Ostern noch schnell ;)

Die Zeit rennt mir davon und ich komme zu nüscht. Zum Beispiel wollte ich doch noch kurz über Ostern berichten. Wollte erzählen, dass die 560km-Fahrt in die Brandenburger Heimat am Gründonnerstag super klappte, weil wir abends 19:30 losfuhren. Unser Kind hat durchgepennt in seiner Liegewanne, herrlich. Die Rückfahrt am Ostermontag war aber schrecklich, tagsüber, über 9 Stunden, da hatte dann auch das Baby bald keinen Bock mehr.

Wir verbrachten eigentlich alle Tage in Dresden, da mein Papa derzeit dort im Krankenhaus liegt. Ganz typisch für uns und unsere Situation haben wir einfach das Beste draus gemacht. Gut, dass wir das können.

Wir waren am Karfreitag blasphemischerweise ordentlich Fleisch essen in einem Restaurant. Später kam noch mehr Verwandtschaft ins Krankenhaus zum Kaffeetrinken und es wurde ein sehr lustiger Nachmittag. Der Karfreitag war eigentlich der schönste der Feiertage. Es war mit uns allen irgendwie wie immer, nur eben im Krankenhaus. Wir haben schöne Stunden verlebt und ich denke, jeder hatte so ein paar Minuten, immerhin, in denen er mal kurz vergessen hat, wieso wir dort sind.

Den Samstag haben wir ruhiger angehen lassen, ohne den Rest der Verwandtschaft. Wir haben den Osterbraten einfach vorgezogen und Kaninchen, Rotkohl und Kartoffeln in einer Wärmebox ins Krankenhaus bugsiert. Die Zeit zu fünft haben wir genossen, vor allem meinen Papa mit seinem Enkel zu sehen, war schön. Und wichtig für uns alle. Der Samstagabend gehörte mir und MTM. Meine Mutti hat zum ersten Mal auf MTE aufpassen dürfen, hat ihn alleine gebadet und ins Bettchen gebracht, alles ohne Probleme. Da ist man auch gleich mal bisschen stolz, auf Kind und Omi. ;) MTM und ich waren in einer Gaststätte ein paar Ortschaften weiter und haben es bisschen krachen lassen. Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise und diverse Wein/Bier/Longdrinks (hatten uns meine Cousine als Taxi organisiert). Das tat so gut. Und war so schön. Und der Hammer: An unserem ersten Ausgehabend zu zwei seit der Geburt unseres Kindes haben wir die Hälfte der Zeit über selbiges gesprochen. So ändern sich die Themen, so ändert sich das Leben… :)

Am Ostersonntag waren wir wieder mit Papa essen, diesmal Sushi, ganz unkonventionell (hätte am Karfreitag besser gepasst, wa). Am Nachmittag kam wieder die Verwandtschaft zum Kaffee ins Krankenhaus. Und am Abend saßen wir alle, außer eben Papa, bei uns zu Hause und haben Sektchen geschlürft und uralte Fotos von Oma und Opa und Uroma und Mutti und Tante und sonstwem angeguckt. Zeitreise total, und so lustig und schön! Und unser Baby? Hat uns freundlicherweise gewähren lassen und friedlich gepennt. Da haben wir ganz schön Glück mit ihm. Und so ist es eben. Freud und Leid liegen viel zu nah beieinander. ♥

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20 Gedanken zu „Ostern noch schnell ;)

  1. Ja, Freude und Leid sind ganz enge Nachbarn. Einen Moment hört man das jemand gestorben ist den man gut gemocht hat und im nächsten trinkt man ein Schnäpschen und das freudige Gesicht kehrt zurück… es ist alles ein unendlicher Fluss. Es fliesst und fliesst, nicht aufzuhalten, ich wüsste zu gern wo der Fluss hinfliesst. In einen Paradies-See ? Vielleicht…

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