde, was Star Wars angeht. Und ich bin angetan. Ich freu mich auf den nächsten Teil im Kino. :D
  • MTM macht Elternzeit im Dezember und Januar, ich freu mich wie verrückt drauf.
  • MTE kriecht immer schneller und macht Liegestütze. Und seit heute kann er sich alleine hinsetzen, noch wackelig, aber er übt ja noch.
  • Vor mir liegt ein besonderes Wochenende: Ich habe mein Wochenziel (putzen und entrümpeln) geschafft, muss nur noch einkaufen und ein kleines Köfferchen packen. Und morgen früh reisen Vater und Sohn zum Taufpaten nach Mainz. Bis Sonntagabend. Ohne mich. Das bedeutet:

Ich werde erstmals seit der Geburt meines Kindes, also seit fast 9 Monaten, alleine in der Wohnung sein für mehr als 3 Stunden. Um genau zu sein, für 2 Tage und 1 Nacht. In einer sauberen, entrümpelten Wohnung. Und so sehr ich mein Kind und meinen Mann liebe: Ich könnte schreien vor Freude! Der Sekt steht schon kalt. Die Gilmore Girls-DVDs liegen bereit. Mein Buch ebenfalls. Die Badewanne und die ganzen Kerzen freuen sich auf ihren Einsatz. Das Beautyprogramm steht. Und eure Blogs werden glühen vor lauter Kommentaren meinerseits! ;)

 

Pläne sind dazu da, verworfen zu werden!

…oder zumindest umgewurschtelt. Denn es gibt zwei wichtige Naturgewalten, die Pläne mir nichts, dir nichts durcheinanderwirbeln können: Das Wetter und das Kind.

Beim Freitagsfüller hörte sich alles noch sehr gut durchdacht an. Wir wollten Freitagabend chillen, samstags zum Babyschwimmen und sonntags in den Zoo. Das Einzige, was so ablief wie geplant, war der Freitagabend. Ich als liebende Ehefrau willigte ein, mit meinem Mann den allerersten „Star Wars“-Film zu schauen, obwohl ich eigentlich damit nichts am Hut habe. Ich hatte MTM im Dezember schon einmal meine Liebe auf diese Art bewiesen, als ich mit ihm bei Star Wars im Kino war. Nun wünscht er sich, dass das beim kommenden Teil wieder passiert und ist der Meinung, ich müsse aber vorher erst mal ALLE anderen Teile sehen, um das alles besser zu verstehen. Na gut, was tut man nicht alles. ;) Letztlich fand ich es sowohl im Dezember, als auch am Freitag gar nicht sooo doof.

Am Samstag wurde aus dem morgendlichen Babyschwimmen nichts, weil mein Kind es vorzog, das erste Mal überhaupt bis 8:15 Uhr durchzuschlafen! Quasi. Also, eigentlich war er 5:30 Uhr das erste Mal wach in seinem Bett, ich holte ihn dann zu uns ins Bett und plötzlich wachten wir alle so spät wieder auf. Um 8 oder 9 wollten wir beim Schwimmen sein, daraus wurde nun nichts. Stattdessen frühstückten wir ausgiebig zusammen, was auch total schön war, weil es so selten vorkommt. Und dann stellten wir fest, dass das Wetter nur noch JETZT ein bisschen gut sein würde und ab Samstagnachmittag dauerhaft kacke. Also fuhren wir in die Wilhelma, was eigentlich für Sonntag geplant war. Ich bin jetzt nicht so der Zoofreund, MTM fährt aber voll drauf ab und freut sich des Lebens, dass wir nun ein Kind und damit einen Grund haben, vermutlich auch noch eine Dauerkarte zu kaufen. ;) Eigentlich könnten die beiden ja auch alleine gehen, aber MTM wollte eine Familienunternehmung machen und die Entscheidung dazu war auch genau richtig. Wir hatten einen wunderschönen Tag im Zoo und haben das Wetter optimal ausgenutzt. Als die dicken Wolken kamen, war es später Nachmittag und wir waren bereit zum Aufbruch.

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Am Abend verzog ich mich in die Küche und frönte mal wieder dem Kochen. Mache ich gerne, aber hab ich kaum noch die Ruhe dazu. Umso mehr Spaß machte es mir, und ich probierte auch ein völlig neues Rezept, weil ich es irgendwie ätzend finde, dass man immer das Gleiche kauft und kocht. Der Toskanische Hähnchenauflauf war vorzüglich und passte super zum entspannten Abendprogramm: Star Wars, Teil 2. Jap. MTM hat mich gekriegt.

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Am Sonntag, der ja eigentlich für die Wilhelma reserviert war, machten wir nun nicht nichts, sondern einfach was anderes. Ursprünglich waren wir nämlich für den Zoo mit einem befreundeten Paar verabredet. Mit diesem gingen wir nun zum Chinesen unseres Vertrauens essen. Ich mag so Buffets nicht wirklich, aber im New Shanghai könnte ich mich wirklich reinlegen. Wir waren dort kurz vor der Geburt von MTE mehrmals hintereinander und unser erster Restaurantbesuch überhaupt mit Kind fand ebenfalls dort statt. Uns verbindet viel mit dem Schuppen. ;D Wir hatten nun auch wieder einen sehr leckeren und schönen Mittag und Nachmittag, MTE machte ganz gut mit und mit unseren Freunden ist es sowieso immer sehr nett. Und sie fahren dermaßen auf das Kind ab, das ist echt rührend. So lange kennen wir uns noch nicht, sie war eigentlich meine Kollegin, aber es passt einfach mit uns Fünfen. :)

Und Sonntagabend? Und im Übrigen auch gestern Abend? Klar, Star Wars. Teil 3 und Teil 4. Ich fürchte, ich bin angefixt. Und ich fürchte, heut geht’s weiter. ;D

Freitagsfüller

1.  Wenn ich könnte, würde ich mir so viel weniger Gedanken um so viel weniger Kram machen.

2. Käse mit Trauben ist zur Zeit mein Lieblingssnack .

3.  Mein Leben wäre einfacher, wenn es eine Bedienungsanleitung für Babys Schlaf gäbe.

4. Ruhe und Gemütlichkeit einkehren zu lassen, ist eine schöne Art den Tag zu beenden.

5.  Erste Eindrücke können täuschen, müssen aber nicht.

6.  Ich gucke und lese keine Nachrichten mehr, denn dabei wird mir schlecht.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf o.g. schöne Art, den Tag zu beenden, morgen habe ich Babyschwimmen in Familie geplant und Sonntag möchte ich meinen Mann glücklich machen und deshalb mit ihm und dem Kleinen in den Zoo gehen!

Gefangen bei Barbara.

12 von 12 im September

Da war ich beim Frühstück bei meiner besten Freundin und als ich mittags ins Auto steige, fällt es mir siedend heiß ein: Es ist der Zwölfte! Normalerweise hätte ich es gelassen, aber das habe ich letzten Monat schon getan und deshalb kam das diesmal gar nicht in die Tüte. Hier sind also meine 12 Fotos von heute, wieder mal eine Heimatausgabe, denn ich bin noch immer hier in Brandenburg.

Wieder mal ohne Kind unterwegs, die Omi wollte sich am letzten Heimattag nochmal kümmern.

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„Cityrunde“ durch mein Dorf. :)

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Das Mittagessen ist schon fertig, die erste Kürbissuppe der Saison.

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In der Heimat sind eben auch Mittagsschläfchen möglich, während Oma und Enkel spielen.

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Den Nachmittagsbrei übernehme ich wieder, auf der Decke im Garten.

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Noch ein vorabendlicher Besuch von meiner Tante, eine gute Spielkameradin von MTE.

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Meinen Koffer packen inkl. Mitbringsel aus der Heimat. ;)

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Das kleine und viel zu volle Köfferchen ist auch gepackt.

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Zum Abendbrot gibt’s den geliebten Dorfdöner.

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Es geht morgen früh zeitig los, deshalb wird heute schon mal bisschen das Auto gepackt.

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Nach Abendbrei, Babybad und Schlafenlegen wird entspannt, trotz heißer Temperaturen draußen. 

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Kurzes Abschiedssitzen vorm Haus mit meiner Freundin.

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Die anderen Mitmacher bei diesem Blogprojekt findet ihr bei Caro. Und ich geh jetzt ins Bett, ich muss morgen fit sein für die lange Fahrt nach Stuggi. Und auch wenn ich in den 12 Heimattagen wenig Zeit und Raum für ausgiebiges Vermissen hatte, jetzt freue ich mich doch ganz schön auf MTM. Und er, so ist das dann eben und so soll es sein, ganz doll auf seinen Sohn. Heimweh werde ich trotzdem haben. Die Zeit vergeht mir immer viel zu schnell.

Die Woche war…

...Heimat pur.

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Gesehen.: Berlin, direkt nochmal nach dem Festivalwochenende.
Gehört.: Musik im Auto, ohne Kind, gaaaanz laut!
Gelesen.: Bei dem ganzen Heimat-Freizeitstress nur 3 Seiten.
Getan.: Freundschaften gepflegt.
Gegessen.: Öfter mal auswärts.
Getrunken.: Zu viel Sekt, zu viel Wein, zu wenig Wasser.
Gefreut.: Darüber, zu Hause zu sein und so viel Freizeit zu haben, weil fast immer ein Babysitter zur Hand ist. :)
Geärgert.: Ja.
Gelacht.: Herzhaft und laut mit meinen „Hühnern“.
Gedacht.: Bald ist die schöne Zeit schon wieder vorbei.
Geplant.: Den nächsten Heimataufenthalt.
Gekauft.: Eine Eintrittskarte fürs Erlebnisbad, MTE durfte gratis mit rein. ;)

„Deutschpoeten“, was für ein schönes Wort. :)

Seit Wochen schon hatte ich die Karte. Vor Monaten hätte ich mir das überhaupt nicht vorstellen können und jetzt tat ich es einfach, ohne mit der Wimper zu zucken: Zwei Tage Berlin, Freundinnenzeit, Festival, Party. Zwei Tage ohne Kind. Zwei Tage Kind bei Oma. Joa, es klappte alles wie erwartet hervorragend! :)

Ich reiste diesmal alleine mit MTE im Auto in meiner Heimat in Südbrandenburg an, schon am Donnerstag den 1. September. Berlin ist ja dann nicht mehr weit, was sehr praktisch ist: Die Omi hat viel Zeit mit dem Kleinen und die Mutti kann in Big Bad City „schwoofen“ gehen. Hat se auch gemacht, am Freitag düsten meine Freundin und ich los und saßen pünktlich 18:30 Uhr auf der Wiese im IFA Sommergarten. Dort fand das 2-tägige Festival „Fritz Deutschpoeten“ statt. Den Radiosender Fritz höre ich recht wehmütig gerne in Stuttgart übers Handy und letztes Jahr hörte ich auch bei den Deutschpoeten mit. Ist doch herrlich, die Idee, der Name dafür, und alles. Oder? Nur deutschsprachige Acts versüßten uns die nächsten 30 Stunden, und wie!

Am Freitagabend wartete ich nur auf Sido, weil Hip Hop und Rap eher meins sind – meine Freundin hingegen mochte eher so das gegenteilige Zeug, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Bei Sido rastete das Publikum aus und ich direkt (ein bisschen) mit, denn der ging echt ab wie Sau. Total geil! Der „Arschficksong“ zum Abschluss verstörte glaub ich meine Freundin komplett. :D

Die Nacht verbrachten wir dann zu zweit in der kleinen Single-Wohnung meiner kleinen Cousine, sie war nicht da und wir konnten komplett genießen, was wir da hatten: Zusammen im Bett pennen bis in die Puppen; keine Verantwortung; Frühstück, Sekt und Kippen in der Sonne über den Dächern Berlins; sich nochmal wie 20 fühlen. Gott, das war so scheiße herrlich, echt mal!

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Um 14 Uhr ging es weiter mit den Deutschpoeten, wir fanden nur noch einen Platz in der prallen Sonne und schwitzten vor uns hin, doch das war trotzdem nicht so schlimm, weil wir es einfach wieder genossen. Sitzen, trinken, rauchen, essen, quatschen, mithören und -singen – was wollten wir denn mehr? Nüscht!

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Als eeeendlich meine Favoriten des Tages zu später Stunde auf die Bühne kamen, sprang ich dann auch mal auf und tanzte und sang ausgelassen mit. Fettes Brot! Die sind nämlich auch abgegangen wie Sau und rissen alle mit sich!

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Wir wurden nach dem ganzen Spektakel abgeholt und schliefen noch in dieser Nacht wieder im beschaulichen Brandenburg in unseren Betten. Da fühlten wir uns auch überhaupt nicht mehr wie 20, da ging es dann nur noch um Regeneration. ;) Meine Mutti schlief bei meinem Kind und ich konnte die Nacht nochmal in Ruhe in ihrem Bett verbringen und richtig schön ausschlafen am Sonntagmorgen. Und so überstand ich das Ganze am Ende ziemlich erholt und aufgetankt und konnte dann wieder ganz MTEs Mutti sein. :)